26.
02.
2013
Meisterschaft | Autor: Spörri Andreas (DT Bäretswil)

9. Tagesbericht 1. Liga KF Gruppe 2

Die letzte Meisterschaftsrunde der Saison 2012/2013 fand im tief verschneiten und bitterkalten Turbenthal statt. In der neuen Grosshalle Tösstal fand man ideale Bedingungen vor, um die „Runde der Entscheidung" in Angriff zu nehmen.

Verschiedene Fragen mussten heute noch geklärt werden. Würde UHCevi Gossau den 1. Rang bis zum Schluss halten können? Wer macht das Rennen zwischen Lengnau und Gansingen um den zweiten Platz? Holt Jump Dübendorf die nötigen zwei Punkte für die sichere Playoff-Qualifikation? Schafft Rafzerfeld eventuell doch noch das „Wunder" und schnappt Muotathal den 8. Rang weg? Für Spannung war auf jeden Fall gesorgt.

Blau-Gelb-Cazis - UHC Phantoms Rafzerfeld 8:3 (5:2)
Im ersten Spiel kam es zum Duell der beiden Mannschaften, die in der vorherigen Runde noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen hatten. Die Sache war klar. Wenn Rafzerfeld den Abstieg verhindern wollten, mussten aus diesem Spiel zwingend zwei Punkte her. Auf der anderen Seite brauchte Cazis ihrerseits ebenfalls die zwei Punkte, wenn man die minimen Chancen auf die Playoffs noch aufrechterhalten wollte.
Rafzerfeld startete wie die Feuerwehr und schon nach einer Minute konnte man die 1:0 Führung erzielen. In der Folge entwickelte sich ein attraktives, offensives Spiel mit vielen guten Aktionen. Nach einem anfänglichen 2-Tore-Rückstand übernahm Cazis immer mehr das Spieldiktat und führte zur Pause nicht unverdient mit 5:2. Auch in der zweiten Hälfte waren es die Bündner, die das Spiel im Griff hatten. Immer wieder konnten gute Angriffe lanciert werden und die Führung wurde weiter ausgebaut. Doch Rafzerfeld gab sich nicht so einfach geschlagen und versuchte alles, um noch diese letzte Chance auf den Ligaverbleib zu packen. Doch zu mehr als dem 8:3 Anschlusstreffer reichte es nicht mehr. Ein souveräner und verdienter Sieg von Cazis.

UHC T.S. Unterkulm - UHCevi Gossau 4:4 (2:1)
Im zweiten Spiel trafen Unterkulm und Gossau aufeinander. Mit einem Sieg wäre Gossau der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen und Unterkulm ihrerseits musste gewinnen, um Dübendorf noch ernsthaft den Playoffplatz streitig zu machen.
Das Spiel entwickelte sich zu einer sehr engen Partie. Unterkulm gelang das Führungstor, doch Gossau hatte die richtige Antwort bereit und konnte das Spiel wieder ausgleichen. Beide Mannschaften spielten mit enormem Einsatz und man spürte, dass man diese zwei Punkte unbedingt für sich verbuchen wollte. Mit einem knappen 2:1-Vorsprung ging man in den Pausentee. In der zweiten Hälfte dasselbe Bild. Ein attraktives und schnelles Spiel wurde den Zuschauern geboten. Mit einem Powerplaytor konnte Gossau die erstmalige Führung zum 4:3 erzielen und läutete hiermit eine spannende Schlussphase ein. Eine weitere Strafe, diesmal gegen die Gossauer, konnte Unterkulm kurz vor Schluss zum gerechten Ausgleich nutzen. Die kämpferische Leistung beider Mannschaften wurde zumindest teilweise belohnt.

UHC Phantoms Rafzerfeld -White Horse Lengnau 4:9 (3:4)
Im dritten Spiel war nun Lengnau an der Reihe. Nachdem Cevi zuvor einen Punkt abgegeben hatte, waren die Chancen auf den Gruppensieg immer noch intakt. Die Mannschaft aus Rafzerfeld ihrerseits konnte nur noch „Saisonkosmetik" betreiben, denn der Abstieg in die 2. Liga konnte definitiv nicht mehr verhindert werden.
Trotz dieser Voraussetzungen war es keineswegs eine einseitige Partie. Vor allem die Anfangsphase war hart umkämpft und bis zu Pause konnte sich keine Mannschaft so richtig absetzen. Mit einem 4:3 für Lengnau ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte zeigte es sich dann, warum Lengnau auf dem zweiten Platz klassiert ist. Mit einer soliden und vor allem cleveren Defensive konnte der 4:3 Vorsprung rasch ausgebaut werden. Rafzerfeld kämpfte zwar bis zum Schluss, kam nochmals auf zwei Tore zum 4:6 heran, doch mit zwei „empty-netters" gab es schlussendlich doch einen klaren 9:4 Sieg für Lengnau.

