10.
2017
Schwache Minuten sind Kopfsache
Zwei Drittel der Auswärtspartie gegen Laupen vermochte Uri am letzten Sonntag ausgeglichen zu gestalten - im Mitteldrittel wurden aber vier Tore kassiert. Gegen die Riders waren es eine Woche zuvor sogar sechs Gegentore in kurzer Zeit. Uri-Captain Sabrina Girotto (29) ärgert sich.
Fast bis zur Hälfte der Partie war Uri bei Laupen mit einem 1:1 auf Kurs, dann schlug es in drei Minuten dreimal ein. Letztlich ging die Partie 3:6 verloren. Was lief da schief?
Sabrina Girotto: Wir zogen unsere schwachen Minuten ein und standen falsch - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Gegen die Floorball Riders war es letzte Woche im ersten Drittel so. Und wenn man dann einem Rückstand nachrennen muss, wird es schwierig.
Im ersten Block Uris findet sich mit Regula Arnold, den beiden Finninen, Pavlina Vacinova und dir viel Erfahrung - ist der Rest des Teams zu jung?
Wir haben schon ein junges Kader, aber auch im zweiten Block sind Spielerinnen, die schon lange dabei sind. Es liegt also nicht nur daran, es ist mehr eine Kopfsache und manchmal auch Pech, dass Fehler direkt ausgenützt werden. Gegen Laupen war das auch nach einem Fehler von mir so.
Dann muss vor dem Gotthard-Derby am kommenden Wochenende gegen Mendrisiotto der Kopf noch speziell trainiert werden?
Alle müssen selber reflektieren. Im Moment brechen uns individuelle Fehler jeweils das Genick, zumal es vorne mit dem Tore schiessen auch noch nicht ganz klappt.
Was liegt diese Saison für Uri drin? In der Saisonvorschau wurde euch ja nicht besonders viel Kredit gegeben.
Wir wollen sicher besser abschneiden als letzte Saison, sprich, nicht Letzter werden. Ein Platz im Mittelfeld ist das Ziel.
Da würde ein Sieg im Derby helfen.
Klar, das wird wie immer ein heisses Duell.
Hast du selber Tessiner Wurzeln?
Nein, mein Grossvater kam einst aus Norditalien der Liebe wegen in den Kanton Uri. Das Tessin hat er übersprungen (lacht).
Ein Vereinsporträt über den UHC Laupen lesen Sie in der November-Ausgabe des Printmagazins.
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