02.
Dietlikon besiegt die Piranhas
Zwei Drittel lang schien das Spiel den üblichen Verlauf zu nehmen. Die Piranhas aus Chur führten mit drei Toren Vorsprung. Mit einem völlig entfesselten Auftritt drehte der UHC Dietlikon das Spiel jedoch im letzten Drittel zu einem 5:4 Sieg.
Dietlikon jubelt nach dem Sieg im Spitzenkampf (Bild André Burri)
Man braucht keine Statistiken zu bemühen um zu wissen, dass die Churer Piranhas an diesem Abend – wie immer in dieser Saison – als Favorit in die Partie gingen. Doch auch die Resultate des UHCD aus den letzten Partien dürfen sich zeigen lassen. Es durfte eine Partie auf höchstem Niveau erwartet werden.
Der übliche Verlauf
Beide Teams gaben von Anfang an Vollgas. Ein Abtasten, wie es sonst oft zu sehen ist, fehlanzeige. Die Gäste aus Chur erarbeiteten sich schnell ein Chancenplus. Der Führungstreffer durch Tiia Ukkonen war dann aber doch eher glücklich. Ihr Schuss prallte von der Dietliker Verteidigung ins Tor. Die Gastgeberinnen konnten das Tempo zwar weitestgehend mitgehen, aber eben nicht ganz. Manuela Dominioni umlieff ihre Gegenspielerin in der 13. Minute und überlistete auch gleich noch Sarah Schwendener im Tor der Gelb-Blauen. Das 0:3 wenige Sekunden vor der ersten Pause dann war eines der kurioseren Sorte. Zuerst erkämpfte sich Mirca Anderegg hinter dem Dietlikon-Tor den Ball auf etwas fragwürdige Art und Weise. Aus dem Gewühl vor dem Tor dann schob Sonja Putzi den Ball irgendwie über die Linie.
Entfesseltes Dietlikon
Das Heimteam zeigte im Mittelabschnitt eine klare Reaktion. Nun waren es nicht mehr die Gäste welche sich ein Chancenplus erarbeiteten, sondern der UHCD. Trotz zwei Überzahlsituationen wollte der Ball den Weg aber nicht in das Piranha-Tor finden. Der dritte Spielabschnitt hätte für die Gelb-Blauen dann nicht besser beginnen können. Nach nur 11 Sekunden gelang dem Heimteam der erste Treffer. Nina Bärtschi und Violetta Vögeli erarbeiteten sich den Ball in der Offensivzone und bedienten die völlig alleine vor dem Tor stehende Michelle Wiki mustergültig. Nur gut zwei Minuten später gelang Simone Berner bereits der Anschlusstreffer. Das Heimteam spielte nun völlig entfesselt. Chur fand kein Mittel gegen das aggressive Forechecking des Heimteams. So kam auch der Ausgleich in der 45. Minute durch Céline Chalverat alles andere als überraschend oder unverdient. Gleichzeitig sah sich Fabian Disch gezwungen sein Time-Out zu nehmen. Das Spiel Churs besserte sich in der Folge zwar wieder etwas, doch das störte den Lauf des UHCD nicht grossartig. Bärtschi legte ein Solo der Extraklasse auf den Parkett und bediente Wiki wiederum mustergültig zur erstmaligen Dietlikon-Führung an diesem Abend. Auch Chalverat traf zu ihrem zweiten, wieder nach einem Abpraller Vitettis. Putzis Anschlusstreffer kurz vor dem Ende – Piranha spielte ohne Torhüterin – brachte das Heimteam auch nicht mehr aus dem Konzept.
Dietlikon schaffte es den Churern die erste Niederlage in der aktuellen Meisterschaft beizufügen. Nicht unverdient, vor allem das letzte Drittel war wohl das Beste in der ganzen bisherigen Saison für das Heimteam. Überhaupt durfte die Partie sich sehen lassen. Dietlikon und Chur boten dem Publikum Damenunihockey auf höchstem Level. Emotional glich die Partie teilweise schon fast einem Derby oder Playoffspiel.
UHC Dietlikon – Piranha Chur 5:4 (0:3, 0:0, 5:1)
Hüenerweid, Dietlikon. 164 Zuschauer. SR Elmer/Schellenberg.
Tore: 4. Ukkonen (Ulber) 0:1. 13. Dominioni (Kornberger) 0:2. 20. Putzi (Simona Streiff) 0:3. 41. Wiki (Vögeli) 1:3. 43. Berner (Suter) 2:3. 45. Céline Chalverat (Andrea Streiff) 3:3. 49. Wiki (Bärtschi) 4:3. 53. Céline Chalverat (Ackermann) 5:3. 58. Putzi (Rüttimann) 5:4.
Strafen: keine Strafen gegen UHC Dietlikon. 2mal 2 Minuten gegen piranha chur.
Dietlikon: Schwendener; Berner, Wüthrich; Hollenstein, Zimmermann; Vögeli, Wiki, Bärtschi; Suter, Rittmeyer, Ertürk; Streiff, Chalverat, Ackermann; Bickel.
Chur: Vitetti; Arpagaus, Streiff; Gabathuler, Marti; Bürgi, Kornberger; Anderegg, Putzi, Rüttimann; Pasanen, Ulber, Ukkonen; Dominioni, Russi, Rossier.







