11.
2005
Frauen NLB: Endlich der erste Punkt!
Im Vergleich zum Spiel der vergangenen Woche mussten die Ostschweizerinnen in diesem Match das Defensivverhalten stark verbessern. Dementsprechend wurde dieses Ziel der Mannschaft in der Vorbesprechung mitgegeben. Doch bereits nach der sechsten Spielminute war der runde Ball mit den 26 Löchern im Thurgauer Tor. Eine Spielerin der Bernerinnen sorgte für Tempo und lies im Alleingang die gesamte Abwehr von Thurgau stehen. Ihren genaue Pass in die Mitte musste von Kathrin Grob nur noch versenkt werden. Dass beim Spiel nicht zimperlich miteinander umgegangen wurde zeichnete sich bereits in der 15. Minute ab. Eine Spielerin aus Wohlen blieb nach einem Zweikampf hinter der Bande liegen und bedurfte kurzer Pflege. Der Ausgleich konnte noch im ersten Spielabschnitt erzielt werden. Den Freistoss-Pass von Annigna Seiler hängte Cäcilia Hasler genau unter die Latte – 1:1.
Besondere Aufmerksamkeit forderte auch im zweiten Drittel die Berner Spielerin Nr. 15, Corine Wüst. Diese sehr schnelle und ballsichere Kämpferin startete viele gefährliche Aktionen und lies die Mädels aus dem Thurgau regelrecht stehen. Bitter wurde es für Thurgau in der 22. Minute. Wohlen stand mit vier Spielerinnen in Unterzahl auf dem Feld. Thurgau verlor den Ball, C. Wüst zog los und traf. Der Shorthänder brachte das Heimteam wieder in den 1:2-Rückstand; und knappe zwei Minuten später stand es bereits 1:3. Wieder musste die gut agierende Petra Lieberherr im Tor hinter sich greifen.
Nicht überlaufe lassen, ausprobieren und Druck machen waren die drei Weisungen für das letzte Drittel. Diese Punkte funktionierten anschliessend sehr gut. Kurz nach der Pause holte Helen Stump mit ihrem Treffer wieder einige persönliche Skorerpunkte und startete die Aufholjagd von Thurgau. Die Ostschweizerinnen spielten weiterhin offensiv sehr aktiv und kamen zu einigen gefährlichen Aktionen vor dem Wohlener Tor. Wieder war es das Verteidigerduo Hasler und Seiler, welche in der 54. Minute -in der letzen Sekunde des zweiten Überzahlspieles- den Ausgleichstreffer zum 3:3 erzielten. Für den Siegstreffer wurde auf beiden Seiten hart gekämpft. Einen längeren Unterbruch gab es, als eine Wohlener Spielerin bei einem Zweikampf einen Schlag am Kopf bekam und aus dem Spielfeld getragen werden musste. Die anschliessende Verlängerung brachte keine Entscheidung mehr.