12.
07.
2012
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Die neue Tschechin

Die Red Ants sind nicht lange ohne Tschechin geblieben. Nach der plötzlichen Heimkehr von Torhüterin Jana Christianova, streift nächste Saison Karla Kalecka von den Herbadent Tigers das Trikot der Winterthurerinnen über. Für Kalecka ein ungewohntes Erlebnis.

Die neue Tschechin
Karla Kalecka (Nr. 18) verlässt ihren Stammverein und heuert in Winterthur an. (Bild Damian Keller)

Dass die tschechische Internationale in der Schweiz landet, hat zwei Gründe. Einerseits wollte sie im deutschsprachigen Ausland wie in Prag weiter Jus studieren, wobei die Schweiz diesbezüglich unihockeytechnisch erste Wahl war. Zudem wollte auch ihr Freund Adam Stegl (ex-HCR) wieder in die Schweiz. Gesagt, getan - Stegl hat mittlerweile bei den Kloten-Bülach Jets unterschrieben, Karla Kalecka bei den Red Ants.
Der erste Kontakt in die Schweiz erfolgte mit Zug United, doch als ihr die Zentralschweizerinnen beschieden „bereits eine gute Verteidigerin gefunden zu haben", war dieser Weg zu Ende, noch ehe er begonnen hatte. „Komisch. In Tschechien versucht man jeweils im Sommer das bestmögliche Kader zu finden und macht den Cut dann im Herbst", wundert sich die Tschechin über die Vorgehensweise. Nach einigen Gesprächen mit der Red-Ants-Cheftrainerin Kati Eteläpää sagte diese Danke und alles war gefixt.

Alles neu
„Ich bin glücklich, bei den Red Ants spielen zu können. Ich gehe davon aus, dass die Bedingungen so professionell wie bei den Tigers sein werden", freut sich Kalecka auf ihre neue Aufgabe, zeigt sich aber auch traurig darüber, ihren Stammverein zu verlassen. „Bei den Tigers bin ich gross geworden, ich habe nie woanders gespielt und hatte noch nie andere Trainer", sagt sie. Gerade deshalb sei der Transfer in die Schweiz aber auch eine Herausforderung. „Ich hoffe, im sportlichen, privaten und beruflichen Umfeld viel zu lernen. Es wird viel Eigenverantwortung und Unabhängigkeit brauchen."
Stegl und Kalecka planen vorderhand ein Jahr in der Schweiz zu bleiben - ein längerer Aufenthalt ist jedoch nicht ausgeschlossen. „Ich muss aber nächstes Jahr mein Studium abschliessen", sagt die beruflich ehrgeizige Tschechin.

 

Keller Damian
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