09.
07.
Schweden | Autor: Güngerich Etienne

"Wollen Finnland schlagen"

In der Interview-Serie des internationalen Verbandes IFF zu den bevorstehenden World Games sind die schwedischen Stars Kim Nilsson und Alexander Galante-Carlström an der Reihe. Die beiden erzählen, wie sie zum Unihockey gekommen sind, warum die World Games für den Sport wichtig sind und zu wem sie als Kind aufgeschaut haben.

Kim Nilsson will mit Schweden die World Games gewinnen. (Bild: Erwin Keller)

Was bedeutet es für euch, in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen?
Alexander Galante-Carlström: Es ist immer eine grosse Ehre, für mein Team und mein Land auflaufen zu dürfen. Es macht unglaublich viel Spass, mit der schwedischen Nationalmannschaft zu spielen.
Kim Nilsson: Natürlich ist es cool. Wir verloren im Dezember den WM-Final gegen Finnland. Den Titel will ich unbedingt zurückholen. Ich bin jetzt 29 Jahre alt und hoffe, dass ich noch viele weitere Jahre Spiele kann.

Wie definiert ihr eure Rollen?
Alexander: Ähnlich wie bei meinem Klub Falun. Ich helfe dem Team vor allem damit, dass ich Tore und Assists produziere.
Kim: Wie alle anderen soll auch ich hart für die Mannschaft arbeiten. Und auch ich werde schlussendlich an den Toren und Assists gemessen.

Wie gross ist die Vorfreude auf die World Games?
Alexander: Es wird spannend, weil wir zum Beispiel auf die USA treffen werden, gegen die ich persönlich noch nie gespielt habe. Das Turnier ist für das Unihockey sehr wichtig, vor allem in Bezug auf eine mögliche Olympia-Teilnahme.
Kim: Es ist nicht nur etwas Neues für mich, sondern für den ganzen Unihockey-Sport. Es ist wirklich sehr wichtig, dorthin zu gehen und den Leuten zu zeigen, was für einen phantastischen Sport wir betreiben.

Wer wir in Polen euer härtester Gegner?
Alexander: Natürlich Finnland. Sie gewannen die Weltmeisterschaft und waren schon immer unser grösster Rivale.
Kim: Finnland hat eine grossartige Mannschafft. Ich habe schon gegen viele gute Spieler gespielt, möchte aber einen besonders herausheben: Tatu Väänänen. Gegen ihn musste ich in der Schweiz und in der Nationalmannschaft schon oft antreten. Dabei machte er es mir nie einfach.

Wie hast du mit Unihockeyspielen angefangen?
Alexander: Mit etwa sechs Jahren gehörte ich einem Fussballteam an. Da wir im Winter nichts tun konnten, spielten wir oft Unihockey. Es kam dann soweit, dass wir nur noch Unihockey spielten und ein eigenes Team gründeten.
Kim: Ich war auch etwa sechs Jahre alt. Und auch ich spielte zu Beginn viel Fussball. Dann probierte ich einmal Unihockey. Es gefiel mir so gut, dass ich mich sogleich einem Team anschloss.

Was war bis jetzt euer schönstes Erlebnis im Unihockey?
Alexander: Als wir mit Falun erstmals Meister wurden. Es war das erste Mal, das ich etwas gewnn.
Kim: Für mich war es wohl der Weltmeistertitel 2012 in der Schweiz. Finnland konnte uns zuvor zweimal im Final schlagen, deswegen war es enorm wichtig, den Titel nach vier Jahren wieder zurückzuholen.

Wer sind eure Idole?
Kim: Als ich mit Unihockey begann, war die Szene noch nicht so gross und es gab keine Stars zu denen man aufschauen konnte. Die meisten Kinder verehrten zu dieser Zeit vor allem Eishockeyspieler. Peter Forsberg war so einer.
Alexander: Ich kann mich Kims Aussagen nur anschliessen. Peter Forsberg war ein absolutes Vorbild für mich.

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