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09.
Nati Frauen A | Autor: Streiter Constantin

Chiara Gredig: "Ein sehr lehrreiches Spiel"

Nach der 1:6-Niederlage gegen Schweden konnten wir uns mit Chiara Gredig über das Spiel, die Einordnung der Niederlage nach zuletzt zwei Siegen gegen die Schwedinnen und den vergangenen Sommer unterhalten. Besonders freut sich Gredig aber auf das Spiel am Sonntag gegen Tschechien.

Chiara Gredig: Chiara Gredig ist eine der wichtigsten Schweizer Verteidigerinnen. (Bild: Dieter Meierhans)

Die Intensität im Spiel gegen Schweden heute erschien uns gleich von Beginn an viel höher als gestern gegen Finnland. Habt ihr das auf dem Feld auch so empfunden? 
Chiara Gredig: Es war definitiv mehr Speed und mehr Intensität drin. Sie fuhren im Vergleich zu Finnland einen höheren Gang. Es ging alles schneller und auch der Ball lief schneller.

Bei den Schwedinnen wusste man, dass sie etwas gutzumachen haben, nach dem 4. Platz an der WM in Ostrava. Wie habt ihr versucht, euch auf sie einzustellen, und was hättet ihr besser machen müssen? 
Wir haben gewusst, dass sie mit einem anderen Team antreten als vor neun Monaten und dass sie physisch stark sein werden. Aber auch spielerisch und technisch, da sind sie natürlich immer noch sehr stark. Wir stehen natürlich auch noch am Anfang einer Kampagne, es werden Siege und Niederlagen kommen, das gehört dazu. Man kann nicht damit rechnen, Schweden jetzt einfach jedes Mal zu besiegen. Wir müssen aber noch einmal hinter die Bücher, was die Verteidigungsarbeit betrifft. Wie wir reagieren, wenn sie das Spiel so schnell aufziehen, wie sie es heute gemacht haben. Es war ein sehr lehrreiches Spiel. Zudem müssen wir geduldig bleiben, wenn es einmal nicht so läuft wie erwünscht.

Genau, irgendwie müssen wir das einordnen: Ihr habt Schweden in Chur und in Ostrava geschlagen - davor aber 20 Jahre lang nicht. Drückt es nicht auch für das neue Schweizer Selbstvertrauen, dass man heute auf das Feld geht und gegen Schweden von Anfang an gewinnen will? 
Es ist sicher gut, haben wir diese Erwartung an uns. Wir gehen auch in Zukunft mit viel Selbstvertrauen aufs Feld. Wir wissen, dass wir sie schlagen können, aber auch, dass das nicht immer gelingen wird. Das ist gegen Finnland und Tschechien das gleiche. Unsere vier Teams sind so nah beieinander, einmal gewinnen wir und einmal die anderen. Das macht den Reiz ja eigentlich auch gerade aus.

Du hast es bereits angesprochen, es ist eine neue Kampagne. Vier, fünf oder sechs Spielerinnen sind neu dabei, bestreiten ihre erste EFT. Die Integration scheint sehr gut zu laufen, nicht wie ein Umbruch oder so? 
Ich muss ehrlich sagen, Integration in diesem Team ist ein Selbstläufer. Da haben wir sehr viel Glück, aber wir arbeiten natürlich auch dafür. Wir integrieren die Neuen, aber sie machen es auch sehr gut. Auch spielerisch, da bin ich sehr beeindruckt. Die neuen Spielerinnen haben bisher extrem gute Spiele gezeigt. Der Staff integriert sie gut, wir als Team integrieren sie gut und sie sich selber auch. Es läuft teammässig sehr gut und das ist unser Fundament.

Kurz zu dir persönlich, du wirst deine 6. Saison in der SSL in Angriff nehmen. Wie sieht ein typischer Sommer im Leben der Chiara Gredig aus? Kommst du "nur" für die Nati in die Schweiz oder kannst du im Sommer etwas Zeit hier verbringen? Hast du da berufliche Freiheiten, von wo aus du arbeiten kannst? 
Es ist immer etwas unterschiedlich. Diesen Sommer - mit der Hitze - hatte ich das Glück, sogar nach Norwegen reisen zu können. Aber ich habe einen Job in Schweden, in dem ich verpflichtet bin, auch vor Ort anwesend zu sein. Oft bin ich im Mai zwei Wochen in der Schweiz, rund um die Nati-Zusammenzüge, und kann dann von zuhause aus arbeiten. Im Juli sind dann auch in Schweden Ferien und wir haben bei Endre vier Wochen trainingsfrei. Ich arbeite immer noch eng mit Felix Stutz vom "SportOrt" zusammen und habe einen individuellen Trainingsplan. Wenn ich in Schweden bin, trainiere ich aber natürlich mit dem SSL-Team. Im Juli bin ich oft auch zwei, drei Wochen in der Schweiz, was ich mir je nach Datum der Nati-Zusammenzüge einrichte. Es ist also mal so, mal so, und beides sind wunderschöne Orte.

Blicken wir noch kurz voraus, morgen warten die Tschechinnen. Deine spontanen Gedanken dazu? 
Ich freue mich extrem auf dieses Spiel. Gegen sie ist es immer ein bisschen wie "Derby-Stimmung". Man kennt sich auch sehr gut. Es wird sicher wieder sehr intensiv. Sie sind sehr stark, ich würde sagen, sie haben eine bessere Verteidigung als Schweden und Finnland. Da müssen wir sicher noch einmal schauen, wie wir das Spiel mit Ball aufziehen können. Sie hatten aber auch ein paar Abgänge, ein paar Rücktritte, darum bin ich gespannt, wie ihre neuen Spielerinnen es im Vergleich mit unseren Neuen machen werden. Es sicher wieder ein sehr cooles Spiel.

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8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
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