13.
09.
2023
CH Cup Männer | Autor: UHC Pfannenstiel Egg

Pfanni steht erneut im Cup-1/8-Final

Der UHC Pfannenstiel sorgt gegen das höherklassige UHC Sarganserland erneut für eine Cup-Überraschung und steht nach dem 5:4-Heimsieg zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren im Cup-1/8-Final. Pfanni verdiente sich vor seinem frenetischen Publikum den Sieg mit einer solidarischen und leidenschaftlichen Leistung - ein weiterer wahrlich magischer Cup-Abend.

Die Einheimischen waren gewillt dem UHC Sarganserland ein Bein zu stellen, doch der Start gelang den St.Galler Gästen besser. Camenisch kam in der 4. Minute zur ersten guten Möglichkeit schlenzte den Ball aber aus zentraler Position übers Tor. Gut zwei Minuten später war es Vogel, der nach einer Druckphase Torhüter Weber mit einem satten Schuss prüfte. Der UHC Pfannenstiel trat in der 7. Minute dann das erste Mal in Erscheinung, aber dafür richtig. Bartenstein konnte einen Ball abfangen und legte quer zu Moser, der mit einem Direktabschluss das Skore eröffnete und die Kirchwies-Halle das erste Mal jubeln liess. In den folgenden Minuten stand aber wieder Pfanni-Hüter Weber im Zentrum, dabei liess er die Gäste immer wieder verzweifeln und wehrte Chancen von Pini und zwei Mal Camenisch souverän ab. Ab Drittelsmitte legte dann Pfanni auch immer mehr und mehr die Anfangsnervosität ab und kam besser ins Spiel. In der 16. Minute setzte Nideröst einen Abschluss knapp links am Tor vorbei und in der Schlussphase hatte zwei Mal Hafner den zweiten Treffer auf dem Stock. Zuerst scheiterte an Mattle, der mit einer gekonnten Fussabwehr den Torjubel vereitelte und wenig später setzte er den Ball aus aussichtsreicher Position knapp über die Querlatte. So endete Drittel Nummer 1 mit einer 1:0-Heimführung.

Das zweite Drittel begann dann gleich mit einem Paukenschlag. 22 Sekunden standen auf der Uhr, als Chlebda nach einem Abschluss von Nideröst am schnellsten reagierten und den Ball zur 2:0-Führung in die Maschen drückte. Gut zwei Minuten später brandete erneut Jubel beim Heimpublikum aus. Nideröst verwertete nach einem feinen Zuspiel von Kulmala die einzige Powerplay-Möglichkeit an diesem Abend zum 3:0. Bis jetzt lief alles am Schnürchen für die Einheimischen, den ersten Rückschlag mussten dann aber in der 26. Minute eingesteckt werden. Captain Beeler behielt im Getümmel vor dem Pfanni-Tor die Übersicht und verkürzte für die Gäste zum 1:3. Die Zürcher Oberländer liessen sich aber dadurch keineswegs aus der Ruhe bringen und traten weiterhin souverän auf. Zu Spielmitte blieb einer wunderbaren Angriffskombination der erfolgreiche Abschluss knapp verwehrt. Suter scheiterte an Torhüter Mattle. Nur wenig später war es Nideröst, der mit einem seiner gefürchteten Abschlüsse auf 4:1 erhöhte. Er traf mit einem flachen Halbdistanzschuss. Eine weitere Zeigerumdrehung später jubelten dann aber auch die Sarganser, dies jedoch zu früh. Die Schiedsrichter sahen den Ball von Torhüter Weber vor der Torlinie abgewehrt und nicht im Tor. Zwei Minuten später war dann der Anschlusstreffer aber doch Tatsache. Stucki traf mit einem absolut sehenswerten Distanzschuss im Powerplay in die rechte obere Torecke. Dieses 4:2 sollte zugleich auch dem Pausenresultat entsprechen. Für das letzte Drittel war also noch richtig Spannung im Spiel.

