16.
10.
2012
Meisterschaft | Autor: Sandro Müller (UHC Oekingen)

2. Tagesbericht 1. Liga KF Gruppe 1

Die Teams der 1. Liga KF Gruppe 1 trafen sich in Subingen zum zweiten Kräftemessen der Saison 2012/2013. Nach einer ersten Standortbestimmung in der Auftaktrunde vor drei Wochen ging es für die Teams darum, die Saison in die richtigen Bahnen zu lenken, sei dies nun indem an die guten Resultate angeknüpft oder der Fehlstart zu korrigieren versucht wird.

2. Tagesbericht 1. Liga KF Gruppe 1 Oekingen (blau) und Blumenstein in Aktion (Bild Yvonne Häberling)

Auch in dieser Runde versprachen die Paarungen ein hohes Mass an Spannung. Und am Ende des Tages wird die Tabelle ein wird die Tabelle dann auch etwas mehr Aufschluss über den Formstand der Teams in der noch jungen Saison geben können...

In der ersten Partie standen sich mit Mümliswil und den Berner Hurricanes zwei letztjährige Playoff-Teilnehmer gegenüber, die auch in dieser Saison wieder zu den Playoff-Anwärtern gehören. Trotz den frühen Morgenstunden startete die Partie mit viel „Action", wobei Mümliswil den besseren Start erwischte und früh in Führung gehen konnte. Zur Pause war der Vorsprung aber bereits wieder weg, so dass die Canes ihrerseits mit einem 2:1 Vorsprung in die Pause gehen konnten. In der schnellen und intensiven Partie setzten sich dann aber die Canes entscheidend ab und gewannen schliesslich ungefährdet mit 8:2. Die Deutlichkeit des Resultates ist sicherlich eine Überraschung und es scheint, als hätte Mümliswil den Tritt noch nicht wieder gefunden.

Im zweiten Spiel trafen mit Pieterlen gegen Ueberstorf zwei Teams aufeinander, die in den Kreis der sogenannten „Underdogs" gezählt werden dürfen. Pieterlen begann in diesem „4-Punkte-Spiel" furios und konnte bis auf 4:1 davonziehen. Doch nach einem Time-Out fand dann auch Ueberstorf langsam in die Partie. Zur Halbzeit stand es 5: 3 für Pieterlen. Das Spielgeschehen gestaltete sich in der Folge ausgeglichen, in einer hektischen Schlussphase konnte Ueberstorf das Spiel drehen und besiegte Pieterlen mit 8:6.

Die nächste Begegnung zwischen Mümliswil und Tafers-Schmitten war lange Zeit ausgeglichen. So erstaunte es auch nicht, dass die Teams mit einem 2:2 in die Pause gingen. Nach dem Seitenwechsel erwischte Mümliswil den besseren Start und erhöhte das Skore auf 4:2. Tafers-Schmitten liess sich davon aber wenig beeindrucken und konnte wieder auf 4:4 ausgleichen. Danach fand ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten statt. Mümliswil behielt in der Hektik der Schlussphase die Oberhand und konnte in den letzten beiden Minuten die Tore 5 und 6 erzielen. So gewann Mümliswil das Spiel mit 6:4 und konnte die ersten Punkte der Saison einfahren.

Zur Mittagszeit trafen die Canes auf Pieterlen. Auf dem Papier war diese Partie eine klare Angelegenheit, jedoch konnten die „Underdogs" aus Pieterlen trotz frühem Rückstand über lange Strecken mit den Bernern mithalten, was in einer knappen 4:2 Führung zur Spielhälfte für die Canes resultierte. Auch nach der Pause hielt Pieterlen mit dem Gegner noch lange mit, bis sich dann in der Schlussphase die Canes mit ihrer Routine durchsetzen konnten und das Spiel dann doch ungefährdet mit 7:2 für sich entschieden.

Im Anschluss standen sich Ueberstorf und Kappelen gegenüber. Trotz dem frühen1:0 der Ueberstorfer und ausgeglichen ersten zehn Minuten, setzte sich Kappelen am Ende klar mit 10:2 durch. Es gelang den Ueberstorfern einfach nicht, die massierte Abwehr der Kappeler zu überwinden, so dass diese im Gegenzug ihre Führung kontinuierlich ausbauen konnten. Die Hoffnung auf eine Überraschung währte so nur kurz.

