09.
2023
Doza zieht Schlussstrich
Was sich hinter vorgehaltener Hand schon länger abzeichnete, wurde letzte Woche nun bestätigt. Patrik Doza beendet wegen langanhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere und wird dem UHC Uster ab sofort nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Karriere von Patrik Doza startete früh und rasant. Bereits mit 17 Jahren kam er in der höchsten tschechischen Liga für Tatran Stresovice zu seinem Debüt. Drei Jahre später erfolgte der Wechsel nach Schweden zu Pixbo Wallenstam. 23 Punkte gelangen dem vielversprechenden Talent während seinen zwei Saisons in der SSL. Trotzdem ging der Stürmer auf die Saison 2015/2016 in seine Heimat zurück, in der er die Skorerwerte pulverisierte und Florbal Chodov zum Meistertitel schoss.
Danach nahm Doza ein Angebot von Floorball Köniz an, bildete mit Jesper Johansson und Hampus Dargren ein gefährliches Ausländer-Trio und feierte im Frühling 2018 den ersten Meistertitel der Berner Vorstädter. Nach einer weiteren Spielzeit in Köniz (mit 64 Punkten), wechselte der Offensivspieler zum HC Rychenberg, ehe er sich nach zwei Jahren dem UHC Uster anschloss. Bei den Zürcher Oberländern sorgte er im letzten Herbst für Aufsehen, als er in den ersten 16 Spielen 42 Punkte erzielte und die Liga-Skorerwertung unangefochten anführte.
Doch zu den vielen Skorerpunkten gesellten sich auch immer wieder verschiedene Verletzungen in Dozas Karriere. So wie eben im letzten Jahr, als er ab Dezember wegen Knieproblemen keine weiteren Spiele mehr bestreiten konnte. In der Vorbereitungsphase auf die neue Spielzeit hat sich nun herausgestellt, dass die Knie der sportlichen Belastung nicht mehr standhalten werden, weshalb sich Doza entschied, seine Karriere im Alter von 30 Jahren zu beenden.
Mit seinem Heimatland nahm der Offensivspieler 2014, 2016 und 2018 an drei Weltmeisterschaften teil. Er war vor allem für seinen brandgefährlichen Abschluss und seine immense Spielübersicht bekannt. Nur wenige Akteure, die jemals in der Schweizer Liga spielten, konnten das Spieldiktat so an sich reissen, wie der Prager. Sein Potential war riesig, doch durch die Verletzungen konnte er es zu wenig oft auf den Platz bringen. Seine Karriere endet so abrupt, wie sie rasant angefangen hat.