11.
2010
Weltrekord: 25 Stunden und 16 Minuten Unihockey
Normalerweise jubelt am Ende eines Unihockeyspiels nur eine Mannschaft. Diesmal aber spielte es keine Rolle, dass Swiss Energy IBK gegen Züribär mit 184:164 geschlagen hatte. Sieger waren alle, die sich und die Herausforderung überwunden hatten, auch wenn die ursprünglich angestrebte Zeit von 30 Stunden nicht ganz erreicht wurde.
Schlaflose Nacht
Spielbeginn war am Samstag, 13. November, um 10 Uhr. Am Sonntag Morgen um 10.16 Uhr war der alte Rekord geknackt. Noch eine Stunde wurde weitergespielt, bevor um 11.16 Uhr nach 25 Stunden und 16 Minuten die Partie abgebrochen wurde. Die lange Nacht hatte ihren Tribut gefordert - zwei Spieler mussten mit einem Armbruch bzw. Bänderriss ins Spital gefahren werden. Larissa Liechti vom Team Züribär: „Zwei unserer Spieler sind nicht erschienen, und nach mehreren Verletzungen war für uns klar, dass wir die 30 Stunden nicht schaffen." Geschlafen hat kaum jemand in den beiden Teams, die reglementarisch auf je 20 Spielerinnen bzw. Spieler beschränkt waren. Das Verlassen der Halle war nicht erlaubt, ausser für Toilettenbesuche - zum Ausruhen blieben nur Matten am Spielfeldrand. So war denn auch Thomas Rüedi von Swiss Energy IBK froh, als etwas früher als geplant Schluss war. „Jetzt ist die Verletzungsgefahr zu gross. Wir beenden das Spiel", verkündete er um 11.16 Uhr. Auch in den Reihen seines Team humpelten einige Spieler merklich.
Anerkennung steht noch aus
Was bleibt ist nebst viel Muskelkater der Weltrekord für das längste Unihockeyspiel der Welt und der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Die Veranstalter sind sicher, alle dafür nötigen Videobeweise gesammelt zu haben, damit der Rekord anerkannt wird. Und beide Teams waren sich nach geschlagener Schlacht einig: Diese Woche ist trainingsfrei.