07.
08.
2012
NLB Männer | Autor: Zug United

«Man soll niemals nie sagen»

Bereits seit einigen Wochen weilt die neue ausländische Verstärkung der United am Zugersee. Der Tscheche Martin Koutny nimmt bereits rege am Trainingsbetrieb statt und ist daran sich in seiner neuen Umgebung einzuleben.

«Man soll niemals nie sagen»
Die neue tschechische Verstärkung von Zug United: Martin Koutny (Bild zugunited.ch)

Martin du bist jetzt seit wenigen Wochen in Zug, wie ist dein erster Eindruck?
Mein erster Eindruck ist sehr positiv obwohl es einige kleine Überraschungen gab. Das wichtigste für mich sind die Leute. Das finde ich hier sehr gut, die Mitarbeiter, die Mitspieler im Team, aber vor allem auch mein Mitbewohner sind sehr offene und freundliche Menschen. Das sind die Orte, wo ich die meiste Zeit verbringen werde und in Remo Hegglin habe ich einen sehr angenehmen WG-Partner gefunden.

Was hat dich dazu bewegt ausgerechnet an den Zugersee zu wechseln?
Die Idee einmal im Ausland zu spielen war schon immer in meinem Hinterkopf, das Studium und die Arbeit hatten jedoch immer Priorität. Gleichzeitig war für mich klar, dass wenn sich Studium oder Job mit einem Auslandaufenthalt vereinen lassen, ich die Chance gerne packen möchte. Dies waren auch meine Bedingungen als Zug United Kontakt mit mir aufgenommen hat. Mit der Möglichkeit eines Praktikums in einer Zuger Anwaltskanzlei und der Freigabe meiner Uni war der Weg für ein Besuchswochenende in der Schweiz frei. Danach habe ich den Vertrag unterzeichnet.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Schweizer Unihockey bisher gesammelt?
Ich habe am Czech Open schon gegen diverse Schweizer Teams wie Grünenmatt und Wiler-Ersigen gespielt. Zusätzlich war mein zweites Länderspiel im Rahmen der Euro Floorball Tour 2007 in Göteborg gegen die Schweiz. Es gelang mir ein für mich persönlicher sehr wichtiger Assist als mein erster Skorerpunkt zum 3:3 Endresultat. Danach habe ich noch ein weiteres Mal gegen die Schweizer Nati gespielt.

Was sind die grössten Unterschiede zur tschechischen Spielweise?
Es ist etwas früh für mich um dies festzustellen, aber ich habe das Gefühl, dass das tschechische Spiel etwas weniger taktischen Richtlinien unterworfen ist. Dafür können die einzelnen Spieler und dadurch ganze Teams besser auf neue Situationen reagieren, also Improvisation.

Welche Ziele hast du dir für deine persönliche Entwicklung bei deinem Engagement bei Zug United gesteckt?
Für mich ist klar, dass ich auf dem Feld einer der Besten im Team sein will. Daneben möchte ich meine Erfahrung auch in der Garderobe weitergeben. Dies ist im Moment aufgrund meiner Deutschkenntnisse noch nicht so einfach, sollte sich aber mit der Zeit ergeben.

Bei der United wirst du in einem jungen Team einer der erfahrensten Spieler sein, gefällt dir diese Rolle?
Da ich in Tschechien bereits Capitan der Bulldogs Brno war, ist mir diese Rolle bestens vertraut. Das neue Element ist, dass ich diesmal als erfahrener Spieler zu einem neuen Team stosse, während ich in Brno als einer der jüngsten begann und dann schrittweise die ganze Entwicklung des Teams miterlebte.

Im Dezember findet in Bern und Zürich die Unihockey-WM statt, für dich noch ein Thema?
In den letzten zwei Jahren sind die Natiaufgebote etwas seltener geworden. Ich kann aber sagen dass ich weiterhin im erweiterten Kader figuriere. Dies sind dann aber doch 35 bis 40 Spieler, was dazu führt, dass die Wahrscheinlichkeit eines WM-Aufgebots für mich eher klein ist. Ich hoffe jedoch, dass mich die neue Herausforderung in Zug zu einer persönlichen Entwicklung anspornt. Man soll niemals nie sagen.

Und zum Abschluss, wenn du drei Sachen mit auf eine einsame, unbewohnte Insel nehmen könntest, was wäre das?
Schweizer Sackmesser fürs Überleben, Bücher gegen die Langeweile und Gute Laune.

Autor: Zug United
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30. 09. 2012
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