02.
11.
2011
Meisterschaft | Autor: Sebastian Brühwiler (Zuzwil-Wuppenau)

1. Liga KF Gruppe 2 – Tagesbericht 3. Runde

Die Elite des schweizerischen Kleinfeld-Unihockeys traf sich letzten Sonntag in Zuckenriet (SG) zur Heimrunde des UHC Zuzwil-Wuppenau. Nach den ersten beiden Meisterschafsrunden hatte die Tabelle noch keine klaren Konturen angenommen. Mit zwei Ausnahmen sollte diese Aussage auch nach der dritten Runde noch Bestand haben.
1. Liga KF Gruppe 2 – Tagesbericht 3. Runde

Beginn mit Paukenschlag
Pünktlich um 10.00 Uhr (die Hallenuhr hatte wohl die Umstellung auf die Winterzeit aufgrund des herrlichen Wetters noch verweigert) begann die Runde mit der Begegnung zwischen Aufsteiger Jump Dübendorf und Meister UHCevi Gossau. Im Zürcher Derby gaben sich die grossen Herren des Kleinfelds keine Blösse und gewannen standesgemäss mit 10:6. Dann folgte schon grösste Überraschung des Tages. Die Lokalmatadore des UHC Zuzwil-Wuppenau, erstmals in der Neuzeit wieder in der höchsten Liga vertreten, forderten den aktuellen Cupsieger UHC KTV Muotathal. Nach ausgeglichenen Startminuten übernahmen die Wuppenauer, beobachtet von erstaunten Gesichtern der Experten auf der Tribüne, langsam das Zepter. Die erstmals in Vollbesetzung angetretenen Ostschweizer erspielten sich Chancen im Minutentakt und konnten sich so bis kurz vor Ende der Partie einen 2-Tore-Vorsprung herausspielen. Auch die Schlussoffensive der Muotathaler, die den Gegner im Vorfeld der Partie noch als vermeintlich schwächstes Team der Liga und Abstiegskandidat Nummer 1 bezeichnet hatten, vermochte ausser dem Anschlusstreffer nichts zählbares mehr bringen. Mit einem Schuss ins leere Tor zum 6:4 Endstand besiegelten die Wuppenauer ihren ersten Sieg in dieser Saison.

Spannende Spiele am Vormittag
Gossau gegen ZuzwilWeiter ging die Meisterschaftsrunde mit der Partie zwischen Blau-Gelb Cazis und Jump Dübendorf. Die Zürcher konnten auch ihr zweites Spiel des Tages, trotz beeindruckender Aufholjagd in den Schlussminuten, nicht erfolgreich gestalten. Zum Schluss resultierte ein verdienter 10:9 Sieg für die Bündner. Dann stand die zweite Partie der Hausherren auf dem Programm. Der Spielplan sah vor, dass die Wuppenauer, die erneut den inoffiziellen Titel „Schönstes Trikot" für sich beanspruchen durften, in der Heimrunde nach dem Spiel gegen den amtierenden Cupsieger auch noch dem aktuellen Schweizermeister Paroli bieten musste. Und auch dieses Spiel hatte es in sich. Wie erwartet gingen die Gossauer schnell in Führung, den Wuppenauern gelang es jedoch den Rückstand im Rahmen zu halten. Dank schönen Anschlusstoren hielten sie die Partie bis zur Pause völlig offen. Mit starkem Offensivspiel und dem gewohnten Rotieren kam Gossau dann jedoch zu mehreren Treffern, wodurch sich die Wuppenauer zu Beginn der Schlussminuten mit einem 7:2 Rückstand konfrontiert sahen. Dann folgte die unerwartete Reaktion der Wuppenauer. Innert weniger Minuten gelang es den alten Herren fünf Tore zu erzielen und somit den Rückstand zu egalisieren. Mit dem Stand von 7:7 erwartete die Zuschauer eine spannende Ausgangslage für die letzten Sekunden. Diese standen dann allerdings wieder im Zeichen des Schweizermeisters, der die Partie schlussendlich doch noch für sich entscheiden konnte. Mit der resultierenden 10:7 Niederlage konnten die Wuppenauer nicht zufrieden sein, hätten sie doch für ihre beherzte Aufholjagd einen Punkt verdient gehabt. In Spiel 5 des Tages galt es für den UHC KTV Muotathal die Schmach der Niederlage gegen die Wuppenauer auszumerzen. Nachdem es lange nach einer zweiten Niederlage der Jungwetterfrösche aussah, konnten diese in der zweite Halbzeit aufdrehen und die Partie gegen Blau-Gelb Cazis mit 7:5 gewinnen. Damit war die erste Hälfte des Tages abgeschlossen. Während Gossau das Punktemaximum holen konnte, mussten die Dübendorfer ohne Zählbares die Heimreise antreten. Cazis, Muotathal und Zuzwil-Wuppenau verbuchten jeweils zwei Punkte.