Blau-Gelb-Cazis - UHCevi Gossau 6:6 (2:4)
Nachdem Cazis einen klaren Auftaktsieg feiern konnte, ging man natürlich topmotiviert in diese zweite Partie gegen den Tabellenführer. Die Gossauer ihrerseits hatten den Gruppensieg noch nicht ins Trockene bringen können. Es musste mindestens noch ein Punkt her.
Cazis konnte den Schwung aus dem ersten Spiel gleich mit in die Partie nehmen und die 1:0-Führung erzielen. Doch Cevi reagierte und konnte die Partie im Verlauf der ersten Halbzeit auf ihre Seite drehen. Die 4:2 Führung der Gossauer nach 20 Minuten war zwar verdient. Doch auch Cazis kam immer wieder zu guten Chancen in diesem hochklassigen Spiel. In der zweiten Hälfte ging es im gleichen Spiel weiter. Nachdem Cazis bis auf 4:4 herankam, waren es wiederum die Gossauer, welche vorlegten. Dank einem Powerplaytor kamen die Bünder nochmals heran und in der Schlussphase gelang der gerechte Ausgleich zum 6:6.
Cevi holte sich somit zwar nicht unbedingt souverän, aber sicherlich verdient den Qualisieg in der Ostgruppe.

UHC T.S. Unterkulm - UHC KTV Muotathal 5:8 (1:4)
Im fünften Spiel kam es zum Duell zwischen Unterkulm und Muotathal. Während es für die Innerschweizer vor allem darum ging, die Saison noch versöhnlich abzuschliessen, bestand für Unterkulm immer noch die minime Chance auf die Playoffs.
Es zeigte sich rasch, dass Muotathal weitaus stärker ist, als es auf der Tabelle aussieht. Schon von Beginn weg konnte man das Spieldiktat an sich reissen und schnell einmal einen 3-Tore-Vorsprung herausspielen. Mit diesem Vorsprung gingen die Innerschweizer trotz dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer in die Halbzeitpause. Auch in der zweiten Hälfte waren es die „Thaler", welche das Spiel bestimmten und munter ihre Tore erzielten. Erst gegen Schluss kam Unterkulm nochmals ein bisschen heran, doch zu mehr reichte es nicht. Muotathal feierte einen klaren und verdienten 8:5 Sieg.

Wild Goose Wil-Gansingen - Whiter Horse Lengnau 3:5 (1:2)
Im Duell zwischen Gansingen und Lengnau ging es im Direktduell um den zweiten Platz und das damit verbundene Heimrecht in den Playoffs.
Beide Mannschaften agierten in der diesjährigen Meisterschaft in der Defensive äusserst solide und auch heute kam dies vor allem zu Beginn der Partie ganz klar zum Ausdruck. Nach einem 2-Tore-Vorsprung von Lengnau kam Gansingen zum Anschlusstreffer. So ging es mit einem knappen 2:1 in die Pause. In der zweiten Halbzeit ging es im selben Stil weiter. Eine sehr ausgeglichene Partie in der keine Mannschaft ein klares Chancenplus erarbeiten konnte, war die Folge davon. Es blieb bis zum Schluss spannend wobei schlussendlich der amtierende Schweizermeister Lengnau mit einem knappen, aber nicht unverdienten 5:3 Sieg das Rennen machte und sich das Heimrecht für die Playoffs sicherte.

Jump Dübendorf II - SC Oensingen Lions 11:5 (4:2)
Im siebten Spiel zwischen Dübendorf und Oensingen ging es für Dübendorf darum sich mit einem Sieg die Playoffs zu sichern.
Doch es waren Oensinger, welche besser in die Partie starteten und das 1:0 erzielen konnten. In der Folge machte sich die Mannschaft aber selber das Leben schwer und nicht zuletzt aufgrund von 2 Strafen musste man mit einem 4:2 Rückstand in die Pause gehen. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein munteres Spiel nach vorne. Beide Mannschaften forcierten hauptsächlich die Offensive, wobei Dübendorf das bessere Ende für sich behielt. Nachdem man sich einen beruhigenden 4-Tore-Vorsprung herausgespielt hatte, konnte man diesen souverän verwalten und die Kräfte des dezimierten Kaders schonen. Schlussendlich resultierte ein diskussionsloser 11:5-Sieg für die Zürcher. Somit war man nun auch auf dem Papier definitiv in den Playoffs.

