13.
02.
2015
NLA Frauen | Autor: Schneeberger Jonas (SO)

3000 Franken zum Wohl von Piranha

Der Jugendförderungs-Sportpreis 2015 der Stadt Chur ist gestern an Lara Heini gegangen. Mit dem Geld hat die 20-jährige Unihockey-Torhüterin von Piranha Chur Uneigennütziges vor.

3000 Franken zum Wohl von Piranha Edle Spenderin: Lara Heini gibt ihr Preisgeld an den Verein weiter (Bild Erwin Keller)

Lara Heini ist sich das Gewinnen gewohnt. Sie ist zwar erst 20 Jahre alt, als Torhüterin von Unihockey-Schweizer-Meister Piranha Chur verlässt sie das Feld aber nur selten als Geschlagene. Dass die smarte Churerin dafür aber Geld erhält, so wie gestern Abend bei der Übergabe des Churer Jugendförderungs-Sportpreises 2015, ist schon spezieller.

Nach wie vor verdient es sich im Unihockeysport mehr schlecht als recht, zumal bei den Frauen. Nach wie vor erhalten die Spielerinnen, selbst wenn sie für den Branchenprimus Piranha Chur spielen, kaum mehr als Material und Mitgliederbeitrag erstattet. Nach wie vor sind die Freude am Spiel und am Teamleben die einzigen Triebfedern der Athletinnen. «Wegen des Geldes spiele ich nicht», sagt Heini mit einem Schmunzeln.

Ein willkommener Betrag
Umso willkommener ist der Zustupf, den Heini gestern von der Stadt Chur erhielt: Mit 3000 Franken ist der Jugendförderungs-Sportpreis dotiert. Geld, das die BWL-Studentin aber nicht für sich in Anspruch nimmt: «Ich würde gerne etwas machen, das dem Verein hilft», sagt sie. «Mein Plan ist, Spielfeld-Banden zu kaufen, vielleicht gemeinsam mit Chur Unihockey.»

Auch wenn die Motivation für weitere sportliche Taten weiterhin nicht-materieller Natur sein wird: Bestärkt fühlt sich Heini durch den Churer Förderpreis gleichwohl in dem, was sie tut: «Die Auszeichnung verstehe ich als Zeichen der Wertschätzung, auch der Wertschätzung des Unihockeysports in Graubünden.»

Heini hat bereits im jungen Alter an Erfolgen viel vorzuweisen. Sechsmal jubelte Heini mit Piranha Chur zuletzt am Ende der Saison über den Schweizer-Meister-Titel - anfangs als Goalie der U21-Juniorinnen, 2013 zudem als Ersatztorhüterin der NLA-Equipe, 2014 als Stammgoalie.

Goalie des Jahres 2014
In ihrem Premierenjahr als Stammkeeperin von Piranhas A-Team wurde Heini vom Verband sogleich als Goalie des Jahres ausgezeichnet. Zwölfmal hütete sie bisher das Tor der A-Nationalmannschaft, mit der U19-Auswahl wurde sie 2012 Vize-Weltmeisterin. Internationale Erfahrungen sammelte sie zudem 2013 und 2014 am Champions Cup mit Piranha. Es dürften nicht die letzten bleiben in der Unihockey-Laufbahn der talentierten Churer Torhüterin.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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