08.
2011
Orlando mit neuer Aufgabe
Lange waren der Name Renato Orlando und Unihockey eng miteinander verbunden. „Florlando", so der inoffizielle Übername, begann 1996 als Geschäftsführer bei swiss unihockey und präsidierte den Verband danach von 1999 bis 2005. Bis im letzten Jahr war er noch Vizepräsident des internationalen Unihockey-Verbandes (IFF). Zuletzt war er 18 Monate Präsident von Wiler-Ersigen, ehe er Ende 2010 seinen Rücktritt gab. Vor allem während den Heim-Weltmeisterschaften 2003 und 2004 war Renato Orlando an vorderster Front dabei. Als „Vater des Erfolgs" (Sonntags Blick) liess er sich damals feiern.
Nun hat der 65-jährige Orlando ein neues Wirkungsgebiet gefunden. Statt IFF heisst es nun IFA, was soviel wie International Fistball Association bedeutet. Renato Orlando wurde nämlich am letzten IFA-Kongress zum neuen Generalsekretär des internationalen Faustball-Verbandes ernannt. Mit ihm wechselt auch gleich der Hauptsitz der IFA von Deutschland in die Schweiz. Derzeit findet übrigens gerade die Faustball-WM in Österreich statt. Die Schweizer verpassten dabei den Halbfinal.
Faustball und Orlando - da war doch was? Genau. Als die Schweizer Unihockey-Frauen anno 2005 ihren ersten Weltmeistertitel feierten, mokierten sich die Faustballer über die Meldung im „Blick", dass der WM-Titel aus Singapur der erste in einer Mannschaftssport sei. Die Faustballerinnen gewannen nämlich bereits drei Jahre vorher den Weltmeistertitel. Der damalige Unihockey-Verbandspräsident Orlando habe dem „Blick" aber erklärt, dass die Unihockeyanerinnen die ersten Weltmeisterinnen gewesen wären. Dies ist noch heute auf der Homepage des Schweizer Faustball-Verbandes zu lesen.