12.
2010
Ein Punkt erkämpft
Die Verletzungshexe, die seit Wochen bei Köniz weilt, erhielt diese Woche noch Gesellschaft von der Krankheitshexe, so dass nochmals 2 Spielerinnen ausfielen und 2 nur halb einsatzfähig auf der Bank sassen. So musste man notfallmässig eine Spielerin aus der 2. Grossfeld-Mannschaft um Aushilfe anfragen: Vielen Dank für deinen Einsatz, Annina Sailer! Auch fast das gesamte Förderkader aus der U21 spielte mit, so dass das Spiel mit 2 kompletten Linien in Angriff genommen werden konnte.
An Leimental hatte man sehr gute Erinnerungen: Auswärts resultierte ein 3:2 Sieg nach Penaltyschiessen. Top motiviert nach dem Motto „Eine für alle, alle für Eine", ging man beherzt ans Werk und das Spiel entwickelte sich gleich zu einem offenen Schlagabtausch, mit Chancen auf beiden Seiten. Leimental verzeichnete zwar mehr Abschlüsse, Köniz konterte aber gefährlich und konnte in der 16. Minute durch Nötzli auf Pass von Rothen in Führung gehen!
Nach der ersten Pause folgte die grosse Bewährungsprobe: In den letzten Spielen war man stets nach einem Drittel eingebrochen und konnte die Pace nicht durchziehen. Nicht so am Samstag! Alle hielten mit, kämpften um jeden Ball und blockten was das Zeug hielt. Leider musste man trotzdem einen Gegentreffer hinnehmen, nach 40 Minuten war die Ausgangslage wieder unentschieden und das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen.
Auch dieses war hart umkämpft und Köniz in Dauerabwehr der Leimentaler Schüsse aus allen Lagen. Nach 53 Minuten waren die Bemühungen der Gäste von Erfolg gekrönt und deren erstmalige Führung Tatsache. Würde es dem Heimteam gelingen, diesen Rückstand in den verbleibenden Minuten nochmals aufzuholen? Ja, Kämpfer auf Pass von Meier konnte nur 3 Minuten später zum vielumjubelten Ausgleich einschiessen! Dieses Resultat konnte man über die Zeit retten und es kam wie schon im Hinspiel zur Verlängerung. Unter lautstarker Anfeuerung der Zuschauer wogte das Spiel weiterhin hin und her - leider entwischte nach knapp 3 Minuten eine Leimentalerin, konnte auf eine mitlaufende Spielerin passen und diese bezwang Roux zum Siegtreffer für die Gäste.
Die Enttäuschung auf Könizer Seite war verständlicherweise gross, der Einsatz über das ganze Spiel war enorm und unter den gegebenen Umständen nicht selbstverständlich zu erwarten gewesen. Dank einer Top-Leistung von Torhüterin Roux, einer geschlossenen Defensive über das ganze Spiel und der tollen Unterstützung der Zuschauer konnte man sich einen Punkt erkämpfen - dieser verbessert zwar nicht die Tabellensituation, ist aber ein neuer Motivationsschub für das ganze Team!