30.
04.
2003
NLB Frauen | Autor: Unihockey Sense

Damen NLB: Zurückgekämpft und gewonnen

Das erste Spiel im Rahmen der Barrage zwischen Unihockey Sense und dem UHC Höfen um den Aufstieg in die NLA, war an Spannung kaum zu übertreffen. Das Penaltyschiessen musste über Sieger und Verlierer entscheiden, eine Nervenangelegenheit sondergleichen. Den guten Ausgang nahm die Begegnung für die Freiburgerinnen, welche letztlich mit 4:3 gewannen. Es war jedoch ein langer und harter Weg zum Erfolg.

Sense begann die Partie entschieden zu nervös: Pässe wurden ungenau gespielt, es wurde weder ausreichend gelaufen, noch gekämpft. Dass es nach dem ersten Drittel lediglich 0:1 zu Gunsten der Bernerinnen hiess, lag allen vor an, an Torhüterin Andrina Hauzenberger. Die 25-Jährige parierte nicht nur zahlreiche Schüsse, sondern schaltete sich mit ihren weiten Auswürfen auch immer wieder in die Offensive ein. Die Spielweisen der beiden Teams änderte sich auch im zweiten Drittel wenig: Höfen stand in der Abwehr sehr eng und wurde insbesondere über Konter stets gefährlich. Sense war bemüht das Spieldiktat zu übernehmen, die Ausführung war jedoch oft mangelhaft. Auch nachdem Hauzenberger einen Strafstoss abgewehrt und zudem Kapitän Andrea Salzmann mit einem Hockecktreffer für die Gastgeberinnen in der 29. Minute hatte ausgleichen können, gelang es Sense nicht, mehr Ruhe und Präzision in ihr Spiel zu bringen. Monika Egli, beste Akteurin bei Höfen, brachte die Gäste bis zur zweiten Drittelspause gar mit zwei Treffern in Führung.
Der letzte Abschnitt der regulären Spielzeit brachte die Wende. Isabelle Heller sorgte mit dem Anschlusstreffer in Überzahl wieder für Hoffnung bei den Freiburgerinnen. Verteidigerin Eliane Heine gelang bei angezeigter Strafe gegen Höfen neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich.
In der 20-minütigen Verlängerung verzeichneten die Bernerinnen die zwingenderen Chancen, sahen diese jedoch entweder vom Goalie oder aber von der Torumrandung vereitelt. Für das Penaltyschiessen wechselte Trainer Ivan Poffet Torhüterin Doris Zahno ein. Diese parierte vier von fünf Strafstössen und legte damit den Grundstein für den Sensesieg im "Zusatzende". Andrea Salzmann und Tatjana Vonlanthen verwerteten ihre Penalties und sicherten damit den Freiburgerinnen den Sieg.
Das Sense-Team hat sich ins Spiel zurückgekämpft und sich mit diesem Erfolg einen grossen Vorteil verschaffen können. Man hat nun am Sonntag in Spiez die Chance mit einem zweiten Sieg in die NLA aufzusteigen. Ansonsten böte sich eine Woche später bei einem weiteren Heimspiel eine weitere Möglichkeit.


Unihockey Sense Tafers - UHC Höfen 4:3 n.P. (0:1;1:2;2:0;0:0;2:1)
Sporthalle, Flamatt - 250 Zuschauer
SR: Jost/Bieri
Tore: 15. Studer 0:1. 29. (28:31) Salzmann (Stauffiger) 1:1. 30. (29:14) Egli (Haussener) 1:2. 40 (39:53) Egli (Ausschluss M.Schwendimann!) 1:3. 41. (40:13) Heller (Ausschluss M.Schwendimann) 2:3. 51. Heine (Strafe gegen Höfen angezeigt) 3:3
Strafen: Höfen 2x2' Sense keine
Bemerkungen: Penaltyschiessen: Höfen verschiesst 0:0. Salzmann trifft 1:0. Höfen verschiesst 1:0. Güngerich verschiesst 1:0. Höfen trifft 1:1. Heller verschiesst 1:1. Höfen verschiesst 1:1. Tatjana Vonlanthen trifft 2:1. Höfen verschiesst; 35. Höfen verschiesst Penalty. 45. Pfostenschuss Marklund. 61. Lattenschuss Höfen. Sense ohne Schmutz (abwesend)
Sense Tafers: Hauzenberger/Zahno (ab Penaltyschiessen); Heine, Baeriswyl; Stauffiger, Marklund; Güngerich, Heller, Ackermann; Suma, Salzmann, Stempfel; Tatjana Vonlanthen
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