Ausgabe 239, September 2026 - Saison 2025/2026
Im Wandel der Zeit
Die beiden Topfavoriten der letzten Saison blieben ohne Titel und müssen Abgänge verkraften. Anders als in den Vorjahren kam es zu keiner Flut an internationalen Toptransfers. Titelrennen und Abstiegskampf versprechen Hochspannung. Justus Kainulainen und Oskar Weissbach zeigten im Superfinal nicht nur phantastisches Unihockey, sie lieferten gleich auch einen Vorgeschmack auf die neue Saison. Beide kamen im Sommer 2025 in die Schweiz, Kainulainen musste jedoch lange verletzt zusehen. Weissbach war beim ersten Titelgewinn des HCR Leader und Publikumsliebling und begeisterte auch die neutralen Fans mit seiner filigranen Technik und Ausstrahlung. Andere grosse Namen haben die UPL inzwischen verlassen und konnten nicht gleichwertig ersetzt werden - zumindest nicht, wenn das Palmarès der einzelnen Spieler zählt. Galante Carlström, Östholm, Nilsberth, Enström, Astala, Mäkinen - alle weg. Peteris Trekse (Wiler-Ersigen), Simon Götz (Köniz Bern) und selbst Niklas Ramirez (Zug) bringen auf dem Papier weniger «Glamour» mit. Trotzdem oder gerade deshalb verspricht die Saison 2026/27 viel Spannung.
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Leseproben zu dieser Ausgabe
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Urgesteine als Rookies
Nach drei Jahren Pause sind die Brüder Cornel und Basil von Wyl zurück bei Ad Astra Obwalden. Die einstigen Aufstiegshelden können es immer noch.
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Mittelweg finden
Lejon Zäziwil gehört zu den Topteams der NLB. Auch nächste Saison? Wahrscheinlich. Selbst Direktbeteiligte wie Simea Wälchli müssen vor jeder Saison rätseln.
Artikel lesenLejon Zäziwil gehört zu den Topteams der NLB. Auch nächste Saison? Wahrscheinlich. Selbst Direktbeteiligte wie Simea Wälchli müssen vor jeder Saison rätseln.
Vorbereitungsturniere mit NLB-Teams der Frauen? Mangelware. Die meisten Testspiele werden gegen U21-Teams ausgetragen. So tut sich nicht nur unihockey.ch jedes Jahr mit Prognosen zur buten Liga schwer, auch die Vereine selber tappen ziemlich im Dunkeln, bis die Saison losgeht. Wir haben uns am Czech Open im August mit der Verteidigerin Simea Wälchli (25) von Lejon Zäziwil unterhalten.
Hand aufs Herz: Was wissen NLB-Teams vor dem Saisonbeginn von der Konkurrenz?
Simea Wälchli: Wir kennen die Transfers, wobei es - wie bei uns - nach dem letzten Cut der UPL-Teams oft noch späte Zuzüge gibt. Einschätzungen sind tatsächlich schwierig. Vieles kann sich in der Liga schnell ändern und überraschende Resultate sind vorprogrammiert, vor allem zu Beginn der Saison.
Eine Konstante der Liga ist, dass mehrere Vereine - in der Regel auch Lejon - schon vor der Saison erklären, nicht aufsteigen zu wollen. Wärst du für einen Aufstieg zu haben?
Es ist ein Entscheid des Vereins, der den Aufwand der höchsten Liga tragen müsste. Persönlich fände ich einen Aufstieg cool, wenn eine Mehrheit des Teams mitzieht. Auch wenn es schwierig wäre, sich in der UPL zu etablieren.
Du hast nach je drei Saisons bei den Wizards in der UPL und bei Lejon in der NLB den Überblick - wie gross ist der Unterschied?
Der Aufwand im Ligabetrieb ist gleich, aber der Trainingsaufwand in der NLB ist natürlich kleiner - auch wenn wir jetzt neu ein drittes Teamtraining eingeführt haben. Die Herausforderung besteht darin, alle Ambitionen unter einen Hut zu bringen.
Inwiefern?
Es gibt ehemalige Cracks aus der UPL, die den Aufwand reduzieren möchten und ambitionierte Spielerinnen, die Gas geben und sich für die höchste Liga empfehlen wollen. Aber auch Spielerinnen aus der 1. Liga oder dem Nachwuchs, die sich erst an das höhere Level herantasten müssen. Viele NLB-Teams müssen den richtigen Mittelweg finden.
Wie schwierig ist es am Czech Open, den Mittelweg zwischen Spass und Turnier zu finden?
Das ist leicht (lacht). Wir reisten schon am Sonntag an und brachten neben zwei Trainings das Sightseeing hinter uns, bevor es zur Sache ging. Mir gefiel die Intensität in den Partien, die Refs liessen mehr laufen als in der NLB. Das macht uns ready für die Saison.
Ligakonkurrent Basel Regio war auch vor Ort. Wagen wir doch eine Prognose? Basel und Lejon wie letzte Saison als Verfolger von Favorit WASA mit Weltmeisterin Nina Metzger?
Das könnte hinkommen, wobei ich auch Aergera Giffers noch erwähnen will. Auf WASA bin gespannt, jetzt „müssen" die Ostschweizerinnen ja mal. Aber wie gesagt, es wird wie jedes Jahr Überraschungen geben.
Inhalt
Agenda
Die wichtigsten Termine der Saison 2026/27 auf einen Blick.
Saisonvorschau Männer Männer UPL
Einige Spitzenteams mussten Federn lassen, die internationalen Toptransfers fehlen für einmal. Titelrennen und Abstiegskampf versprechen Hochspannung.
Saisonvorschau Frauen UPL
Der Knall bei den Jets verschiebt die Verhältnisse in der Liga, die heissesten Titelkandidatinnen bleiben jedoch.
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Ilse Stoffers vs. Laila Ediz - der Titel führt über die Wizards und Zug United. (Bild: Dieter Meierhans)
Zwei Geschichten
Die Ausgangslage bei GC und den Red Ants war bis in den Mai noch ähnlich. Danach änderte das «grosse Beben» in Kloten alles.
Urgesteine als Rookies
Die Gebrüder von Wyl sind nach drei Jahren zurück bei Ad Astra Obwalden in der NLB. Sie können es immer noch.
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Aufsteigerduell Lok Reinach vs. UBN - wer hat die Nase vorne? (Bild: Roland Wick)
Saisonvorschau Männer NLB
Basel, Thun und Obwalden gehen als Favoriten auf die Spitzenplätze an den Start. Die halbe Liga will die Playouts vermeiden.
Saisonvorschau Frauen NLB
Keine Auf- oder Absteiger im Frühling, aber eine Weltmeisterin für Aufstiegsaspirant WASA.
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Basel Regio steigt zuversichtlich in die Saison. (Bild: Damian Keller)
Mittelweg finden
Lejon-Verteidigerin Simea Wälchli über die Herausforderungen in der NLB der Frauen.
1. Liga Kleinfeld
Viele neue Gesichter, alte Favoriten. Ein Blick auf die neue Saison in der höchsten Kleinfeldliga der Männer.
Champions Cup
Nach fünf Saisons in Schweden will Filip Langer mit Tatran Stresovice Titel holen und den HCR schlagen. Auf alle Schweizer Teams warten hohe tschechische Hürden.
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Filip Langer ist zurück bei Tatran Stresovice. (Bild: Damian Keller)
Floorball4all
Unihockey für Strassenkinder an der Copa Sudamericana in Brasilien.