21.
12.
2022
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

"Die langen Unterbrüche sind schwierig"

Nicole Mattle zieht nach dem Heimsieg der Red Ants gegen die Floorball Riders - dem letzten Spiel des Kalenderjahres - eine Zwischenbilanz.

Warum wurde die frühe Dreitoreführung nach sechs Minuten gegen die Riders nicht zu einem „lockeren" Heimsieg genutzt?
Nicole Mattle: Wir fühlten uns wohl zu sicher, nahmen es zu locker und haben unbewusst einen Gang zurückgeschaltet. Es ging mit drei Toren aus vier Chancen zu Beginn zu leicht, wir hätten bissiger bleiben müssen.

Und wenn der Gegner dann aufholt, ist es schwierig, den Hebel wieder umzulegen?
Ja, obwohl wir das knappe Spiel aus der Vorrunde noch im Kopf hatten und diese Situation jetzt auch langsam kennen sollten. Zum Glück haben wir am Schluss die richtige Reaktion gezeigt und doch noch 7:6 nach Verlängerung gewonnen. Und es ist gut zu wissen, dass unser 6-gegen-5-Überzahlspiel funktioniert.

Fühlt sich so ein Sieg in der Verlängerung aus Sicht einer Spielerin eigentlich intensiver an als ein Sieg in der regulären Spielzeit, obwohl ja ein Punkt abgegeben wurde?
Ein Sieg in der Overtime fühlt sich immer intensiv an, weil direkt nach dem Treffer das Spiel zu Ende ist. Schon auf dem Weg zur Garderobe ärgert man sich aber darüber und fragt sich, warum der Sieg nicht schon vorher sichergestellt werden konnte.

Welche Bilanz ziehst du nach der letzten Partie des Kalenderjahrs 2022?
Wir zeigten eine durchzogene Vorrunde mit einigen unnötigen Punktverlusten, nun einen guten Start in die Rückrunde. Schade, dass jetzt schon wieder eine dreiwöchige Pause ansteht, wir waren gerade gut im Flow. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir im Januar weitere Punkte holen werden und auch mal „den Grossen" ein Bein stellen können.

Du sprichst die Weihnachtspause an. Zuvor gab es schon einen ganzen Monat Pause wegen der EFT und der Männer-WM, davor auch schon mal einen zweiwöchigen Unterbruch wegen internationalen Terminen. Wie schwierig ist es, so für die Meisterschaft einen guten Rhythmus zu finden?
Es ist ziemlich schwierig, vor allem die WM-Pause war sehr lang. Ein spielfreies Wochenende ist okay, so hat man einfach eine längere Vorbereitung auf das folgende Spiel. Aber die Doppelrunden, die aufgrund der langen Pausen nötig werden, sind schon intensiv, wobei meistens die Videotheorie des zweiten Spiels etwas untergeht. Ich würde mir eine bessere Verteilung der Partien wünschen.

Wie beurteilst du die Trainingsqualität? Letzte Saison waren ja oft Klagen zu hören, weil das Kader zu knapp war.
Letzte Saison konnten wir tatsächlich oft nur mit knapp drei Linien trainieren, jetzt haben wir jeden Mittwoch ein Spieltraining mit vier kompletten Blöcken, obwohl wir einige Verletzungen und zuletzt krank ausgefallene Spielerinnen zu beklagen hatten. Die Qualität ist gut und es ist cool zu sehen, wie die Neuzugänge und auch die Förderkader-Spielerinnen in ihre neuen Rollen hineinwachsen.

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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