03.
2006
Frauen NLB: Weiterer Punkt für Thurgau
Thurgau konnte ohne Druck in diesen Match starten. Die Freude und der Teamgeist standen an erster Stelle. Das Team aus der Ostschweiz reiste mit einem sehr kleinen Kader nach Mühleberg. Damit man auf dem Feld mit zwei Linien spielen konnte wurde kurzerhand die zweite Torhüterin Kathrin Zwinggi als Stürmerin eingesetzt. Als Gastteam setzten die Thurgauerinnen die gegnerische Verteidigung regelmässig unter Druck und eroberten sich so oft den Ball. Die Kombinationen und das Zusammenspiel funktionierten wunderbar. Bereits nach vier Spielminuten konnten die Thurgauerinnen zum Führungstreffer jubeln. Helen Stump lies den Ball nach Zuspiel von Monika Gügi im Netz zappeln. Der Ausgleich zum 1:1 fiel zwanzig Sekunden später und nach weitere drei Minuten lag man mit 1:2 im Rückstand. Die Spielerinnen aus dem Bernbiet nutzten in beiden Fällen einen Fehlpass der Thurgauer Spielerinnen aus. Mit schnellen Kontern liessen sie die gesamte Thurgauer Defensive stehen und versenkten den Ball im Tor. Bis zur ersten Pause konnte dieser Rückstand in einen 3:2-Vorsprung umgewandelt werden.
Im zweiten Drittel zogen die Wohlerinnen ein stärkeres Pressing auf und kamen somit wieder vermehrt in das Spiel. Trotzdem blieben die Thurgauerinnen ruhig. Berni Hasler führte einen schönen Drehschuss aus und brachte Thurgau somit zu einem 2-Tore-Vorsprung. Die Topscorerin Corine Wüst schoss das Heimteam Wohlen in der 25. Minute mit dem 3:4 wieder ins Spiel. Das letzte Tor für Thurgau in diesem Match erzielte die Verteidigerin Nina Seiler auf Pass von Simone Stamm – 5:3.
Im letzten Drittel schlug sich das Glück auf Thurgauer Seite. Die Spannung war in der Halle schon fast greifbar. Drei Mal trafen die Gegnerinnen nacheinander nur den Pfosten. Beim vierten Anlauf war der Ball endlich drin (4:5). In der 48. Minute nutzten die Bernerinnen die Chance zum 5:5 Ausgleichstreffer. Kurz vor Drittelsende schickten die Schiedsrichter eine Wohlener Spielerin auf die Strafbank. Die Ostschweizer Trainer Ferrari und Gysel ersetzten die Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin. Dies brachte dem Team keinen Erfolg. Auch in der anschliessenden Verlängerung konnte keine Mannschaft einen weiteren Punkt ergattern. Thurgau kann mit dem gezeigten Spiel sehr zufrieden sein.