Einseitiger Start in den Nachmittag
Capatt (Nr. 5) wühlt vor dem Urner TorNachdem am Morgen alle Partien ausgeglichen und bis zum Schluss spannend waren, starteten White Horse Lengnau und der UHC Tigersharks Unterkulm weniger ausgewogen in den Nachmittag. Die Lengnauer bekundeten im Aargauer Derby keinerlei Probleme und fegten Unterkulm mit einer 11:3 Packung vom Feld. Auch in der nachfolgenden Partie zwischen dem LC Rapperswil-Jona und dem UHC Nuglar United gab es mit dem 9:4 Sieg für Nuglar einen klaren Sieger. Im zweiten Spiel der Lengnauer trafen diese auf den Aufsteiger DT Bäretswil. In einer ausgeglichenen Partie, in welchem sich die Zürcher ungewohnt abschlussschwach zeigten, behielten zum Ende die Aargauer die Oberhand. Mit dem 8:5 Sieg konnten sich die Lengnauer zwei weitere Punkte sichern. Zur zweitletzten Begegnung des Tages standen sich mit dem UHC Nuglar United und den Tigersharks Unterkulm zwei Teams gegenüber, für die der Tag bisher unterschiedlicher nicht sein konnte. Nuglar ging mit einem klaren Sieg im Rücken in die Partie, während Unterkulm wohl die Kanterniederlage von vorhin noch nicht ganz verdaut hatte. So ging Unterkulm auch in der zweiten Partie als Verlierer vom Platz. Die Anzeigetafel zeigte ein 6:2 für die jungen Wilden aus Nuglar, die somit 4 Punkten nach Hause nehmen durften. Die letzte Partie zwischen dem DT Bäretswil und LC Rapperswil-Jona hatte seinen klaren Favoriten, welcher seiner Rolle auch gerecht wurde. Die Bäretswiler spielten zwar eher unter ihren Möglichkeiten, gegen das bescheidene Rapperswil reichte dies jedoch trotzdem zu einem lockeren 9:4 Sieg. Damit waren auch die Nachmittagsspiele, die in Qualität und Spannung jenen des Vormittags eher hinterher hinkten, absolviert. Mit Nuglar und Lengnau konnten zwei Teams das Punktemaximum holen. Bäretswil mit einem Sieg und einer Niederlage zeigte eine ausgeglichene Bilanz, während Rapperswil und Unterkulm die Runde ohne Punkte beendeten.

Fazit
Auch nach Runde 3 hat die Tabelle noch keine allzu deutlichen Konturen angenommen. Mit Ausnahme von UHCevi Gossau, das mit deutlichem Vorsprung an der Spitze thront und dem LC Rapperswil-Jona mit einem Punkt das Tabellenschlusslicht, ist die Meisterschaft extrem ausgeglichen. Nur vier Punkte trennen dem Tabellenzweiten UHC Nuglar United und den Tabellenneunten UHC Tigersharks Unterkulm. Spannung im weiteren Meisterschaftsverlauf ist mit dieser Ausgangslage garantiert.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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