09.
Schwedische Teams dominieren EFT
Sowohl in Gümligen wie auch im tschechischen Chomutov dominiert das schwedische A-Nationalteam die jeweilige EFT mit drei überzeugenden Siegen in drei Spielen.
Nicht nur die Schweizer A-Nationalteams hatten am vergangengen Wochenende gegen ihre schwedischen Kontrahenten einen schweren Stand. An beiden EFT-Turnieren setzte sich Schweden deutlich durch und kassierte in total sechs Spielen nur sechs Gegentore. Im Gegensatz dazu ging Finnland bei den Frauen und bei den Männern leer aus - null Punkte und in keinem einzigen Spiel mehr als drei erzielte Tore. Dass dies insbesondere bei den Männern im Hinblick auf die WM im Dezember noch nichts bedeuten muss, sah man 2024 in Winterthur (September-EFT) und Malmö (WM). Bei den Frauen fehlte mit Veera Kauppi zudem die herausragende Spielerin, sie erholte sich im Sommer von einer Verletzung und stand auch im Champions Cup mit Thorengruppen nicht im Einsatz. Ihr Ziel ist es, beim Saisonstart in der SSL wieder fit zu sein.
In Gümligen zeigte sich, dass der Schweizer Weltmeistertitel kein Zufallsprodukt war und das Team trotz einiger Veränderungen positiv in die Zukunft blicken kann. Das tschechische Team befindet sich nach der Heim-WM im Umbruch und setzte vor allem auf die Paradelinie um Karolina Klubalova und Anna Bruchackova, um offensiv erfolgreich zu sein. Dies gelang aber nur gegen die Finninnen (8:3-Sieg), gegen Schweden blieben die Tschechinnen chancenlos und das Spiel am Sonntag gegen die Schweiz war auf beiden Seiten von Fehlern und Ungenauigkeiten geprägt - Müdigkeit und Hitze waren den Spielerinnen beider Teams anzumerken. Schweden hingegen zeigte eine klare Reaktion auf das Debakel von Ostrava (4. Platz) und dominierte alle drei gegnerischen Teams schon nur athletisch sehr deutlich. In der Form von Gümligen werden die Schwedinnen bald wieder zum klaren Favoriten - von 2007 bis 2023, also vor und nach den zwei Schweizer Weltmeistertiteln, gewann Schweden an der WM jedes Mal die Goldmedaille.
Bei den Männer überragte das Duo Gabriel Kohonen / Sakarias Ulriksson in Chomutov die Konkurrenz. Besonders die Finnen wurden von den beiden jungen Storvreta-Stürmern brutal abgeschossen, wobei Kohonen einmal mehr als Vorbereiter glänzte und Ulriksson als Vollstrecker. Bis zur 34. Minute schoss Ulriksson drei Tore, allesamt auf Pass von Kohonen, der darauf noch einen weiteren Assist und ein Tor folgen liess. Auch bei den Männern scheint man heiss auf Wiedergutmachung für die letzte WM, bei der vor heimischem Anhang im Final ein 4:0-Vorsprung gegen den Erzrivalen aus Finnland verspielt wurde.
Resultate Männer-EFT
Finnland-Schweiz 3:4
Tschechien-Schweden 0:4
Schweden-Finnland 8:2
Schweiz-Tschechien 2:1
Schweden-Schweiz 8:2
Tschechien-Finnland 3:2
Tabelle
1. Schweden, 9 Punkte, 20:4 Tore
2. Schweiz, 6 Punkte, 8:12 Tore
3. Tschechien, 3 Punkte, 4:8 Tore
4. Finnland, 0 Punkte, 7:15 Tore
Resultate Frauen-EFT
Tschechien - Schweden 0:4
Schweiz - Finnland 6:2
Finnland - Tschechien 3:8
Schweiz - Schweden 1:6
Schweden - Finnland 4:1
Schweiz - Tschechien 1:2
Tabelle
1. Schweden, 9 Punkte, 14:2 Tore
2. Tschechien, 6 Punkte, 10:8 Tore
3. Schweiz, 3 Punkte, 8:10 Tore
4. Finnland, 0 Punkte, 6:18 Tore