Ausgabe 237/38, Juli/August 2026 - Saison 2025/2026
Goldene Rollenspiele
Schweden-Legionäre im sommerlichen Porträt stellen eine logistische Herausforderung dar. Pascal Schmukis Frage «was soll ich für das Shooting anziehen?» ist verständlich. Er pendelt im Sommer zwischen seinem Wohnort in Pfäffikon ZH und Magglingen, seine Storvreta-Textilien blieben in Uppsala. Freizeitschuhe von Mizuno, Partner des Verbandes und von unihockey.ch? Hat er noch nicht, da er beim Anprobe-Termin mit der Nati in Schweden war. Wir kontaktieren Mizuno und schon kurz darauf ist Schmuki stolzer Besitzer neuen Schuhwerks. Sein Vater stellt ihm sein persönliches Storvreta-Fanshirt zur Verfügung. Das einst in den Ferien in Marokko erstandene Halskettchen darf auch nicht fehlen. Und schon kann es mit dem Shooting am Pfäffikersee losgehen. Den See vermisst der 22-Jährige in Schweden. «Die Bademöglichkeiten sind in Uppsala ziemlich beschränkt», sagt er schmunzelnd. Auch auf das Surfen im Atlantik zwischen Weihnachten und Neujahr, früher ein beliebtes Timeout in der Meisterschaftspause in der UPL, musste er verzichten - für Storvreta standen am 26. Dezember 2025 und 3. Januar 2026 zwei Heimspiele auf dem Programm. Dafür bietet die Infrastruktur ein professionelleres Umfeld als sein einstiges Heim, die Ustermer Buchholzhalle. Storvreta steht in der IFU-Arena ein eigener Kraftraum zur Verfügung und die eigene Garderobe, wie ein Atelier oder Wohnzimmer wirkend, lädt zum Verweilen ein. «Die Spieler treffen eine halbe Stunde vor dem Training in der Garderobe ein, trinken einen Kaffee und plaudern etwas. Ab dem Warm-Up ist der persönliche Austausch erledigt und alle sind voll konzentriert bei der Sache, der Fokus gilt absolut dem Sport», erzählt Schmuki.
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Leseproben zu dieser Ausgabe
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Vom Rhein an die Limmat
Nach einer turbulenten Saison mit Floorball Chur United, in der Yanik Castelberg massgeblich zum Ligaerhalt beigetragen hat, verlässt der 22-jährige Rechtsausleger seine Heimat und wird kommende Saison für GC auflaufen.
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Mit Anlauf
Nach vielen Jahren bei Aergera Giffers zog Alyssa Buri aus, um die höchste Liga zu erobern. Im Cupfinal stand die 23-jährige Fribourgerin mit Skorpion Emmental erstmals auf der grossen Bühne, jetzt will sie mehr.
Artikel lesenNach vielen Jahren bei Aergera Giffers zog Alyssa Buri aus, um die höchste Liga zu erobern. Im Cupfinal stand die 23-jährige Fribourgerin mit Skorpion Emmental erstmals auf der grossen Bühne, jetzt will sie mehr.
Als Alyssa Buri bei Aergera Giffers ihre ersten UPL-Partien bestritt, war sie gerade mal 15 Jahre alt. Die Trainer musste vor jedem Match eine Ausnahmebewilligung beim Gegner einholen, weil gemäss Reglement ein Mindestalter von 16 galt.
Sechs Saisons lief die Flamatterin danach für Giffers in der UPL und NLB auf, sammelte in 110 Partien beeindruckende 123 Skorerpunkte, davon 89 Tore. Das damalige Nachwuchstalent mit dem ausgeprägten Torinstinkt erhielt selbstverständlich bereits früh Angebote von UPL-Vereinen, blieb Aergera vorerst aber selbst in der NLB treu. Lieber wollte sie bei ihrem Herzensverein spielen und auch mal «Best-Playerin» sein, als es zu riskieren, eine Liga höher nur auf der Bank zu sitzen.
