29.
11.
2011
Meisterschaft | Autor: Martin Keller (UHCevi Gossau)

1. Liga KF - Tagesbericht Runde 4

Die Ausgangslage vor der vierten Runde in Wetzikon präsentierte sich ausgesprochen spannend, was die Playoff-Plätze anbelangte. Mit drei Punkten Vorsprung schien zwar der Titelverteidiger vorne wegzuziehen, aber dahinter balgten sich fünf Vereine innerhalb lediglich zwei Punkten für die Plätze an der Sonne. Würde die vierte Runde eine Bereinigung bringen oder das Ganze noch näher zusammen rücken lassen?
1. Liga KF - Tagesbericht Runde 4

UHCevi Gossau -DT Bäretswil 8:11
Im Oberländer Derby zeigte sich das DT Bäretswil unheimlich effizient und nutzte beinahe jede Gelegenheit, während sich die Titelverteidiger gegenseitig überboten und beste Chancen vergeigten. Weil ihnen nicht viel gelingen wollte, versuchten sie mit der Brechstange zum Erfolg zu kommen. Zwar konnte im risikoreichen Vier-zu-Drei-Spiel der eine oder andere Treffer gutgemacht werden. Auf mehr als zwei Tore heran kam Gossau jedoch nicht, denn die Bäretswiler hatten stets eine Antwort bereit. Die erste Saisonniederlage des Schweizer-Meisters war Tatsache.

Jump Dübendorf - UHC Nuglar United 8:6
Der UHC Nuglar United war Runner Up und wollte im Spiel gegen Dübendorf seine Position behaupten. Die ohne Morand angetretenen Schwarzbuben kamen aber in der ersten Halbzeit gegen die Dübendorfer bös unter die Räder. In der zweiten Halbzeit ging diesen aber immer mehr die Luft aus und Nuglar holte Tor um Tor auf. Kurz vor Schluss konnten sie sogar in Überzahl spielen, aber es gelang nichts Zählbares mehr. So konnte Jump den schliesslich nicht unverdienten Erfolg ins Trockene bringen.

UHC T.S. Unterkulm - UHCevi Gossau 2:3
Wiedergutmachung stand vor diesem Spiel für den UHCevi Gossau auf dem Programm. Bald schon führten die Zürcher 2:0 und alles schien seinen gewohnten Lauf zu gehen. Als dann der omnipräsente und wirblige Heiniger mit einem direkt verwandelten Freistoss zum 2:1 das Anschlusstor erzielen konnte, wusste man eine Antwort darauf und konnte mit dem 3:1 wieder zwei Längen vorlegen. Das war dann auch der Pausenstand. Nach der Pause wollte man den Vorsprung ausbauen, aber das gelang nicht. Immer wieder wurden beste Gelegenheiten ausgelassen und man fiel in die alten Muster vom Bäretswil-Spiel zurück: Überhastete Abschlüsse, unnötige Ballverluste und immer ein Tick zu spät. Unterkulm witterte Morgenluft, der Anschlusstreffer zum 3:2 kam aber zu spät und so zitterte sich der Titelverteidiger zum Sieg, für welchen sie sich hauptsächlich bei ihrem grossartigen Nachwuchstorhüter Patrick Diener bedanken durften.

Jump Dübendorf - DT Bäretswil 6:10
Im zweiten Zürcher Derby standen sich zwei Überraschungssieger gegenüber. Bäretswil war Favorit und geriet kurz nach Wiederbeginn 0:1 in Rückstand. Dieser wurde aber noch vor der Pause korrigiert. Wie schon im ersten Spiel konnten die Dübendorfer nicht mehr ganz mithalten und so gelang den Bäretswiler ein nie gefährdeter 10:6 Sieg.

UHC KTV Muotathal - UHC Nuglar United 10:9
Das Spiel zwischen den Schwyzern und den Solothurnern kannte keinen Favoriten und war entsprechend ausgeglichen und auch attraktiv für die Zuschauer. Das Spiel wogte auf und ab, Nuglar hatte viel mehr Ballbesitz aber Muotathal zeigte kämpferische Qualitäten und war sehr effizient. Schluss lag der Cupsieger glücklich vorne. Aber auch Nuglar hätte den Sieg verdient.

