06.
2009
Nationalliga mit neuer Führung
Nebst dem einzigen verbliebenen Mitglied des bisherigen Nationalliga-Komitees, Matthias Hitz, wurde die Führung der Nationalliga völlig neu bestellt. Andreas Iseli (bisher Präsident Wiler-Ersigen) stellte sich als Präsident zur Verfügung. Mit ihm neu gewählt wurden Daniel Bareiss, Jörg Beer (beide GC), Andri Bösch (ehemaliger Internationaler), Andi Rebsamen (Präsident Dietlikon) und Markus Wolf (ehemaliger Nationaltrainer). Iseli wird nach der Delegiertenversammlung vom 20. Juni in Konolfingen anstelle des bisherigen NL-Präsidenten Rainer Altermatt die Nationalliga im Zentralvorstand vertreten. „Wir planen keine Palastrevolution - es geht um die Sache, das NLK braucht Veränderung und Manpower. Wir ziehen den Antrag auf einen (bezahlten) technischen Geschäftsführer für die NL zurück und versuchen, mit dem neuen Gremium auf ehrenamtlicher Basis die Dinge zu verbessern." Als erste Amtshandlung bedankte sich Iseli bei den abtretenden NL-Vorstandsmitgliedern Rainer Altermatt, Annetta Steiner und Yves Krebs und verabschiedete sie mit einem Präsent.
Neue Akzente setzen
Das neue Gremium hat sich auf die Fahne geschrieben, im Bereich Sport (Transfers/Ausbildung, schlagkräftige Auswahlen, Schiedsrichterwesen), PR (Events kreieren und vermarkten, Regelungen für Live-Spiele, Mitsprache bei Vermarktung, SML als Marke positionieren) und Strukturen (die NL-Ressourcen auf der Geschäftsstelle sollen vom NL-Präsidenten geführt werden) neue Akzente zu setzen. Der Siebnervorstand wurde einstimmig gewählt.
Wolf vs. Gilardi
Mehr Diskussionen löste die Kandidatur Mark Wolfs aus. Zum ersten Mal in der Geschichte von Swiss Unihockey kommt es zu einer Kampfwahl um einen ZV-Posten - eigentlich ein urdemokratischer Vorgang, wegen seiner Einmaligkeit aber dennoch umstritten. Es gab denn auch Stimmen im Saal, die dem bisherigen „Leiter Auswahlen", Thomas Gilardi, einen anderen Abgang als eine Abwahl wünschen würden. Die Variante „Gilardi und Wolf", was eine Vergrösserung des ZV bedingt hätte, wurde jedoch schnell wieder verworfen. Klartext sprach vor allem Daniel Bareiss: „Die Zusammenarbeit im ZV muss funktionieren - mit Gilardi und Wolf zusammen würde das kaum funktionieren. Wir sind zudem davon überzeugt, dass es frischen Wind braucht - und dass Mark Wolf mit seinem Fachwissen und seinen Verbindungen diesen Wind bringen wird." Die Wahl Mark Wolfs wurde von den Vereinsvertretern ohne Gegenstimme und bei einigen wenigen Enthaltungen gutgeheissen.