09.
Schweiz verliert intensive Partie gegen Schweden
An der Heim-EFT in Gümligen muss sich die Schweiz den Schwedinnen mit 1:6 geschlagen geben. Die Weltmeisterinnen können das hohe Tempo nicht immer mitgehen und geraten im Mitteldrittel entscheidend in Rücklage.
Vor dem Sieg an der EFT im Oktober 2025 hatten die Schweizerinnen gegen Schweden 20 Jahre lang nicht gewonnen - es folgten Siege in Chur und im Halbfinal der WM in Ostrava. Die Schwedinnen hatten dementsprechend einiges gutzumachen und schlugen von Beginn weg ein hohes Tempo an. Nach vier Minuten hatten sie eine erste sehr gute Torchance, doch Torhüterin Ladina Töndury war zur Stelle. Die Schwedinnen stürmten weiter vorwärts, doch es fehlte meist etwas die Präzision in den Angriffsversuchen.
Dies änderte sich, als nach 13 Minuten die erste Strafe des Spiels gegen die Schweiz ausgesprochen wurde. In Überzahl machte Schweden viel Druck und traf zum 0:1. Die Schweizerinnen waren schon länger nicht mehr gefährlich im Angriff erschienen, doch dann hatte Mirjam Wyss in ihrem ersten A-Länderspiel eine gute Möglichkeit. Kurz vor der Pause konnte sich auch die Schweiz im Powerplay versuchen und hatten zwei gefährliche Abschlüsse, doch es blieb beim 0:1-Zwischenstand.
Mitteldrittel vorentscheidend
Das restliche Überzahlspiel verstrich nach der Pause ohne nennenswerte Chancen und kurz nach Ende der Strafe konnte Schweden mit einem satten Schuss aus dem linken hohen Slot auf 0:2 erhöhen. Beide Teams versuchten nun, konsequent vorwärts zu spielen und die Halle jubelte bereits über das erste Schweizer Tor, doch der Schuss von Isabelle Gerig war im Aussennetz gelandet. Die Schweizer Angriffsbemühungen führten nun vermehrt zu Konterangriffen der Schwedinnen, die diese extrem schnell und gradlinig spielten. So kam es kurz vor Spielhälfte auch zum 0:3. Die Schweizerinnen fingen sich etwas, kassierten vor der Pause aber noch einen weiteren Gegentreffer.
Schadensbegrenzung gelungen
Nach dem zweiten Seitenwechsel konnten erneut die Schwedinnen früh jubeln. Das Verdikt aus Schweizer Sicht war nun mit 0:5 etwas brutal, doch nur 28 Sekunden später konnten auch die einheimischen Fans jubeln. Ronja Niederberger traf in ihrem zweiten A-Länderspiel zum zweiten Mal und verkürzte in der 43. Minute zum 1:5. Die Partie verlor nun etwas an Tempo und Intensität - für die Schweizerinnen lag keine Wende mehr drin, doch sie liessen auch weniger Torchancen zu als noch im Mitteldrittel. Der Versuch ohne Goalie und mit einer sechsten Feldspielerin misslang dann allerdings und Schweden traf in der 59. Minute zum 1:6-Schlussresultat.
Bereits morgen steht um 16:00 Uhr das dritte und letzte Spiel des Frauen A-Nationalteams in Gümligen auf dem Programm. Gegen Tschechien kommt es zur Revanche vom WM-Final 2025 in Ostrava, den die Schweizerinnen nach einem dramatischen Kampf mit 2:0 für sich entscheiden konnten.
Frauen EFT 2026 in Gümligen
Schweiz - Schweden 1:6 (0:1, 0:3, 1:2)
Mobiliar Arena, Gümligen. 1016 Zuschauer. SR Husakova/Patera (CZE).
Tore: 14. Nordstrand (Viström) 0:1 (Überzahltor). 23. Lindgren (Hammar) 0:2. 30. Stenberg (Ljunggren) 0:3. 39. Sandlund (Nordstrand) 0:4. 42. (41:14) Ljunggren (Stenberg) 0:5. 42. (41:42) Niederberger (Fitzi) 1:5. 59. Hammar (Viström) 1:6 (ins leere Tor).
Strafen: 1x2 Minuten gegen die Schweiz. 1x2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz: Töndury; Härtsch, Stettler; Larsson, Gredig; von Arx, Ritter; Behluli; Niederberger, Wick, Fitzi; Gerig, Morf, Reusser; Suter, Faisst, Wyss; Ediz, Spichiger.
Schweden: Östlund Visén; Lindgren, Johansson; Boric Svärd, Stenvall; Ekelinde, Hedman; Andersson; Bäckstedt, Viström, Hammar; Stenberg, Vuontisvaara, Ljunggren; Nordstrand, Öhgren, Sandlund; Lundin, Rasmussen.
Bemerkungen: 28:53 Timeout Schweden. 35:18 Timeout Schweiz. Linn Larsson (Schweiz) und Matilda Lindgren (Schweden) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.