04.
10.
2015
Champions Cup | Autor: Voneschen Reto

Wiler scheitert um Haaresbreite

Schweizermeister Wiler-Ersigen hat den Final des Champions Cups in Mlada Boleslav (Tschechien) gegen Titelverteidiger Falun mit 2:3 verloren. Das Siegestor schoss Alexander Galante-Carlström in der 48. Minute und sicherte Falun so den dritten Titel in Serie.

Wiler scheitert um Haaresbreite Zweiter Sieger: Philipp Fankhauser mit dem Silberpokal (Bild IFF)

Eine halbe Minute vor Spielschluss setzten die lautstarken Wiler-Fans schon zum Torjubel an, doch der Ball kullerte vom Rücken des schwedischen Torhüters Johan Rehn nicht ins sondern nebens Tor. Wenig später durfte Falun jubeln. Zum dritten Mal in Serie holte sich der amtierende schwedische Meister auch den Champions Cup.

Starker Wolf
Die Enttäuschung nach der 2:3-Finalniederlage war natürlich gross bei Wiler-Ersigen. «Der letzte Ball hätte auch rein dürfen», meinte Adrian Zimmermann, welcher mit dem Final seine internationale Karriere abschloss. Wiler-Ersigen hatte zuvor im Mitteldrittel einen 0:2-Rückstand wettgemacht. Patrick Mendelin (29.) und Tatu Väänänen (35., in Überzahl) brachten den Schweizermeister zurück ins Spiel. Zuvor scheiterte Falun im ersten Drittel vor allem am überragenden SVWE-Torhüter Nicolas Wolf. «Wir könnten auch mehr als zwei Gegentore bekommen», sagte Wilers-Trainer Olle Thorsell offen, «vor dem zweiten Drittel korrigierten wir ein paar Sachen und spielten vor allem mit dem Ball besser».

Galante-Carlström mit der Entscheidung
Im Schlussdrittel drückten beide Teams auf den Führungstreffer. Erfolgreich war aber nur Falun. Ausnahmekönner Alexander Galante-Carlström vollendete eine Bilderbuch-Kombination mit dem Siegtreffer in der 48. Minute. Chancen auf den Ausgleich waren da für Wiler-Ersigen. Vor dem Holperball kurz vor der Sirene verzog beispielsweise Zimmermann nur knapp nach einem Querpass von Matthias Hofbauer.

«Moral gezeigt»
Grämen muss sich Wiler-Ersigen nicht lang. Vor einem Jahr verlor der finnische Meister Happee glatt mit 2:12 im Final. Gestern zerlegte Falun den tschechischen Meister Tatran Stresovice mit 11:2 im Halbfinal. Das Spiel mehr im Viertelfinal habe man gespürt, war Wilers-Trainer Olle Thorsell überzeugt. «Im letzten Drittel fehlte ein wenig die Kraft», so der Schwede, «aber wir sind trotzdem sehr stolz auf das Team. Im Halbfinal und Final kehrten wir nach Rückständen zweimal zurück ins Spiel. Das spricht für die Moral». So glänzt die zweite Silbermedaille nach 2008 auch wenig golden. Der Sieg von 2005 wird aber trotzdem der bislang einzige bleiben in Wilers Vereinshistorie.


 

Wiler-Ersigen - Falun 2:3 (0:2, 2:0, 0:1)
Zimni-Arena Mlada Boleslav (Cz). - 1400 Zuschauer. - SR Heinola/Marttinen (Fi).
Tore: 5.Enström (Galante-Carlström) 0:1. 13. Skog (Larsson) 0:2. 29. Mendelin (Kekkonen) 1:2. 36. Väänänen (Matthias Hofbauer/Ausschluss Enström) 2:2. 48. Galante-Carlström (Johansson) 2:3.
Strafen: keine gegen Wiler-Ersigen, 1mal 2 Minuten gegen Falun.
Wiler-Ersigen: Wolf; Väänänen, Bischofberger; Wittwer, Meister; Sesulka, Hirschi; Mendelin, Kekkonen, Manninen; Christoph Hofbauer, Matthias Hofbauer, Fankhauser; Sebek, Adrian Zimmermann, Deny Känzig.
Falun: Rehn; Holmgren, Adriansson; Kvist, Fernquist; Fahlström, Cyja Hajo; Johansson, Enström, Galante-Carlström; Cederström, Palmén, Hallén, Larsson, Bäckby, Skog.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Althaus,Mutter, Stettler (überzählig). - Wiler-Erisgen ab 58:01 ohne Torhüter. - Mendelin und Holmgren als beste Spieler ausgezeichnet.

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