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Pascal Schmuki: «Der Final ist für Storvreta Pflicht»
Champion-Cup-Abend in Prag mit zwei schwedischen Siegen - und dem Schweizer Pascal Schmuki mittendrin. Der Nati-Crack schaffte mit Storvreta erneut den Einzug ins Endspiel und trug ein wichtigen Treffer dazu bei.
Zwei Halbfinal-Krimis in Prag. Tatrans Frauen holten gegen Kalmarsund (mit drei Tschechinnen im ersten Block) trotz wenig Ballbesitz den nötigen 4:3-Sieg in der regulären Spielzeit, um nach dem 0:6 im Hinspiel eine Verlängerung zu erzwingen. Da diese torlos blieb, kam es zum Penaltyschiessen, in dem die Tschechinnen 2:0 vorlegten und nahe an der Sensation waren. Dann versagten aber die Nerven - die weiteren Versuche kamen nicht mal mehr aufs schwedische Gehäuse, während Stankova, Kubeckova und Rasmussen Kalmarsund in den Final gegen Thorengruppen schossen.
Bei den Männern war es ebenfalls knapp. Tatran ging gegen den Titelverteidiger Storvreta zweimal in Führung, kassierte aber kurz vor Schluss einen Kohonen-Emptynetter zum 2:3. Der Ausgleich zum 3:3 sieben Sekunden vor Schluss durch Benes hatte nach dem 4:2-Sieg Storvretas in Uppsala nur noch statistischen Wert.
Schmuki an vorderster Front
Der Schweizer Internationale Pascal Schmuki lief über weite Strecken im ersten Block um Gabriel Kohonen und Sakarias Ulriksson auf und traf per Backhand im Slot zum zwischenzeitlichen 2:2. Wir haben uns mit dem Zürcher Oberländer nach dem Spiel in der Prager Sporthalle Repy unterhalten.
Ein enges Spiel - deine Einschätzung dazu?
Pascal Schmuki: Von unserer Seite war es keine hochspektakuläre Leistung, aber wir stehen im Final. Nur das zählt.
Bist du auch in der SSL oft mit Kohonen und Ulriksson im Block - und dann auch noch so oft weit vorne vor dem gegnerischen Tor wie heute gegen Tatran?
Wir spielten auch schon so, ja. Mein Verteidigungskollege Oscar Magnusson und ich werden rotiert. Da Ulriksson und Kohonen auch gerne das Spiel von hinten aufbauen, ist es unser Job, mit Vorstössen in der Mitte für Raum zu sorgen.
Und wenn du dann schon mal vor dem gegnerischen Tor stehst und von Magnusson angespielt wirst...
... dann buche ich den natürlich, daher stehe ich ja dort (lacht).
Der HC Rychenberg fand im Viertelfinal gegen Tatran «eine kleine Garderobe mit drei Stühlen drin» vor. Ihr auch?
Ja. Wir nahmen es mit Humor und liessen uns davon nicht negativ beeinflussen. Die Unterkunft ist direkt im Sporthotel nebenan, wir duschen dort. Kein Problem.
Wie reist Storvreta zu so einem Champions-Cup-Halbfinal?
Wir sind am Spieltag geflogen - wir hatten um 6 Uhr in Uppsala Tagwache, konnten vor dem Spiel aber noch etwas relaxen. Zurück geht es am Morgen danach, um den Mittag herum landen wir in Stockholm, wo uns der Teamcar abholt.
Kommt vor so einem Spiel jemand vom Vorstand in die Garderobe, um den Finaleinzug zu fordern?
Das ist nicht nötig. Alle wissen, dass für Storvreta nur den Final bzw. Gold zählt. Auch nach dem Abgang von einigen Topspielern haben wir weiterhin die nötige Überzeugung, um das zu schaffen.
Dann nimmst du diese Überzeugung im Dezember hoffentlich auch mit an die WM nach Tampere.
Das ist das Ziel (schmunzelt). Aber jetzt gilt der Fokus erst einmal den nächsten Spielen in der SSL. Alles geht Schlag auf Schlag, du darfst im Kalender gar nicht zu weit nach vorne schauen und musst Woche für Woche anpacken.
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Schmuki und Storvreta stehen erneut im Champions-League-Final. (Bild: Adam Troy)