14.
02.
2012
Meisterschaft | Autor: Best Simon (Nuglar United)

1. Liga KF Gr. 2 Tagesbericht

Die vorletzte Runde der Gruppe Ost der höchsten Kleinfeldliga fand am 12. Februar in Lausen statt. Es ging für einen Grossteil der Teams darum, sich vor der letzten Runde einen möglichst guten Platz im Kampf um die Playoffs zu ergattern. Zwei Teams hatten sogar die Möglichkeit sich diese mit grosser Wahrscheinlichkeit zu sichern (Gossau, Muotathal) und Zuzwil-Wuppenau war auf Punkte angewiesen um den sicheren Abstieg zu verhindern

1. Liga KF Gr. 2 Tagesbericht Muotathal und Cazis lieferten sich einen heissen Fight (Bild Simon Best)

Die Ausgangslage vor dieser Runde war ziemlich interessant. Cazis, Nuglar und Dübendorf standen im Kampf um die Playoffs mit dem Rücken zur Wand und mussten punkten. Lengnau, Bäretswil und Unterkulm befanden sich in einer besseren Ausgangslage und Muotathal schliesslich hätte sich mit zwei Siegen den Playoffeinzug hinter Gossau schon fast sichern können.

Um 9 Uhr begann der Tag mit der Partie LC-Rapperswil-Jona vs. DT Bäretswil. Alles andere als ein Sieg von Bäretswil wäre eine grosse Überraschung gewesen. Die Zürcher Oberländer gewannen gegen den Widersacher aus dem Kanton St. Gallen mit 7:4. Anschliessend kam es zum ersten Abnützungskampf um Punkte im Playoffrennen zwischen dem Heimteam, dem UHC Nuglar United, und Unterkulm, welches vor der Partie zwei Punkte mehr auf dem Konto hatte und drei Ränge weiter oben platziert war. Nuglar konnte vor heimischem Publikum mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen überzeugenden Sieg feiern. 8:3 am Schluss das klare Verdikt.

Das dritte Spiel war wieder ein Duell zweier direkter Konkurrenten im Kampf um die Playoffs. Lengnau zeigte Bäretswil den Meister und siegte klar mit 7:3. Im Anschluss durfte sich mit Nuglar schon wieder die Heimmannschaft vor den zahlreich erschienenen Zuschauern in Szene setzen. Gegen Rapperswil, das Schlusslicht der Liga, war ein Sieg Pflicht. Wie erwartet stiess man aber auf mehr Widerstand als einem Lieb war. Rapperswil gab sich nicht schon vor der Partie geschlagen. So gestaltete sich die erste Halbzeit sehr ausgeglichen und erst nach dem Pausentee konnten sich die Schwarzbuben uneinholbar in Front bringen und gewannen am Schluss klar mit 10:5.

In der nächsten Partie war wieder für ein wenig mehr Spannung gesorgt. Unterkulm war gegen Lengnau im Zugzwang um im Playoffkampf nicht in eine ungemütliche Lage abzurutschen, aber auch Lengnau wollte punkten um an der letzten Runde eine möglichst gute Ausgangslage zu haben. Nach einem spannenden Fight konnte sich Unterkulm die wichtigen Punkte sichern.

Das anschliessende Spiel war für wohl das Spiel des Tages. Cazis kämpfte gegen Muotathal um das Verbleiben im Playoffrennen. Verlieren verboten hiess das Motto auf Seite der Bündner. Das zeigte sich auch im Spiel. Zum kampfbetonten Spiel, welches die Innerschwyzer haben, gesellte sich noch das „Aufbäumen" der Cazner. Das Spiel bot alles was das Unihockeyherz begehrt: hart geführte Zweikämpfe, schöne Spielzüge, gute Paraden der Torhüter und nicht zuletzt auch Spannung. Das Tor der Muotathaler wurde richtiggehend belagert und nur zwischendurch konnten diese durch Konter gefährlich werden. Zwei Minuten vor Schluss war Cazis mit einem Tor in Vorlage und Muotathal spielte ohne Torhüter mit vier Feldspielern. 1:36 vor Ende dann der Ausgleich von Muotathal! Ein Schlag ins Bündner Unihockeyherz. Waren damit die Playoffträume schon verschwunden? Nein! 3 Sekunden vor Schluss gelang Cazis zu viert der erneute Führungstreffer! 5:4 Sieg! Tolles Spiel. Beste Werbung für das Kleinfeldunihockey.

Um 14:30 Uhr dann hatte der amtierende Meister Cevi Gossau seinen ersten Auftritt in Lausen. Zuzwil-Wuppenau wurde gleich mit 12:4 abgefertigt. Anschliessend konnte Cazis in Spiel 2 gegen den Achtplatzierten Jump Dübendorf den vorherigen Sieg bestätigen. Mit 8:5 taten dies die Bündner und machten so die 4-Punkte-Runde perfekt. Danach stand Muotathal vs. Zuzwil-Wuppenau an. „Formsache", könnte man meinen. Dem war nicht so. Die St. Galler waren bis 5 Minuten vor Spielende in Führung. Erst dann sorgte Wyler für Muotathal für die Entscheidung (10:7) und besiegelte damit den sicheren Wiederabstieg des Aufsteigers. Schade, wird wohl ein bisschen weniger farbenfroh sein in der Liga nächste Saison.

Im letzten Spiel der vorletzten Runde sorgte dann Jump Dübendorf noch für eine kleine Überraschung und besiegte Gossau mit 8:6. Jump sicherte sich somit den Nicht-Abstieg. Der Sieg hat jedoch keinen Einfluss auf die Tabellensituation: Gossau bleibt Erster und wird auch nach der letzten Runde schon sicher auf Platz 1 stehen und Dübendorf bleibt auf dem achten Platz.

Fazit: Es ist unglaublich. Aber vor der Schlussrunde befinden sich tatsächlich fünf Teams innerhalb von einem mickrigen Punkt und kämpfen mit dem zwei Punkte davor liegenden Muotathal um die verbliebenen drei Playoffplätze, welche noch zu vergeben sind. Dass die Gruppe sehr ausgeglichen ist, wurde schon vor der Saison immer wieder thematisiert, aber dass zwei Spiele vor Schluss noch so viele Teams reele Chancen auf die Playoffs haben werden, mit dem rechnete wohl niemand.

 

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11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
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