Nach Aergeras zweitem Abstieg in die NLB im Frühling 2024 - den ersten hatte Buri 2019 miterlebt - verliess sie Giffers dann aber doch. «Ich habe gemerkt, dass jetzt der Moment zum Wechseln ist, wenn ich in der höchsten Liga eine Rolle spielen will», erinnert sich die 23-Jährige. «Sogar mein damaliger Trainer Richard Kaeser empfahl mir zu gehen.» So unterschrieb Buri schliesslich beim Spitzenklub Skorpion Emmental Zollbrück - und traf dort auf Coach Benjamin Abplanalp, der schon bei ihrem UPL-Debüt bei Giffers an der Bande stand.
Gut Ding will Weile haben
Buri ist ehrgeizig, hat hohe Erwartungen an sich selbst. Sie ist nicht der Typ, der sich unüberlegt in ein Abenteuer stürzt. Sie benötigt in gewisser Hinsicht die Sicherheit, dass alles ein gutes Ende nimmt. Als sie sich zum Wechsel ins Emmental entschied, tat sie dies mit der Überzeugung, sich dort durchsetzen zu können. «Nachdem ich mit einem unterlegenen Team zu meinen Toren kam, war ich sicher, dass es mit stärkeren Mitspielerinnen auch in der höheren Liga klappen wird», sagt sie.
Bereits in der ersten Saison in Zollbrück kam sie zu 30 Einsätzen, nahm aber noch keine tragende Rolle im Team ein. «Ich musste mich erst an das veränderte Spiel mit und ohne Ball gewöhnen.» In Giffers habe sie gelernt, sofort aufs Tor zu ziehen, wenn sie den Ball habe, erzählt die Stürmerin - die Bilanz von 18 Toren und einem Assist in Aergeras Abstiegssaion zeugt davon. «Bei den Skorps ging es mehr darum, geduldig zu sein, sich festzusetzen und gute Abschlusspositionen zu suchen», stellte sie fest. Auch an das höhere Tempo musste sich Buri bei ihrem neuen Verein erst gewöhnen. «Der Staff gestand mir die nötige Angewöhnungszeit zu», zeigt sich die Senslerin dankbar.
Beste Playoff-Torschützin
Das erhaltene Vertrauen zahlte Buri in der zweiten Saison grosszügig zurück. Mit 24 Skorerpunkten (16 Tore, 8 Assists) schrammte sie in der Quali nur knapp an den Top Ten der Skorerliste vorbei. In den Playoffs kam elf weitere Tore dazu, niemand traf in der Post-Season öfter als sie. So landete Buri bei starken 39 Punkten aus 30 Partien. Teamintern schnitten nur die ehemalige Nationalspielerin Lea Hanimann (41) und die Tschechin Eliska Chuda (48) noch etwas besser ab. Bezüglich Toreschiessen konnten aber auch diese beiden Buri nicht das Wasser reichen. «Ich hatte das Glück, mit unserer Topskorerin Chuda in der Linie spielen zu dürfen. Sie hatte ein sehr gutes Auge für mich, dadurch war es oft einfach, die Tore zu schiessen», sagt Alyssa Buri bescheiden. «Manchmal wünsche ich mir jedoch etwas mehr Assists, damit meine Statistik nicht so egoistisch daherkommt», sagt sie schmunzelnd.
Den ganzen Text lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.
Inhalt
Kurznews
Cattaneo findet Sprunger, Silber für Heini, Wiler muss warten. Dazu wird gut gebrüllt.
Goldene Rollenspiele
Pascal Schmuki räumte mit Storvreta in seiner SSL-Premierensaison alle möglichen Titel ab. Nun will er sich für offensivere Aufgaben aufdrängen.
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Pascal Schmuki beim Covershooting mit unihockey.ch. (Bild: Severin Binkert)
Vom Rhein an die Limmat
Nach einer turbulenten Saison mit Floorball Chur United, in der Yanik Castelberg massgeblich zum Ligaerhalt beigetragen hat, verlässt der 22-jährige Rechtsausleger seine Heimat und wird kommende Saison für GC auflaufen.
Status Quo bei Video
Nach der ersten Saison mit nachträglichen Spielsperren aufgrund von Videobildern in der UPL verzichtet swiss unihockey vorerst auf eine Ausweitung. Die Gründe und Optionen für die Zukunft.
Pingpong
unihockey.ch nimmt es mit Julia Suter (ex-Nati) und Eric Kunz (HCR) kurz persönlich.
Das grosse Beben
Der komplette Staff weg, neun Spielerinnen zu den Red Ants, fünf weitere Abgänge - bei den Jets kam es zum grossen Knall. Ein Versuch, die Hintergründe aufzuarbeiten.
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Ida Sundberg (l.) und Anna Habersatter werden bei den Red Ants Teamkolleginnen. (Bild: Dieter Meierhans)
Mit Anlauf
Nach vielen Jahren bei Aergera Giffers zog Alyssa Buri aus, um die höchste Liga zu erobern. Im Cupfinal stand die 23-jährige Fribourgerin mit Skorpion Emmental erstmals auf der grossen Bühne, jetzt will sie mehr.
Reich an Erfahrungen
Christoph Reich hat nach 15 Jahren seine Karriere als aktiver Unihockeyaner beendet. An Adrenalin-Kicks fehlte es in seiner Laufbahn nicht. Mit dem SV Wiler-Ersigen wurde er 2019 Schweizer Meister, mit seinem Churer Stammklub kämpfte er zuletzt oft gegen den Abstieg.
Ausgezeichnet
Der zweite Gewinner der «Goldenen Schildkröte» heisst Hanspeter Hartmann. Der 69-Jährige wurde für über 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein geehrt. Heute ist die Inklusion sein Herzensprojekt.
Die Suppe auslöffeln
Nach 25 Jahren Pause wird im Nürensdorfer Hatzenbühl wieder NLB-Unihockey gespielt. Präsident Simon Weder höchstpersönlich schoss UBN mit einem Hattrick zum Aufstieg.
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Vereinspräsident Simon Weder schoss UBN zum Aufstieg in die NLB. (Bild: Vanessa Schmid)
Weltmeisterliches Jubiläum
Die Sommercamps von unihockey.ch feierten diesen Sommer ihr 20-jähriges Bestehen. Mit 236 teilnehmenden Kindern an fünf Standorten wurde ein Rekord aufgestellt.
Im Wasseramt verankert
Wer beim UHC Oekingen einen Einblick erhält, sieht sofort, dass sich hier kurze Wege kreuzen, bewusst regional gefördert wird, Bescheidenheit zur DNA gehört und Synergie - das Zusammenwirken auf vielen Ebenen - mehr als ein Schlagwort ist.
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Oekingen feiert den doppelten Cupsieg. (Bild: Michael Peter)
Schwedisches Schaulaufen
Die dritte 3v3-Weltmeisterschaft, erstmals in Spanien als eigenständiger Event und nicht im Rahmen einer U19-WM durchgeführt, hinterliess viele Fragen. Ein Kommentar.
Die Frührentner
Im kommenden Saisonguide werden vor allem Transfers und die Liganeulinge im Fokus stehen. Wir nehmen daher jetzt schon Abschied von Cracks, die den Sport über Jahrzehnte prägten.
Zuger Talent
Im Februar gewann Franca Hürlimann als 17-jährige Förderkaderspielerin im UPL-Team von Zug United den Cupfinal. Schon während der Saison zeigte die Formkurve der Meggerin in der U21-A von Zug United nach oben, als Center war sie mit 17 Toren und 20 Assists die Topskorerin ihres Teams. Mit ihrem ersten UPL-Vertrag folgt jetzt der nächste Schritt.
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Franca Hürlimann, Stütze der U19-Nati. (Bild: IFF)
Wechselfehler
Die unprofessionelle Kolumne.