10.
07.
2022
Nati Männer A | Autor: swiss unihockey

Die Schweiz unterliegt Weltmeister Schweden

0:3 verliert das Männer-Nationalteam das dritte Gruppenspiel an den World Games in Birmingham (USA) gegen Schweden und verpasst somit den Einzug in die Halbfinals. Die Schweizer waren dem Weltmeister zwar ebenbürtig, doch mangelte es vor allem an der Abschlussqualität.

Die Schweiz unterliegt Weltmeister Schweden Bischi und Co. tauchten häufig, aber ungefährlich in der gegnerischen Zone auf. (Bild: Adam Troy)

Nach der Niederlage gegen Lettland mussten die Schweizer heute Sonntag gegen den Weltmeister Schweden gewinnen, um den Einzug in die Halbfinals an den World Games zu erreichen. Kein einfaches Unterfangen, gewann man doch bisher einzig 2017 ein Spiel gegen Schweden. Doch auch für Schweden liefen die World Games noch nicht wunschgemäss, denn zu Beginn des Turniers spielten sie lediglich Unentschieden gegen Lettland.

Von Beginn an war die Partie intensiv und emotionsgeladen. Die Schweden konnten sich die gefährlicheren Abschlüsse aufs Tor gutschreiben. Nach einem Abpraller reagierte Samuel Johansson am schnellsten und brachte sein Team in der sechsten Minute in Front. Den Unparteiischen wurde zu viel reklamiert, weshalb sie eine Strafe gegen die Schweiz aussprachen. Das Boxplay funktionierte gut, doch dann kam der Fehlpass, den die Schweden eiskalt zum 2:0 ausnutzten. Eine Minute später gab es eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Schweden, aber die Schweizer verpassten den Anschlusstreffer. Sie hielten den Druck auch noch hoch, als die Schweden wieder komplett waren. Der Ball wollte jedoch nicht am Torhüter vorbei oder wurde geblockt.

«Verdient verloren»
So ging es dann auch im zweiten Drittel weiter. Nach einem Konter musste dann erneut ein Schweizer auf der Strafbank Platz nehmen. Diesmal überstanden sie die Strafe - und kamen sogar mit einem Mann weniger zur bisher grössten Torchance. Doch kaum waren die Schweizer komplett, musste der nächste raus. Und diesmal ging es nicht mehr gut. Malte Lundmark erhöhte auf 3:0. Schon gab es die nächste Strafe, diesmal gegen Schweden. Kurz vor Ende der zwei Minuten traf Patrick Mendelin das Lattenkreuz.

Rund eine Minute vor der zweiten Pause ersetzte David Jansson den Torhüter Pascal Meier schon früh mit einem sechsten Feldspieler, was fast zum Erfolg führte. Immerhin gab es die nächste Strafe gegen Schweden. Das Tor wollte einfach nicht gelingen - auch nicht im nächsten Überzahlspiel zu Beginn des letzten Drittels. Immer wieder versuchte man mit einem sechsten Feldspieler zum Torerfolg zu kommen. Die Schweiz hatte zwar während des ganzen Spiels mehr Abschlüsse als Schweden, doch waren die nicht gefährlich genug. So blieb es beim 0:3. «Wenn man null Tore schiesst, ist es relativ einfach, an was es gelegen ist. Ich denke, drei Tore zu erhalten gegen Schweden ist in Ordnung. Aber wenn wir keines schiessen, gewinnen wir den Match nicht. Das liegt an vielen kleinen Sachen, die sich dann halt aufsummieren», sagt Best Player Tobias Heller nach dem Spiel. «Wir haben verdient verloren.»

Die Schweiz beendet die Gruppe somit auf dem dritten Rang und verpasst den Einzug in die Halbfinals. Am Dienstag, um 00.45 Uhr (Montag, 17.45 Uhr Ortszeit) spielen sie gegen Kanada um den fünften Platz.

 


Schweiz - Schweden 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)
BJCC, Birmingham, Alabama (USA); 281 Zuschauende; SR Maris Kumerdanks, Kaspars Kristapsons (LAT)
Tore: 6. Samuelsson (Sjögren) 0:1. 8. Samuelsson (Lundmark, Ausschluss Graf) 0:2. 24. Lundmark (Johansson, Ausschluss Riedi) 0:3.
Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz; 5x2 Minuten gegen Schweden
Schweiz: Meier; Bürki, Bischofberger; Heller, Graf; Conrad; Mendelin, Schiess, Maurer; Seiler, Braillard, Zaugg; Riedi
Schweden: Hedlund; Enström, Johansson; Ramirez, Gustafsson; Sjögren, Samuelsson, Ahren; Sankell, Persson, Haglund; Lundmark, Holmgren
Bemerkungen: Tobias Heller (SUI) und Jon Hedlund (SWE) als beste Spieler ausgezeichnet. Die Schweiz ab der 28. zum Teil ohne Torhüter.

 

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