Der Start ins letzte Drittel war von beiden Seiten sehr animiert. Zuerst hatte Bartenstein die Möglichkeit mit einer 1:0 Situation, doch er sah seinen Backhandabschluss von Mattle pariert. Auf der Gegenseite wehrte Weber zuerst einen Handgelenkschuss von Karlsson und dann einen Abschluss auf die nahe Torecke von Fankhauser reaktionsschnell ab. In der 49. Minute hätte dann Pfanni erhöhen müssen. Suter hatte innert weniger Sekunden ganze vier Abschlussmöglichkeiten, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Besser machte es da Candrian auf der Gegenseite, der aus spitzem Winkel mit einem Handgelenkschuss auf 3:4 verkürzen konnte. Gut zwei Minuten später traf Pini mit einem Direktabschluss nach Vorlage von Vogel zum 4:4 Ausgleich. Die Schlussphase war nun definitiv eingeläutet. Vogel für Sargans und Suter und Luchsinger für Pfanni hatten in den folgenden Minuten noch die Gelegenheit ihre Farben in Führung zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Es war nun Sarganserland, dass etwas bestimmter und wacher auftrat. Das merkten das Publikum und feuerte das Heimteam gnadenlos an. Diese Energie übertrug sich auf das Team und es war Hafner, der 67 Sekunden vor Schluss die Halle zum Explodieren brachte. Er drückte den Ball nach Vorlage von Chlebda über die Linie und liess sich von Mitspielern und Fans feiern. Ein Time-Out und die Herausnahme des Torhüters brachten Sarganserland nicht mehr den gewünschten Erfolg, so dass Pfanni den Einzug in den Cup-1/8-Final feiern konnte, ein weiteres Highlight in der Vereinsgeschichte. Als krönender Abschluss durften dann im ganzen Jubel noch die langjährigen Herren 1-Spieler Roman Weber (323 Spiele), Gian Andrea Murk (259 Spiele) und Renato Studer (149 Spiele) den verdienten Applaus für ihr grosses Engagement bei ihrer Verabschiedung in Empfang nehmen. Ein schlicht weg gelungener Abend.

Pfanni-Captain Hottinger dazu: «Wir konnten einen weiteren Cup-Fight vor unseren lautstarken Fans für uns entscheiden. Es war eine super Teamleistung und jeder hat sich vollumfänglich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Jetzt freuen wir uns aufs 1/8-Finale und einen weiteren unvergesslichen Abend in der Kirchwies.» Auch dem stark aufspielenden Torhüter Weber war die Freude anzuspüren: «Mit einem solchen Highlight in die neue Saison zu starten ist absolut genial. Playoff-Stimmung vor dieser unglaublichen Kulisse und das bereits Anfangs September ist der Grund weshalb wir dieses Spiel lieben».

 



UHC Pfannenstiel - UHC Sarganserland 5:4 (1:0, 3:2, 1:2)
3-fach Kirchwies, Egg - 276 Zuschauer - SR: Bleisch / Coduto
Tore: 7. Moser (Bartenstein) 1:0. 21. Chlebda (Nideröst) 2:0. 23. Nideröst (Kulmala) 3:0. 26. Beeler (Stucki) 3:1. 32. Nideröst (Chlebda) 4:1. 37. Stucki (Vogel) 4:2. 51. Candrian 4:3. 53. Pini (Vogel) 4:4. 59. Hafner (Chlebda) 5:4.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen UHC Pfannenstiel, 1-mal 2 Minuten gegen UHC Sarganserland
UHC Pfannenstiel: P.Weber; Zumkehr, Schellenberg, Hafner, Nideröst, Chlebda; Bier, Gmür, Kulmala, Suter, Luchsinger; Heierli, Hottinger, Bartenstein, Ernst, Moser; Bär, Scheuner, Spälti, Forrer, Büsser.
UHC Sarganserland: Mattle; Pini, Jalový, Beeler, Lanfranchi, Kalberer, Candrian, Schlub, Vogel, Karlsson, Rakeseder, Stucki, Dietrich, Degiacomi, Hengartner, Ackermann, Fankhauser, Marugg, Camenisch.
Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Edelmann, Feldmann, Schläpfer, Schüpbach, Ushiu und M.Weber. 58:53 Time-Out UHC Sarganserland. 59:02-60:00 UHC Sarganserland ohne Torhüter. Murk, Studer und R.Weber wurden beim UHC Pfannenstiel verabschiedet. Best Player: Nideröst (UHC Pfannenstiel) und Stucki (UHC Sarganserland).

 

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