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Weltmeisterinnen starten mit Sieg in die Heim-EFT
Die Schweiz bezwingt Finnland im ersten Spiel der EFT in Gümligen mit 6:2. Nach einem guten Startdrittel gerät das Team von Oscar Lundin in der 25. Minute zwar in Rückstand, kann die Partie im Schlussdrittel aber zu seinen Gunsten entscheiden.
Das Schweizer Team hatte zu Beginn der Partie gegen Finnland mehr Ballbesitz. Die Finninnen waren einzig mit einem kurzen Konter gefährlich, doch Lara Heini parierte souverän. Auf der anderen Seite hatte das «Radar-Paar» Fitzi/Wyss (die eine weiss jederzeit, wo sich die andere befindet) die besten Aktionen mit Ball, und in der 7. Minute war es tatsächlich ein perfektes Volley-Zuspiel von Seraina Fitzi auf Anja Wyss, das zum 1:0 aus kürzester Distanz führte.
Kurz darauf hatte Kapitänin Isabelle Gerig eine Top-Chance, schoss jedoch ein bisschen zu hoch. Nun war auch der Zuger Sturm mit Gerig, Spichiger und Ediz sehr druckvoll, die finnische Torhüterin zeigte in dieser Phase einige starke Paraden. Nach 14 Minuten gab es eine Strafe gegen die Schweiz. Das Boxplay funktionierte zuerst sehr gut, doch dann kombinierten sich die Finninnen sehenswert zum 1:1-Ausgleich. Die Schweiz machte gleich wieder Druck, doch das Startdrittel endete unentschieden, obwohl das Heimteam insgesamt besser spielte.
Schweiz fängt sich nach Rückstand
Nach dem Seitenwechsel wurde Anja Wyss früh in sehr guter Abschlussposition angespielt, traf jedoch den Ball nicht wie gewünscht. Danach hatte Finnland einige gute Chancen, doch Lara Heini behielt die Übersicht. In der 25. Minute war die Bündnerin dann aber geschlagen: Nach einem Freistoss in der Ecke fand ein Weitschuss von Oona Kauppi - ihre Schwester Veera verpasst die EFT, da sie eine leichte Verletzung auskuriert - zur finnischen Führung. Die Schweizerinnen standen nun etwas tiefer, Finnland hatte in dieser Phase öfter den Ball.
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Dann kassierte die Schweiz wieder eine Strafe, blieb diesmal aber im Boxplay ohne Gegentor. Das Spiel war nun etwas ruppiger, die Schweiz fand aber auch wieder zurück zu besseren Offensivaktionen. In der 38. Minute hatte Annika Morf einen Energieanfall und konnte Ronja Niederberger bedienen, die souverän zum 2:2-Ausgleich traf. Für Niederberger war es ihr erstes Tor im ersten A-Länderspiel und auch Morf war an diesem Abend Debütantin im Schweizer Team.
Effizientes Schlussdrittel
So mussten die letzten 20 Minuten über den Ausgang der Partie entscheiden. In ihrem ersten Einsatz spielte Linn Larsson gleich das Zuspiel für eine gute Tormöglichkeit von Isabelle Gerig, doch die Zugerin reüssierte erneut nicht. So war es in der 44. Minute wieder das Duo Fitzi/Wyss, das die Schweiz zum zweiten Mal in Führung brachte. Die Finninnen gerieten nun wieder mehr unter Druck und nahmen kurz nach dem Schweizer 3:2 ihr Timeout.
In der Folge hatten beide Teams gute Chancen, die Finninnen agierten in diesem Spiel aber insgesamt etwas zu wenig präzise und kaltblütig. So gelang Norina Reusser in der 53. Minute nach einem Steilpass von Ronja Niederberger allein vor dem gegnerischen Tor das vorentscheidende 4:2. Die Finninnen rannten weiter an, doch die Schweiz spielte clever und traf in der 58. Minute noch zweimal ins leere Tor.
So endete die Partie mit einem Sieg für die Schweiz, die in zwei von drei Dritteln das bessere und insgesamt auch das effizientere Team war. Am Samstag geht die EFT in Gümligen mit der Partie gegen Schweden um 16:00 Uhr weiter.
Frauen EFT 2026 in Gümligen
Schweiz - Finnland 6:2 (1:1, 1:1, 4:0)
Mobiliar Arena, Gümligen. 725 Zuschauer. SR Husakova/Patera (CZE)
Tore: 7. Wyss (Fitzi) 1:0. 16. Nissilä (Hämäläinen) 1:1 (Überzahltor). 25. Kauppi (Laitila) 1:2. 38. Niederberger (Morf) 2:2. 44. Wyss (Fitzi) 3:2. 53. Reusser (Niederberger) 4:2. 58. (57:02) Fitzi 5:2 (ins leere Tor). 58. (57:33) Gerig (Spichiger) 6:2 (ins leere Tor).
Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Heini; Härtsch, Stettler; von Arx, Gredig; Ritter, Behluli; Larsson; Wyss, Wick, Fitzi; Gerig, Ediz, Spichiger; Niederberger, Morf, Reusser; Faisst, Suter.
Finnland: Maaranen; E. Pietilä, Maikola; Westerlund, Pitkäkangas; Mettälä, Kippilä; Granlund; O. Pietilä, Valtola, Latvala; Nissilä, Höynälä, Hämäläinen; Vilenius, Laitala, Kauppi; Järvinen, Purhonen.
Bemerkungen: 44:33 Timeout Finnland. Lisa von Arx (Schweiz) und Henrika Maikola (Finnland) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.