10.
2011
1. Liga KF Gruppe 2 – Tagesbericht 2. Runde
Cevi Gossau führt nach vier Partien die Rangliste an, Zuzwil-Wuppenau und Rapperswil-Jona belegen die letzten beiden Plätze. Sind das Überraschungen? Nein. Es ist auf den ersten Blick also alles so, wie es vor der Saison erwartet wurde. Beim genaueren Hinsehen auf die Resultate und die Rangliste wird aber klar, dass dem gewiss nicht so ist. Dass die Gruppe mit den starken Aufsteigern Bäretswil und Dübendorf noch ausgeglichener werden würde, wussten alle. Dass aber am zweiten Spieltag in Muotathal gleich fünf Spiele unentschieden enden würden, konnte nicht prophezeit werden. Nach vier Spielen gibt es deshalb vor allem eine Quintessenz: Praktisch jedes Team kann in jedem Spiel siegen. Oder eben zumindest einen Punkt holen. Ein paar weitere Erkenntnisse lieferte der 2. Spieltag in der Muotathaler Stumpenmatt-Halle dann aber doch noch:
Titelgewinner: Schweizer Meister Cevi Gossau und Cupsieger Muotathal gehörten zu den Gewinnern der zweiten Runde. Die Zürcher zeigten vor allem in der ersten Partie grosse Moral, als sie gegen Lengnau einen 2:4-Pausenrückstand noch in einen 8:6-Sieg umwandelten. Der 7:3-Erfolg in der zweiten Partie gegen Rapperswil-Jona entsprach dann hingegen schon einer gewissen Logik. Die Zürcher sind damit nach vier Partien mit sieben Punkten alleiniger Leader. Auf Rang drei vorgekämpft hat sich Muotathal. Den Schwyzern gelang beim Heimturnier zuerst die Revanche für die Cup-Niederlage gegen Jump Dübendorf (9:4), im zweiten Spiel resultierte gegen das kampfstarke Bäretswil ein 3:3.
Aufsteiger: Wie Muotathal haben auch Bäretswil (2.) und Dübendorf (4.) fünf Punkte auf dem Konto. Bäretswil gewann sein erstes Spiel gegen Zuzwil-Wuppenau sicher mit 9:5, Dübendorf holte am Morgen gegen Unterkulm trotz einem 2:5 zur Pause noch einen Punkt (5:5). Während Bäretswil mit drei gewonnenen Zählern zu den Gewinnern der Runde gehörte, wurde der Leader der Startrunde, Jump Dübendorf, etwas zurückgebunden. Beide Teams untermauerten aber auch am zweiten Spieltag ihre Ambitionen, im Kampf um die Playoff-Plätze ein Wörtchen mitzureden.
Playoff-Kandidaten: Nuglar (5.), Unterkulm (6.) und Cazis (7.) haben alle vier Punkte auf dem Konto. Während Nuglar nach der schwachen Startrunde reagierte, statt einen diesmal mit dem Unentschieden gegen Lengnau (7:7) und dem Kantersieg über Cazis (11:4) drei Punkte holte und sich damit zurückmeldete, wurden Unterkulm und Cazis eher zurückgebunden. Am frühen Morgen hatten sich die beiden Teams 6:6 getrennt, auch danach konnten beide wie erwähnt nicht ihren zweiten Saisonsieg feiern. Noch einen Rang und einen Punkt dahinter liegt Lengnau. Der Qualifikations-Dominator der Vorsaison kommt weiterhin nicht richtig auf Touren. Nach zwei Spieltagen haben die Aargauer bereits gleich viele Verlustpunkte erlitten wie im Vorjahr bis zum Ende der Qualifikation. Nämlich 5.
Unter dem Strich: Zuzwil-Wuppenau holte beim 6:6 gegen Rapperswil-Jona den zweiten Punkt der Saison, die St. Galler den ersten. Die beiden Teams bewiesen mit ihrer Spielweise, dass sie für jede Equipe zum Stolperstein werden können. Ebenfalls bestätigt wurde aber der Eindruck, dass ihnen in Anbetracht der Stärke der Gegnerschaft eine schwierige Saison bevorstehen dürfte.
Eine Prognose nach 4 Runden zu wagen wäre in Anbetracht der Ausgeglichenheit der Gruppe verfrüht. Oder wer hätte nach dem ersten Spieltag darauf gewettet, dass das in Zofingen bärenstarke Cazis gegen das damals enttäuschende Nuglar komplett einbrechen würde? Wetten, dass auch an den nächsten Spieltagen allen sogenannten Experten wieder der eine oder andere Fehlgriff in ihren Prognosen unterlaufen werden? Die Mannschaften dieser Gruppe sind so ausgeglichen, dass alle Prophezeiungen zur reinen Lotterie verkommen.