25.
02.
CH Cup Männer | Autor: Streiter Constantin

Bischofberger: "Viel zu wenig bissig"

HCR-Verteidiger Nicola Bischofberger stand lange auf dem Feld, als sein Team mit sechs gegen fünf Feldspielern zwischenzeitlich noch einmal bis auf zwei Tore an Zug United herankam. Nach dem Spiel hat er eine klare Meinung zu diesem Cupfinal.

Bischofberger: Nicola Bischofberger suchte nach dem Spiel keine Ausreden. (Bild: Dieter Meierhans)

Bei eurem ersten Tor nach 27 Minuten hatte man das Gefühl, jetzt sei der Final richtig lanciert, ihr seid definitiv da. Wie kannst du dir erklären, was in den folgenden Minuten geschah mit diesen drei Gegentoren? 
Nicola Bischofberger: Wir waren heute defensiv ganz klar viel zu wenig bissig, viel zu wenig aggressiv. Die Ausländer haben uns auseinandergenommen. Es war peinlich, wie wir uns in der Defensive aufgeführt haben. Offensiv haben wir genug Chancen, treffen aber zum Teil das leere Tor nicht oder probieren noch ein Pässchen zu viel zu spielen. Heute waren wir ganz klar schlechter, und zwar nicht um ein paar Millimeter, sondern meilenweit. Wirklich absolut verdient verloren.

Das sechs gegen fünf war okay - aber damit man so früh den Torhüter rausnimmt, muss zuvor einiges schiefgelaufen sein. War die mangeldne offensive Ausbeute schlussendlich nicht auch entscheidend? Bei fünf gegen fünf schiesst ihr ein einziges Tor. Viel Aufwand und wenig Ertrag. 
Etwa zehn Sekunden nach dem 5:7 schiesse ich von der linken Seite und der geht wirklich nur ganz ganz knapp drüber. Den muss ich mich noch einmal im Video anschauen, wie knapp der drüber ging! Aber es ist klar: Heute haben wir es nicht verdient - auch mit einem guten sechs gegen fünf - hier noch einmal etwas zu reissen. Zug war von A bis Z besser. Klar, das Momentum hätten wir in gewissen Situationen auf unsere Seite reissen können. Aber so muss man sagen, dass es von A bis Z nicht gereicht hat, wir waren zu wenig gut. Sie waren heute auch nicht nur auf den Ausländerpositionen besser, muss man dabei anfügen. Ein paar Schweizer sind heute bei Zug auch in die Bresche gesprungen, die einen sehr guten Auftritt hatten. Da müssen wir den Hut ziehen und anerkennen, dass sie heute besser waren.

Von den Emotionen, der Härte und der Stimmung - das war finalwürdig, oder gab es etwas zu viel oder zu wenig? 
Die Schiedsrichter haben sogar zu viel abgepfiffen, finde ich. In einem Final dürfte es noch physischer zu und her gehen. Aber ganz klar, heute müssen wir nicht über die Schiedsrichter reden. Sie hatten ihre Linie - von mir aus gesehen etwas zu kleinlich, aber es war okay, sie haben die Linie durchgezogen.

Ihr habt nun schon zwei Finalspiele verloren diese Saison, in einer Woche beginnen die Playoffs. Als Qualisieger darf man von euch erwarten, dass ihr wieder voll angreift. 
Wir haben gezeigt, was wir können, auch gegen die stärksten Gegner. Wir wissen alle in unserem Team, was wir können - aber wir müssen auch wissen, dass es nicht von alleine geht. Von den etwa 20 Spielern im Einsatz heute, hatte ich das Gefühl, dass drei Viertel darauf hofften, dass der Mitspieler etwas machen wird. Da machte es den Eindruck, als hätten einige etwas die "Hosen voll".

 

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