12.
10.
2011
Meisterschaft | Autor: Bächler Damian (Tafers Schmitten)

1. Liga KF Gr. 1- Tagesbericht 2. Runde

Der zweite Spieltag fand in Schmitten FR statt und wurde vom UHC Tafers-Schmitten organisiert. Es fielen mit 119 Treffen deutlich mehr Tore als noch zum Saisonstart (81).

Der zweite Spieltag brachte keine Überraschungen und die meistgenannten Playoff-Favoriten haben ihre Positionen schon einmal eingenommen. Kappelen behält seine reine Weste und bleibt wie ULA noch ungeschlagen.

SC Oensingen Lions - Berner Hurricanes II 4:5
Das Startspiel bestritten Oesingen vs Berner Hurricanes II. In den ersten Minuten hat Oensigen überraschenderweise ein kleines Chancenplus - die Canes kamen nichts richtig ins Spiel. Beiden Mannschaften begannen aggressiv und dennoch abtastend. Nach sieben Minuten konnten die „All Blacks" einen Penalty nicht verwerten. Das anschliessende Powerplay war dann jedoch sehr überzeugend - schnell und flüssig - und führte dann auch zum ersten Tor. Dieses Tor gab den Canes Auftrieb und sie zeigten nun ihr gewohntes, gutes Direktpassspiel und waren mehrheitlich auch in Ballbesitz. Bern führte zum Pausentee sicher mit 3:0. Nach gut 28 Minuten stand es bereits 5:2 und die Partie schien entschieden. Oensingen gab nicht auf und kam bis auf 5:4 heran. Ohne die Leistung von Oensingen schmälern zu wollen - die Canes hätten den Match aufgrund der Spielanteile und Chancen klar höher und sicherer gewinnen müssen. Die vom Schiri sehr gut geleitete Partie wurde jedoch noch zur unnötigen Zitterpartie für die Canes.

Red Lions Ueberstorf - STV Kappel 4:3
Im zweiten Spiel trafen die beiden Aufsteiger Ueberstorf und Kappel aufeinander. Das Spiel begann offen und mit Chancen auf beiden Seiten. Die 2:1-Pausenführung für Ueberstorf war zwar nicht unverdient, aber doch etwas schmeichelhaft. Mit einem frühen Tor, sieben Sekunden nach Wiederanpfiff führte Ueberstorf bereits mit 3:1 und Kappel erzielte in der 25. Minute den Anschlusstreffer. Nun war es ein offenes Spiel, in dem um jeden Ball und Zentimeter Spielfeld gekämpft wurde. Kappel drückte auf den Ausgleich und dieser fiel dann auch. In der 33. Minute ging Ueberstorf durch ein Powerplaytor in letzter Sekunde in Führung und hielt nun den Ball geschickt in den eigenen Reihen und liess so keine Chancen des Gegners mehr zu. Kappel versuchte eine Minute vor Schluss mit 4 gegen 3 Feldspielern noch einen Punkt zu ergattern, jedoch ohne Erfolg. Die dritte Niederlage in Serie für den Aufsteiger war perfekt.

SC Oensingen Lions -UHC Kappelen 2:8
Nun hatte der erste Tabellenführer der neuen Saison, Kappelen, den ersten Auftritt. Und Kappelen spielte überzeugend und führte zur Pause mit 3:0. Nach dem 4:0 nach 22 Minuten war das Spiel entschieden und Oesingen konnte die 8:2 Niederlage nicht abwenden.

Berner Hurricanes II - STV Kappel 7:3
Diesmal münzten die Canes ihre Chancen in Tore um. Der Aufsteiger wehrte sich bis Spielmitte recht gut und konnte das Spiel zumindest resultatmässig noch offen gestalten. Die Canes brachten den ersten „Vierer" relativ locker ins Trockene und haben nun endlich auch ein positives Torverhältnis aufzuweisen.

Red Lions Ueberstorf - Unihockey Langenthal 3:4
ULA trat etwas überraschend ohne Ueli Reinmann und noch überraschender, lediglich mit zwei Linien gegen den Aufsteiger an. Es war ein Spiel in beide Richtungen - und es dauerte bis zur siebten Minute bis ULA das Score eröffnete. Bis zur 24. Minute führte ULA ohne grösseren Aufwand mit 3:0. Wer jedoch glaubte Ueberstorf würde sich mit der Niederlage abfinden, sah sich getäuscht. Sie glaubten auch nach dem 0:3-Rückstand an ihren Chance und es folgte eine tapfere Aufholjagd, welche mit dem 3:3 belohnt wurde. ULA erzielte jedoch eine gute Minute später den Siegtreffer.

