10.
2011
Aergera gewinnt wieder gegen Zugerland
Die Anspannung war gross in der Sporthalle Giffers an diesem Sonntag. Schweizercupspiele sind immer anders als Meisterschaftsspiele. Und da man bereits vor acht Tagen gegen den selben Gegner gspielt hatte (1-0 gewonnen), wusste das Team um Jungo/Kolly zwar was sie erwartet, doch sicher hatte auch das Team aus Zug aus seinen Fehlern gelernt.
Druckvoll und ohne gegeseitiges Abtasten begann die Partie und die Nervosität war auf beiden Seiten spürbar. Gleich der erste Angriff der Zugerinnen in der dritten Minute führte zum 0-1. Dieses Alarmzeichen brauchte es damit die Freiburgerinnen endlich ihr gewohntes Spiel aufziehen konnten. Nach einem herrlichen Pass von Wyder erziehlte Schürch in der 9. Minute den Ausgleich. Obwohl der UHC Aergera mehrheitlich im Ballbesitz war, erwischten die Gäste die Sensler Defensive mit einem hohen Ball 90 Sekunden vor Drittelsende. Die Reaktion liess zum Glück nicht lange auf sich warten: Gleich beim nächsten Angriff, keine 20 Sekunden später, verwertete Bapst einen platzierten Querpass von Schürch zum 2-2.
Nicht mehr nur agieren auf Gegentore, sondern selbst das Spiel in die Hand nehmen, das wurde von den Trainern nun gefordert. Das zweite Drittel war erst 20 Sekunden angepfiffen und schon setzte dies Sturny perfekt um. Sie verwertete einen Abpraller zur erstmaligen Führung. In der 25. Minuten konnte einer der wenigen Torschüsse Zugerlands nur noch durch einen Stockschlag verhindert werden und es wurde ein Penalty gegen die Senslerinnen ausgesprochen. Luck verwertete souverän und somit stand es zur Spielhälfte 3-3. Die folgenden zehn Minuten im Mitteldrittel waren spielerisch eine Klasse für sich aus Sicht der Freiburgerinnen. Gute Laufarbeit, herrliches Zusammenspiel und schnelle Angriffe wurden den zahlreichen Zuschauern geboten. Belohnt wurde dies in der 33. Minute durch einen Treffer von Berti (Buri) und einem weiteren Tor durch Schürch (Bapst) zum Pausenstand vom 5-3 für Aergera.
Dass bis zum Einzug in den Viertelfinal aber noch zwanzig Minuten zu spielen sind, war man sich auf Seitens Aergeras bewusst, eigentlich. Die Zugerinnen hatten noch nicht aufgegeben und dies merkte man deutlich! In der 42. Minute erziehlten sie den sehenswerten Anschlusstreffer zum 5-4. Die Freiburgerinnen liessen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und Buri verwertete nur eine Minute später einen Freistosspass von Dietrich zum 6-4. Die Zugerinnen drückten weiter und das Spiel blieb spannend. Viele gute Aktionen beiderseits prägten das letzte Drittel. Doch die stark aufspielende Torhüterin Lauper und einmal mehr Schürch mit einem herrlichen Sololauf waren wichtig für die letzten Minuten in diesem Achtelfinal. Beim Spielstand von 7-4 erhielt Aergera gleich zweimal eine Strafe und da das Team aus Zug ihre Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin ersetzte, mussten fast vier Minuten in doppelter Unterzahl überstanden werden. Zum Glück ist das Boxplay eine der Stärken von Aergera. Ohne grosse Probleme meisterten die Frauen auch dies und der Jubel nach dem erlösenden Schlusspfiff war gross.
Aergera Giffers-Marly - UHC Zugerland 7:4 (2:2, 3:1, 2:1)
Sporthalle, Giffers. 79 Zuschauer. SR Ruh/Spori.
Tore: 3. Hagg (Luck) 0:1. 9. Schürch (Wyder) 1:1. 18. Eigentor 1:2.19. Bapst (Schürch) 2:2. 21. Sturny (Schürch) 3:2. 28. Luck 3:3. 33. Berti (Buri) 4:3. 38. Schürch (Bapst) 5:3. 42. Walder (Luck) 5:4. 43. Buri (Dietrich) 6:4. 52. Schürch (Bapst) 7:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Aergera Giffers-Marly. 1mal 2 Minuten gegen UHC Zugerland.
Aergera: Lauper; Wyder, Baeriswyl, Bapst, Schürch, Sturny; Dietrich, Jungo, Buri, Feller, Schwab; De Roche, Berti, Weibel, Rast, Hofmann; Roux
Bemerkungen: Aergera ohne Etter (überzählig), Ruffieux (verletzt), Vonlanthen (Ferien)