UHC KTV Muotathal - DT Bäretswil 6:7 (3:5)
Mit der Partie gegen Muotathal traf Bäretswil in der letzten Meisterschaftsrunde auf eine Mannschaft, gegen die man bisher noch nie gewinnen konnte. Die Mannschaft war gewillt, an der Heimrunde noch einmal gutes Unihockey zeigen und die nicht wunschgemäss verlaufene Saison versöhnlich beenden.
Dementsprechend engagiert startete man in die Partie und schon nach kurzer Zeit ging man mit einer sehenswerten Einzelaktion in Führung. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Bis zur Pause konnte Bäretswil die leichten Vorteile zu einer 5:3 Führung ummünzen. In der zweiten Hälfte ging es im ähnlichen Stil weiter. Das Spiel war schnell und intensiv. Dank einem souverän versenkten Penalty und defensiven Fehlern von Bäretswil kam Muotothal nochmals heran und ein paar Minuten vor Schluss stand es 6:6. Dank einem Weitschusstor ging Bäretswil abermals in Führung und trotz einigen guten Abschlussmöglichkeiten von Muotathal konnte man diesen knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Wild Goose Wil-Gansingen - SC Oensingen Lions 9:3 (3:2)
Im Spiel gegen Oensingen ging es für Gansingen vor allem darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen.
Wie schon gegen Dübendorf erwischten die Oensinger auch gegen Gansingen einen guten Start und konnten zum 1:0 einschiessen. Doch kurz darauf erwachte auch Gansingen und mir ihren schnellen Vorstössen kamen sie immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor. Mit einer knappen 3:2 Führung für Gansingen ging man in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte spielten beide Mannschaften munter nach vorne wobei Gansingen ganz klar kaltblütiger agierte. Hier zeigte sich deutlich, dass der Aufsteiger zurecht in den Playoffs steht und sicherlich auch dort ein Wörtchen mitzureden hat. Mit schnellen Vorstössen aus einer sicheren Defensive überrollte man den Gegner richtiggehend und mit einem klaren 9:3 Sieg sicherte man sich den dritten Platz.

Jump Dübendorf II - DT Bäretswil 6:9 (0:5)
In der letzten Partie des Tages ging es im Oberländer Derby tabellentechnisch gesehen um nicht mehr viel. Trotzdem wollte man natürlich noch einmal alles geben. Auf der einen Seite, im Fall von Dübendorf, um Moral für die Playoffs zu tanken. Auf der anderen Seite ging es Bäretswil darum, den Zuschauern nochmals ein attraktives Spiel zu zeigen.
Bäretswil erwischte den klar besseren Start in die Partie. In der Defensive konnte man mehrheitlich souverän das präzise Passspiel von Dübendorf vom eigenen Tor fernhalten und in der Offensive lief es wie am Schnürchen. Es schien fast so, als hätte sich das Abschlussglück der ganzen Saison auf diese Halbzeit konzentriert und mit einem klaren 5:0 Vorsprung ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte präsentierte sich das Bild nicht mehr so einseitig. Dübendorf startete mit einer starken Aufholjagd und da Bäretswil wiederum mit der Strafbank Bekanntschaft machte, stand es auf einmal nur noch 6:5. In einer spannenden Schlussphase war es dann wiederum Bäretswil, welche das bessere Ende für sich behalten konnte und man gewann mit 9:6. Somit gab es für die Zürcher Oberländer doch noch ein versöhnliches Saisonende. Die kämpferische Leistung von Dübendorf wurde zwar nicht belohnt, doch Moral für die Playoffs konnte sicherlich trotzdem getankt werden.

Am Ende eines intensiven Unihockeytages und einer noch intensiveren Qualifikation gab es in der Tabelle keine grösseren Verschiebungen mehr. Es wurde noch einmal alles geboten, was das Unihockeyherz begehrt und der Zuschauer erhielt einen Vorgeschmack auf sicherlich spannende Playoffspiele.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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