UHC Tafers-Schmitten - UHC Kappelen 3:7
Nun folgte der erste Auftritt des Lokalmatadors, der mit drei Punkten einen fast perfekten Saisonstart hinlegte. Tafers hatte Mühe ins Spiel zu finden und der Tabellenführer hatte deutlich mehr Ballbesitz. Trotz wenig wirklich zwingenden Chancen führte Kappelen bis zur 14 Minute bereits mit 3:0. Kappelen blockte die wenigen Schüsse der Päägle gut ab, sodass der Berner Keeper eine ruhige erste Halbzeit verbrachte und (zu) wenig geprüft wurde. Die Torumrandung verhinderte in der 15. Minute gar eine noch höhere Führung. Eine Strafe kurz vor der Pause konnte Tafers mit einer sehenswerten Kombination zum 1:3 nutzen. Auf das Powerplay war wie meistens verlass. Kurz darauf folgte dann der Anschlusstreffer. Das war ein guter Start in die noch junge zweite Halbzeit. Eine Überzahl nutzte Kappelen zur 4:2 Führung. Eine weitere Powerplaygelegenheit konnten die Berner nicht nutzen, erhöhten jedoch 10 Minuten vor Spielende auf 5:2. Tafers spielte dann zwischenzeitlich mit vier Feldspielern und konnten auf 5:3 verkürzen. Kappelen liess jedoch nichts anbrennen und siegte schlussendlich verdient mit 7:3.

Unihockey Mümliswil - UHC Blumenstein 6:4
Blumenstein startete gut in die Partie und ging bereits in der zweiten Minute in Führung. Bis zum Pausentee führten die Blumensteiner eher überraschend mit 1:3. Mümliswil konnte sein Tempospiel danach aber endlich in Tore ummünzen und zog mit je zwei Treffern innerhalb einer Minute vorentscheidend auf 6:3 davon. Das Tor von Blumenstein zum 6:4 in der letzten Minute war lediglich noch Resultatkosmetik.

Unihockey Langenthal - UHC Flamatt-Sense 7:6
Flamatt musste nun endlich die ersten Punkte einfahren, um nicht bereits früh in der Saison in den Strichkampf verwickelt zu werden. Und Flamatt ging nach wenigen Sekunden dann auch in Führung. Das Spiel war nach 15 Minuten ausgeglichen und mit einem 2:2 ging es zum Seitenwechsel. Flamatt konnte dann mit zwei Toren auf 4:2 erhöhen. Wurden die sechs Langenthaler Feldspieler doch langsam müde? Auch wenn man dieses Gefühl nicht loswurde, schaffte ULA den Ausgleich zum 4:4 nach knapp 28 Minuten. Flamatt kämpfte weiter und konnte in der 31. Minute erneut in Führung gehen. Wieder konnte ULA reagieren. Flamatt hatte darauf wieder eine Antwort und erzielte dreieinhalb Minuten vor Spielende den erneuten Führungstreffer. ULA glich wenige Sekunden später wieder aus. Und als sich beide Mannschaften schon fast mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, pfiff der Schiedsrichter zweieinhalb Minuten vor Schluss eine eher fragwürdige Strafe gegen Flamatt. ULA nahm dankend an und traf zehn Sekunden vor der Sirene zum 7:6. Ein sehr schmeichelhafter Sieg für ULA, welches jedoch mit der Cleverness eines Spitzenteams auftrat. So brutal kann Sport eben sein. Flamatt war sehr nah am Punktgewinn und hätte diesen zweifelsohne auch verdient.

UHC Blumenstein - UHC Tafers-Schmitten 7:7
Blumenstein ging bereits nach 26 Sekunden aufgrund eines eiskalt ausgenützten Deckungsfehler in Führung. Tafers konnte mit der ersten Torchance das Spiel nach zwei Minuten ausgleichen. Es folgte ein kampfbetontes Spiel. Der Pausenstand (3:3) gerecht und widerspiegelte das Geschehen in den ersten 20 Minuten. Es war Blumenstein, welches mehr Ballbesitz hatte und Tafers-Schmitten kam nur selten zu zwingenden Chancen. Es machte im Spielaufbau auffallend viele Fehler und es gab unnötige Ballverluste. Nach knapp 30 Minuten stand das Spiel 4:4. Blumenstein hatte bis dahin bereits einen Latten- und Pfostenknaller zu verzeichnen. Durch eine schöne Einzelleistung konnten die Päägle in Unterzahl erstmals in Führung gehen. Doch das Powerplaytor von Blumenstein liess nicht lange auf sich warten. Wenige Sekunden nach dem Ausgleich konnte Blumenstein nach 32 Minuten wieder in Führung gehen. Tafers konnte seinerseits dann eine Strafe zum 6:6 nutzen. Das Powerplay der Fribourger war eine zuverlässige Waffe. Zwei Minuten vor Ende ging Blumenstein wieder in Führung und der Match schien gelaufen. Tafers gab nicht auf und glaubte an den Ausgleich, welcher 30 Sekunden vor Schluss dann auch Tatsache wurde. Die Punkteteilung war der gerechte Lohn für zwei gleich stark einzustufende Mannschaften.

Unihockey Mümliswil - UHC Flamatt-Sense 8:2
Beim Schlussspiel des Tages trafen Mümliswil und Flamatt aufeinander. Nach einer zwischenzeitlichen 3:1 Führung durch Mümliswil, schaffte Flamatt bis zur Pause den Anschluss und war zurück im Spiel. Zehn Minuten vor Schluss brachen beim Flamatt alle Dämme und Mümliswil schoss noch weitere fünf Tore und siegte mit 8:2. Flamatt wartet somit weiterhin auf die ersten Punkte. Mümliswil hingegen vermochte in beiden Spielen mit Tempo und Spielwitz zu überzeugen und machte an diesem Tag von allen Spitzenteams den souveränsten Eindruck - mit diesem Team wird weiter zu rechnen sein.

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks