03.
11.
2010
Meisterschaft | Autor: Boesch Klaus

Zahl der Lizenzierten stagniert

Der internationale Unihockeyverband hat die neusten Zahlen bezüglich Anzahl Lizenzierter veröffentlicht. Während die Zahl der Lizenzierter weltweit seit 2006 um 7% zugenommen hat, stagnieren die Zahlen in der Schweiz.

Unihockey gilt allgemein als Boomsportart. Und wenn man den Zuwachs bei den Lizenzierten in den letzten beiden Jahrzenten betrachtet auch durchaus zurecht. Zwar konnte das Tempo aus dem letzten Jahrzehnt des alten Jahrtausends (+425%) nicht gehalten werden, doch auch der Anstieg um über 36% seit der Jahrtausendwende ist eindrücklich. Allerdings erfolgte dieser vor allem in der ersten Hälfte des neuen Jahrzehnts.

Finnland und Tschechien können weiter zulegen
Seit 2006 hat sich die Zahl der Lizenzierten bei knapp 29'000 eingependelt. Nur 2008 konnte diese Marke überschritten werden. Auch in Schweden (aufgrund Änderungen im Lizenzverfahren können die Zahlen vor 2007 nicht verglichen werden) blieben grosse Sprünge in den letzten Jahren aus. Von den Top4-Nationen legten nur Finnland (+16%) und Tschechien (+19%) in den letzten Jahren nochmals deutlich zu. Tschechien hat somit die Schweiz zumindest bei der Anzahl Lizenzierter vom Podest gestossen.

Heim-Weltmeisterschaften als Chance
Hat das Unihockey in der Schweiz schon seinen Höhepunkt erreicht oder waren die letzten Jahre nur eine Konsolidierungsphase nach dem rasanten Aufstieg? Die nächsten Jahre mit den Titelkämpfen der Frauen und Herren im eigenen Land werden es zeigen. Wollen wir den Ruf als Boomsportart nicht verlieren, muss es nach der Phase der Stagnation nun aber wieder aufwärts gehen.

Land 2006 2007 2008 2009 2010 06 - 10
Schweden 120'239 118'527 122'866 124'571 3.6%
Finnland 39'105 40'879 42'159 43'056 45'480 16.3%
Tschechien 28'291 29'253 31'147 33'152 33'576 18.7%
Schweiz 28'967 28'866 29'270 28'919 28'704 - 0.9%
Deutschland 3'600 4'480 5'311 5'920 6'500 80.6%
Österreich 559 649 737 685 751 25.4%
Liechtenstein 73 86 99 105 120 64.4%
Italien 277 292 415 388 404 45.8%
Frankreich 155 299 400 500 500 222.6%
Weltweit 258'306 255'964 264'049 272'656 276'996 7.2%

Vollständige Statistik

Nemo

20:17:58
05. 11. 2010
Wie dann? Die"älteren" Unihockeyaner müssen sich einfach in der Politik usw. engagieren. Ansonsten passiert nie was. Das Problem mit den "Säcken" ist halt, dass sie ihre Defizite nicht einsehen. Sie wechseln trotzdem nicht aufs Kleinfeld. GF-Senioren wurde noch nie probiert. Wenn es nicht auf eine Runde alle 2-3 Wochen rausläft hat es Potenzial

mylliniemi

15:46:44
05. 11. 2010
@Nemo: mit Engagement allein löst man keine strukturellen Probleme und Senioren-GF wär kaum attraktiver, da die alten Säcke nicht mehr so viel laufen wollen (bin selber einer :-))
Boesch Klaus

Boesch Klaus

13:19:35
05. 11. 2010
Ob die Vereinsgrösse so ein entscheidender Faktor ist wage ich zu bezweifeln. Beides hat Vor- und Nachteile. Interessant ist aber, dass in Tschechien als einzigem Top4-Land die durchschnittliche Vereinsgrösse deutlich gesunken ist. Scheinbar gab es da noch einige unerschlossene Regionen.<pre> Durchschnittliche Vereinsgrösse Top4 Land 2007 2010 Schweden 112.1 113.2 Finnland 49.6 52.0 Tschechien 80.4 74.3 Schweiz 65.5 65.7 </pre>

Nemo

19:18:47
04. 11. 2010
100 - 150 Franken pro Mann fürs Tenu sollten doch kein Problem sein. Ist ja einmalig. Und die Lizenz musste ich noch bei jedem Verein selber bezahlen. Neben dem Mitgliederbeitrag. Man muss ja nicht immer andere verdrängen. Man kann sich auch engagieren, dass dem Sport ein grösseren Stellenwert eingeräumt und es so vielleicht mehr Hallen gibt. Ich weiss, es mühsam und undankbar. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Nun, vielleicht sollte sich der Verband mal fragen warum das Interesse so klein ist. Senioren-GF war z.B. noch nie im Angebot.

Goodbye

19:01:24
04. 11. 2010
Gute Antwort, aber hast Du schon einmal zusammengerechnet wieviel da auf jeden Spieler zukommt? Spielen ohne Banden? Kapazitäten verschieben? Rezepte? Wenn es so einfach ist, warum wird es nicht gemacht? Welche Vereine haben eigene Hallen? Wo verzichten andere Vereine (andere Sportarten) auf ihre Hallenzuteilung? Ein Nach-aktiv Angebot wird jedes Jahr durch Swiss Unihockey (Senioren) angeboten. Es gibt sogar einen Schweizermeister-Titel. Das Interesse hält sich aber in kleinen Grenzen.

Nemo

17:17:49
04. 11. 2010
Die Frage ist doch auch, was unternommen wird um die Kapazitätsgrenzen zu verschieben. Die sind ja nicht gottgegeben und unverrückbar. Die Neugründungen sehe ich nicht so tragisch: - Dress wird durch die Spieler bezahlt - Banden braucht es nicht von Beginn weg (zumindest KF) - Lizenzen zahlen die Spieler Und eine gewisse Hürde soll eine Vereinsgründung schon darstellen. Sonst haben wir dann bald das Problem, dass sich Vereine während der Saison auflösen. Was meiner Meinung im Unihockey auch fehlt, ist die "Nach-Aktiv"-Aera. In anderen Sportarten gibt es Senioren und Veteranen. Im Unihockey ist irgendwo bei 30+ Schluss mit Meisterschaft. Und da wenden sich dann halt viele Mitglieder von ihrem Verein ab.

Goodbye

16:19:20
04. 11. 2010
Viele Vereine sind an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Es fehlt an Trainer, Trainingskapazität und geeigneten Hallen. Vereinsneugründungen in neuen Regionen sollte deshalb das Motto heissen. Das Gegenteil ist der Fall. Fusionen sind in Mode gekommen und da gibt es meistens nur einen Gewinner und einen Verlierer. Neugründungen werden durch die Startkosten behindert. Es sind Kosten in der Grössenordnung von einigen tausend Franken notwendig. Sehen wir das bei einem neuen KF-Verein: Dress Fr. 1000; Banden und Tore Fr. 8000; Verbandsbeiträge: Depot Fr. 2000; Basisbeitag Fr. 400; Teambeitrag Fr. 255: Lizenzen (12 Personen) Fr. 500; SR-Kurs 150; Meisterschaft pro Spiel Fr. 37,50; SR-Entschädigung pro Spiel Fr. 30 plus Reisespesen.
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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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