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Zwei Anläufe, fünf Treffer
Jessica Frei stand am Cupfinaltag nicht mit dem Gedanken auf, gleich fünf Tore zu schiessen. Tat sie dann aber, was Oekingen jubeln liess. Zum Leidwesen von BEO-Stürmerin Ela Piotrowska. Die Stimmen zum Ligacup-Final.
Der Ligacup-Final war Ela Piotrowskas erster von zwei Einsätzen in Kriens. Der zweite sollte erfolgreicher verlaufen. Das sagt die Polin und kommende Cheftrainerin von Zug United zum 10:11 gegen Oekingen:
„Heute wäre es definitiv machbar gewesen. Als wir im letzten Drittel so gut ins Spiel fanden, dachte ich, dass wir sie haben. Nachdem wir im ersten Drittel katastrophal begannen und auch im zweiten nicht glänzten, sagten wir in der Garderobe zueinander: «Frauen, das kann nicht sein!» Wir spielten dann viel besser, schossen sofort Tore und zeigten die Reaktion. Ja, dann zeigten wir, dass wir gewinnen können. Es war ein Riesenunterschied zum letzten Jahr, diesmal haben wir den Cupfinal ernster genommen und der Gegner war wohl auch etwas schwächer als die Skorps letztes Jahr. Verloren haben wir die Partie im verpassten Powerplay beim Stand von 10:10 kurz vor Schluss. Ich glaube es lag es an den Nerven. Sonst spielen wir das Powerplay weltmeisterlich, in diesem Moment musst du das Tor einfach machen, keine Frage."
Lange Zeit zum Trübsal blasen blieb Ela Piotrowska nicht: „Ich geniesse jetzt trotz der Niederlage den Moment und muss nachher umschalten. Ich gehe noch eine Stunde ins Hotel und lege mich hin, Energie tanken und dann geht es mit Zug United am Nachmittag weiter." Dieses Spiel ging bekanntlich erfolgreicher aus.
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Ela Piotrowska erzielte das zwischenzeitliche 3:2 für BEO. (Bild: Claudio Schwarz)
Beim siegreichen UHC Oekingen, den Ö-Queens, setzte Jessica Frei mit ihren fünf Toren einen deutlichen Akzent. Obwohl sie die ersten drei Tore für Oekingen schoss, war es kein Kaltstart:
„Ich bin nicht aufgestanden und habe gedacht: «Heute schiesse ich fünf Tore», es war eher ein Reinwachsen. Wir haben uns morgens um 5.30 Uhr zum Zmörgelen getroffen. Wir pushten uns gegenseitig und beim Einlaufen dachte ich dann: «Doch, heute bin ich bereit.» Im Spiel hatte ich lange den Gedanken, dass wir den Sieg holen können, aber dann wurde es plötzlich wieder knapp. Eigentlich haben wir aus den letzten Spielen sehr gute Erfahrungen mit dem dritten Drittel, es war darum etwas verwirrend, nach unserer Führung noch solche Gegentreffer zu bekommen. Zu meinen Toren: Ich mag es, den Abschluss von weiter hinten zu nehmen und hatte heute auch immer eine gute Höhe. Heute hat es einfach gepasst."
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Jessica Frei zog einen starken Tag ein. (Bild: Claudio Schwarz)