UHC T.S: Unterkulm - UHC Zuzwil Wuppenau 7:5
Unterkulm war nahe dran am Schweizermeister, blieb aber schliesslich ohne Punkte. Dies sollte aber in ihrer zweiten Partie geändert werden. Der Gegner war der einen Rang vor ihnen klassierte Neuling UHC Zuzwil-Wuppenau. Nach dem zwischenzeitlichen 4:1 für die Tigersharks dachte kaum jemand daran, dass der Neuling noch einmal herankommen würde, aber zur Pause stand es 4:4. Auch die erneute Kulmer Führung konnte die Thurgauer noch einmal ausgleichen, aber zum Schluss setzte sich die Routine der Wynentaler durch und der Sprung aus der Abstiegszone, in welcher sich die Thurgauer wieder finden, war damit vollzogen.

White Horse Lengnau - Blau Gelb Cazis 1:3
Der zweite Spitzenkampf zwischen den Aargauern und den Bündnern war der erwartete harte Fight, bei welchem die Defensiven dominierten. Das leicht favorisierte Lengnau ging dann auch folgerichtig bis zur Pause 1:0 in Führung. Nach einem umstrittenen Schiedsrichterentscheid konnten die Heinzenberger ausgleichen und kurz darauf gingen sie nach einem Konter sogar in Führung. Das ungestüme Anstürmen der Surbtaler mit vier zu drei beantworteten die defensiv sehr soliden Steinböcke mit dem Empty-Netter zum Schlussresultat.

LC Rapperswil Jona - UHC KTV Muotathal 1:9
In einer einseitigen Partie gewannen die Innerschwyzer gegen die Rosenstädter klar. Diese werden es in der Folge schwer haben, den Abstieg noch zu verhindern.

White Horse Lengnau - UHC Zuzwil Wuppenau 5:4
Erstaunt rieb man sich die Augen, als man feststellen musste, wie schwer sich der haushohe Favorit mit dem Liganeuling tat. Bei Halbzeit führte dieser gar 3:1 und ein unerwarteter Punktverlust für den klaren Favoriten zeichnete sich ab. Waren das die Folgen vom überraschenden Rücktritt ihres Coaches? In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Surbtaler immerhin, kamen zum Ausgleich und in der letzten Sekunde gar zum glücklichen Siegestreffer. Die Unwiderstehlichkeit der letzten Saison vermisst man heuer bei den Aargauern.

LC Rapperswil Jona - Blau Gleb Cazis 4:10
Dass die Bündner auch offensiv etwas zu bieten haben, bewiesen sie im letzten Spiel der Runde gegen den Tabellen-Letzten Rapperswil. Mit diesem Erfolg grüsst Cazis nun wieder von einem Playoffplatz.

Nach dieser Runde führen die Titelverteidiger des UHCevi Gossau die Tabelle nach wie vor an. Der Vorsprung ist allerdings auf zwei Punkte zusammengeschmolzen und der Titelverteidiger scheint nicht unantastbar. Dahinter lauern Bäretswil und Muotathal, die das Punktemaximum egattern konnten. Auf dem vierten playoff berechtigeten Platz liegen neu die Cazner, welche ebenfalls mit einem Vierer im Gepäck ins nebelfreie Domleschg zurückreisen durften. Überraschend nur auf Platz fünf findet man Lengnau, das noch einen Punkt vor Nuglar liegt, die für ihren Nuller mit dem Sturz von Platz zwei auf Platz 6 brutal bestraft wurden. Die dahinter folgenden Dübendorf und Unterkulm haben wohl nur noch Aussenseiterchancen auf die Playoffs. Sie sind aber durchaus in der Lage, beim einen oder anderen Anwärter als Spielverderber zu wirken. Zuzwil und Rapperswil sind bereits tief im Abstiegssumpf drin und es wird schwer werden, sich daraus zu befreien.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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