In der Partie zwischen Blumenstein und Tafers-Schmitten neutralisierten sich die Teams in der ersten Hälfte weitestgehend gegenseitig. Nach einer torarmen Halbzeit stand es 2:1 für Tafers-Schmitten. Die Blumensteiner kamen entschlossener aus der Kabine und konnten das Spiel ausgleichen und kurz darauf gar in Führung gehen. Nachdem beide Teams noch je ein Tor erzielt hatten, nahm Tafers-Schmitten den Torhüter vom Feld. Nur wenig später sahen sie sich allerdings aufgrund eines Wechselfehlers in Unterzahl und ihre Aufholjagd schien abrupt gebremst. Das Spiel war vermeintlich entschieden, da nur noch weniger als zwei Minuten zu spielen waren. Trotz Unterzahl nahm Tafers-Schmitten wiederum den Torhüter raus, um wenigstens drei gegen drei spielen zu können. Dank einer sehenswerten Einzelaktion seitens Tafers-Schmitten konnte gar noch der Ausgleich zum 4:4 erzielt werden, was angesichts der widrigen Umstände als Überraschung gesehen werden muss.

Das Heimteam UHC Oekingen traf in der Folge auf Langenthal. Das Heimteam spielte frech auf und führte nach der ersten Halbzeit nach zahlreichen gefälligen Aktionen verdient mit 5:2. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Oekingen das Spiel im Griff und liess Ball und Gegner laufen, konnte dies allerdings nicht in Zählbares ummünzen. Plötzlich häuften sich individuelle Fehler und Konzentration in der Defensive liess merklich nach. Das unerklärliche Nachlassen des Heimteams nutzte Langenthal eiskalt aus. Und ehe man sich versah, stand es 9:6 für ULA. Oekingen setzte rund drei Minuten vor Schluss alles auf eine Karte, ersetzte den Torhüter durch einen vierten Feldspieler und wurde für den grossen Einsatz und die Willensleistung doch noch belohnt, indem der Spielstand in extremis Sekunden vor Schluss auf 9:9 ausgeglichen werden konnte. Schade für den Aufsteiger aus Oekingen! In diesem Spiel wäre eindeutig mehr drin gelegen. So wurde Oekingen aufgrund schwacher zehn Minuten um einen wichtigen Sieg im Kampf um den Ligaerhalt gebracht.

Ein weiterer „Kracher" stand mit Kappelen gegen Nuglar auf dem Programm. Kappelen war über weite Strecken der Partie die stärkere Mannschaft und führte nach rund dreissig Minuten mit 6:1, nachdem es in der Halbzeit bereits 4:1 gestanden hatte. Danach spielte Nuglar zu viert. Sie kamen auch tatsächlich noch einmal auf 7:4 heran, bremsten ihren Höhenflug allerdings mit einem haarsträubenden Eigentor gleich selber. Am Ende stand es verdientermassen 9:4 für Kappelen.

Im zweitletzten Spiel des Tages trafen Oekingen und Blumenstein aufeinander. Durch harte Arbeit und eine gute Defensive konnte Oekingen mit einem 3:1 Vorsprung in die Pause. Nach dieser waren aber bedauerlicherweise Parallelen zum Spiel gegen Langenthal auszumachen. Auch hier wurde das Nachlassen der Oekinger bestraft. Zu allem Überfluss gesellte sich zum eigenen Unvermögen auch noch Pech hinzu, indem der Ball unglücklich von einer hervorstehenden Bande direkt auf den Stock des Gegners sprang, der dann alleine zum 3:3 einschieben konnte. Kurz danach erzielte Blumenstein das 4:3, worauf Oekingen mit dem 4:4 Ausgleich antworten konnte. Blumenstein profitierte später abermals von einem unglücklichen Abpraller der über Umwege beim einschussbereiten Angreifer Blumensteins landete und zum 4:5 verwertet werden konnte. Aus dem Spiel ohne Torhüter resultierten lediglich zwei „empty netter" zugunsten Blumensteins, die so einen 7:4 Sieg verbuchen konnten.

Im letzten Spiel des Tages traf Nuglar auf das noch vier Feldspieler und einen Torhüter umfassende Langenthal. Früh erarbeitete sich Nuglar eine 3:0 Führung, die aber bis zur Pause dank eines routinierten Auftritts von Langenthal auf 4:3 schmolz. Nach der Pause verlor ULA einen weiteren Mann, weshalb die verbliebenen drei Feldspieler wohl oder übel keine Wechselmöglichkeit mehr hatten. So konnte Nuglar auf 9:6 erhöhen und gewann das Spiel gegen tapfer kämpfende Langenthaler.

Nach zwei gespielten Runden waren in der Gruppe 1 Überraschungen weitgehend Fehlanzeige. Einzig Mümliswil bleibt vorerst noch hinter den Erwartungen, während der Rest den gewohnten Gang zu nehmen scheint. Die Favoriten halten sich bereits jetzt in der oberen Tabellenhälfte, während sich die Aufsteiger und die prognostizierten „Strichteams" eher in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt haben. Doch die Saison ist noch jung und es bleibt noch genug Zeit, um für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auch die vermeintlich schwächeren Teams haben bereits ihr Potenzial angedeutet und gezeigt, dass an einem guten Tag den Playoff-Kandidaten durchaus ein Bein gestellt werden könnte. Man darf also auf den weiteren Ausgang der Saison gespannt sein.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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