17.
05.

Schweizer Schreck überlebt

Hilska Mika

Von: Hilska
Mika

Die Fakten sind: Finnland hat drei der letzten vier U19-Weltmeisterschaften gewonnen, bei den Männern waren es drei der letzten fünf Weltmeisterschaften. Beim aktuellen Triumph Anfang Mai in Växjö lag der Erfolg auf Messers Schneide. Drei Tore gegen die Schweiz im Halbfinale im Hintertreffen zu sein und das sechs Minuten vor Spielende - es sah ganz und gar nicht nach dem nächsten Weltmeistertitel aus. Nicht einmal Justus Kainulainen, Joona Rantala oder Heikki Iiskola fanden ein Mittel, um die aufopfernd kämpfende rote Defensive zu knacken. In meinem Kopf habe ich mir schon Kommentare zurechtgelegt, mit Schlagzeilen wie: Finnland scheitert wie vor vier Jahren in Hamburg an der Schweiz im Halbfinal. In der Zeit als Peter Kotilainen, Nico Salo und Krister Savonen nicht gegen eine starke Schweizer Teamleistung ankamen. Unsere Stars waren damals nicht bereit, um zu gewinnen - aber schau was Kotilainen, Salo und Savonen seit der Schlappe damals schon erreicht haben. Gedanken wie diese gingen mir in diesen Minuten durch den Kopf.

Doch dann kam das feine Tor von Joona Rantala nach dem Fehler eines Schweizers zum 4:6 und es waren noch mehrere Minuten zu spielen. Gerade in Juniorenspielen wechselt das Momentum sehr schnell. Alles was sicher zu sein schien, war nun wieder offen, mehr noch als in Spielen der A-Nationalmannschaft. Wiederum versuchte ich mich in die Köpfe der Schweizer Spieler hineinzuversetzen - alle traumatischen Erinnerungen an vergangene bittere Niederlagen gegen Schweden und Finnland kommen in diesen Momenten hervor und nun passiert es erneut. Natürlich konnte ich nicht die Gedanken der Spieler lesen. Die Anzeichen auf dem Feld straften mich aber keine Lügen. Der Ball zog die Spieler in Rot wie ein Magnet an und der bis dahin aufopferungsvolle Kampf verwandelte sich in ein gedankenloses Hin- und Herrennen. Für Finnland wäre es trotzdem beinahe vorbei gewesen - jeder abgefeuerte Ball in Richtung des finnischen Tores hätte der Todesstoss sein können. Doch keinBall schaffte den Weg über die Linie. Finnland bäumte sich auf und siegte in der Verlängerung auf für die Schweiz grausame Art und Weise. Und Justus Kainulainen, Joona Rantala und Heikki Iiskola gingen allen anderen voran, erzielten kaltschnäuzig Tore, als diese am meisten gebraucht wurden.

In Finnland wurde das eigene Team schon vor Turnierbeginn als Titelfavorit gehandelt - was nicht oft in diesem von Schweden dominierten Sport vorkommt. Experten meinten, das Kader sei gar mit noch talentierteren Spielern besetzt als vor zwei Jahren in Helsingborg. Ein Team, das in diesem Jahr sehr nahe an einer Niederlage vorbeigeschrammt ist - aufgrund einer bedingungslos kämpfenden Schweizer Mannschaft. Mit der Goldmedallie um den Hals meinte Trainer Heikki Luukkonen, dass der Sieg gegen die Schweiz der entscheidende Moment auf dem Weg zum Titel war: «Nach solch einem Comeback gegen die Schweiz bestand für Schweden keine Chance mehr uns zu besiegen.»

Wir werden sehen, wer in Zukunft die Titel nach Hause nimmt. Das finnische Unihockey arbeitet jedenfalls hart daran, einer der Titelkandidaten zu sein. Immer mehr Trainer sind hervorragend ausgebildet, 550 potentielle Unihockeystars besuchen ein Sportgymnasium, in dem sie die Möglichkeit erhalten, am Morgen zusätzliche Trainings zu absolvieren - sodass acht bis neun Trainings in der Woche zur Normalität werden.

Okay, bevor ich mich auf den Weg zu den letzten Spielen in dieser Saison machte, spielte mir der Winter mit seinem Comeback einen üblen Streich. Statt in Berlin Tegel schnell... Endlich Sommer
Superfinal III ist Geschichte, Polo und seine Crew haben die Swiss Arena geputzt, Zeit kurz zurückzuschauen. Der dritte Superfinal wird als der erste in die Geschichte... Grosses Kino
Letzten Samstag war es wieder soweit. Ladenschluss. Tausende von Schoggi-Hasen blieben unverkauft in den Regalen stehen. Aber was passiert mit diesen Hasen? Ihr Ende ist... Wohin mit den Osterhasen?

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Tabellen

1.SV Wiler-Ersigen177:10757
2.HC Rychenberg Winterthur138:9648
3.Grasshopper Club Zürich174:12447
4.UHC Alligator Malans145:10144
5.Chur Unihockey144:11740
6.Floorball Köniz132:11135
7.Tigers Langnau130:12435
8.Kloten-Bülach Jets133:14527
9.Waldkirch-St. Gallen115:14426
10.UHC Uster109:14322
11.UHC Thun111:1799
12.UHC Grünenmatt105:2226
1.UHC Dietlikon115:5453
2.piranha chur118:7446
3.Wizards Bern Burgdorf119:7746
4.R.A. Rychenberg Winterthur87:9230
5.Skorpion Emmental Zollbrück96:11030
6.Zug United87:11126
7.UH Red Lions Frauenfeld80:12516
8.Aergera Giffers72:1315
1.Zug United217:9063
2.Floorball Thurgau160:12051
3.Unihockey Basel Regio143:11245
4.Ad Astra Sarnen146:12439
5.UHC Sarganserland135:12637
6.Unihockey Langenthal Aarwangen113:12428
7.RD March-Höfe Altendorf126:13325
8.Ticino Unihockey142:16324
9.I. M. Davos-Klosters134:15724
10.Regazzi Verbano UH Gordola145:18024
11.UHT Schüpbach106:15624
12.Olten Zofingen90:17212
1.Waldkirch-St. Gallen94:6449
2.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf87:6549
3.Unihockey Berner Oberland117:6447
4.UH Lejon Zäziwil84:8330
5.FB Riders DBR86:8028
6.Mendrisiotto Ligornetto73:10623
7.Unihockey Basel Regio80:11416
8.Floorball Uri61:10610

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