01.
2013
6. Tagesbericht 1. Liga KF Gruppe 1
Am Sonntag fand in Bolligen die sechste Runde der 1. Liga KF Westgruppe statt. Canes-Chronist Markus Schwab wirft diesmal einen etwas anderen Blick zurück und vor allem nach vorn.
Januar im Kleinfeldunihockey bedeutet seit Jahren dasselbe; hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Im 2013 sollte dies nicht anders sein. Vor der Runde stellten sich die folgenden Fragen (same procedure as every year):
1. Welche Mannschaften kämpfen nach der Runde noch um den Abstieg in den letzten vier Partien?
2. Für welche Mannschaften ist die Saison sozusagen schon im Januar gelaufen, da weder nach oben noch nach unten was geht?
3. Welche Mannschaften schnuppern noch an den Playoffs bzw. haben das Ticket schon so gut wie gebucht?
Auf alle Fragen hatte die Runde in Bolligen Antworten parat:
1. Pieterlen und Überstorf hätten sich auch mit vier Punkten nicht aus der Gefahrenzone befreien können; Pieterlen bestätigte immerhin den Aufwärtstrend und in dieser Form wird es für die anderen Teams noch eine heisse Kiste. Um die Freiburger aus Überstorf muss man sich Sorgen machen; im 2013 bringen die bis anhin kein Bein vor das Andere. Ihre Hoffnung? Sollte sie sich bis in die letzte Runde retten, könnten ihnen die Canes helfen; schon vor Jahren haben sie ein Freiburger Team vor dem sicher geglaubten Abstieg gerettet; schliesslich sind die Canes ein Befürworter der kantonalen Quotenplätze. Oekingen orientiert sich auch gefährlich nahe an der Abstiegszone und muss aufpassen, dass sie vom aufstrebenden Pieterlen nicht verdrängt werden. Tafers hat sich mit der Leistung vom Sonntag auch wieder ins Geschäft gebracht; aber eigentlich sind sie zu gut um ernsthaft in Gefahr zu geraten.
2. Nuglar hat sich mit einer enttäuschenden Runde ins Niemandsland der Tabelle katapultiert; vermutlich wird man sich dort nun bereits auf die neue Saison vorbereiten und die von Nuglar hochgelobte Juniorenbewegung fördern. Da geht weder nach vorne noch nach hinten was. ULA hat sich eine starke Vorstellung gezeigt. Hat ihnen der Abgang von Roger Gerber Flügel verliehen? Der Rückstand auf die Playoffränge dürfte aber bereits zu gross sein und Kontinuität war bislang eher ein Fremdwort bei den Oberaargauern. Mit einer 4-Punkte-Runde in Schmitten könnte noch was gehen...
3. An den Playoffs schnuppern? Der Schreiber meint, die Playoffplätze sind in der Gruppe 1 bereits vergeben. Same procedure as last year. Dort beginnen nun schon die taktischen Spielchen. Kappelen will als Nummer 1 in die Playoffs; schliesslich ist die enge Halle in Kappelen nur ein Vorteil für Kappelen. Mümliswil wird sich auch mit Platz 4 begnügen aufgrund des Saisonstartes; allerdings wollen sie Gossau im Viertelfinale aus dem Weg. Also werden die Solothurner in den letzten Runde alles in die Waagschale werfen, um Blumenstein noch zu überholen. Blumenstein will aufgrund der Erfahrung aus dem letzten Jahr Gossau in den Viertelfinals vermeiden; dafür sind noch ein paar Punkte notwendig, oder reicht es gar noch für den Heimvorteil im Viertelfinale und somit packenden Spielen im Hasenäscht? Den Canes spielt es keine Rolle, ob sie als 1. oder 4. in die Playoffs steigen; die alten Herren wissen, dass auf dem Weg zum Titel jede Mannschaft geschlagen werden muss. Zudem zeigt die Erfahrung, dass die Canes im März stärker sind als im April; also warum nicht gleich drei Weekends nacheinander gegen Gossau?
Fazit: Fast alle Fragen sind beantwortet; spannend bleibt es noch um den Abstieg. Für die ersten Vier dagegen könnten die Playoffs bereits im Februar beginnen; so wäre früher Sommerpause...Eine Frage stellt sich noch; welches Team aus Gruppe 2 sich welchen Gegner in den Viertelfinals wünscht. Falls Gruppe 2 antworten liefert, wird Gruppe 1 versuchen dies einzurichten.