06.
11.
2017

Historischer Sieg

Keller Damian

Von: Keller
Damian

Eines meiner Lieblings-Sportzitate aller Zeiten stammt vom amerikanischen Tennisprofi Vitas Gerulaitis, der nach einem Sieg über Jimmy Connors - nach zuvor 16 Niederlagen gegen Connors in Folge - sagte: „Lasst euch das allen eine Lehre sein: Niemand schlägt Vitas Gerulaitis 17 Mal hintereinander."

Auf die Schweizer Unihockey-Nati lässt sich das Zitat zwar nur etwas holprig anwenden, da sich unter den 66 Partien ohne Sieg gegen Schweden auch ein paar Unentschieden befinden. Egal. „Lasst euch das allen eine Lehre sein: Wir bleiben gegen niemanden 67 Mal in Folge sieglos", können wir nun sagen.


Um die historischen Dimensionen des 7:5-Sieges vom 5. November 2017 in Kirchberg zu dokumentieren:

  • Das erste Länderspiel zwischen der Schweiz und Schweden fand am 14.2.1987 in Zürich statt (8:4 für Schweden) - wir mussten also über 30 Jahre auf den ersten Sieg warten. Unfassbar.
  • Sechsmal standen uns die Schweden an Weltmeisterschaften vor der Sonne. Manchmal war die Sache klar (1998 WM-Final 10:3; 2000, 2014 und 2016 WM-Halbfinal 8:2, 10:1, 7:2). Manchmal aber auch sehr knapp (2008 und 2010 WM-Halbfinal 3:2 n.V. und 3:2). Dazu kommt der Final der World Games 2017 (7:5 für Schweden).
  • Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin, der in Kirchberg anwesend war, erlebte etwas, was seinen Amtsvorgängern Ueli Maurer, Samuel Schmid und Dölf Ogi verwehrt blieb. Und das gilt nur für die letzten 20 Jahre - vorher gab es noch gar kein Bundesamt für Sport, das BASPO wurde erst 1998 ins Leben gerufen.

Mein erstes Länderspiel Schweiz - Schweden sah ich 1995 an der Europameisterschaft in der Schweiz. In Aarau waren Conny Svensson, Christian Hellström, Jonathan Kronstrand und Co. zu gut für die Eidgenossen, Schweden gewann 4:0. Wie viele Niederlagen ich seither gesehen habe, weiss ich gar nicht. Aber vor Kirchberg hatte ich ein gutes Gefühl. Irgendwie wusste ich, dass es diesmal klappen würde (wer das nicht glaubt, kann das Editorial der November-Ausgabe des Printmagazins nachlesen). Ich bin froh, dass das Warten ein Ende hat.

Bei den Frauen kam der Sieg über Schweden schon im Februar 2005 - und drei Monate später feierten die Schweizerinnen in Singapur den Weltmeistertitel. Seither gab es aber keinen Erfolg mehr über Schweden. Ich hoffe, dass dies bei den Männern anders läuft und der nächste Sieg schon bald kommt. Am besten an der kommenden WM in Prag, wenn es richtig zählt.

Ich habe noch heute im Ohr, wie Matthias Hüppi in die Mikrofone von SRF brüllte: «Türkyilmaz. Türkyilmaz... Kubilay Türkyilmaz könnte die Schweiz zum Sieg schiessen in... Das Wunder von Neuenburg
Die allererste Unihockey-WM 1996 in Schweden ging noch ziemlich unbemerkt an mir vorbei. Für mich stand damals das lokale Schaffen im Verein im Vordergrund - „wer bringt am... Prager Geschichten
Die Bekanntgabe von Jyri Korsman als neuer Trainer von Floorball Köniz ab nächster Saison löste einen Schwall an Mitteilungen aus. Trainerkollegen und ehemalige Spieler... Professor Korsman
Auf die Saison wird es drei neue Regeln geben. So zumindest kann man das auf (sehr) einschlägigen Websites (vermutlich ist hier der Plural schon falsch) lesen. Eigentlich ist... Cool, vernünftig und dämlich

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich+3017.000
2.UHC Alligator Malans+1312.000
3.Floorball Köniz+1012.000
4.SV Wiler-Ersigen+912.000
5.Zug United+612.000
6.HC Rychenberg Winterthur-410.000
7.Chur Unihockey+08.000
8.Tigers Langnau-27.000
9.Waldkirch-St. Gallen-36.000
10.UHC Uster-76.000
11.Ad Astra Sarnen-136.000
12.UHC Thun-390.000
1.Kloten-Dietlikon Jets+2112.000
2.Skorpion Emmental Zollbrück+1212.000
3.piranha chur+159.000
4.Wizards Bern Burgdorf+96.000
5.R.A. Rychenberg Winterthur+06.000
6.Zug United-16.000
7.FB Riders DBR-56.000
8.Unihockey Berner Oberland-43.000
9.UHC Laupen ZH-170.000
10.UH Red Lions Frauenfeld-300.000
1.Unihockey Basel Regio+1217.000
2.Regazzi Verbano UH Gordola+1217.000
3.Floorball Thurgau+2716.000
4.UHC Grünenmatt+1216.000
5.UHT Eggiwil+212.000
6.Ticino Unihockey-112.000
7.UHC Sarganserland-512.000
8.I. M. Davos-Klosters-59.000
9.Kloten-Dietlikon Jets+08.000
10.RD March-Höfe Altendorf-173.000
11.Unihockey Langenthal Aarwangen-223.000
12.Floorball Fribourg-151.000
1.Waldkirch-St. Gallen+2215.000
2.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf+1212.000
3.UH Appenzell+711.000
4.UH Lejon Zäziwil+810.000
5.Aergera Giffers+59.000
6.Nesslau Sharks-56.000
7.Unihockey Basel Regio-66.000
8.UC Yverdon-103.000
9.Floorball Uri-123.000
10.Visper Lions-210.000

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