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04.
NLA Frauen | Autor: Streiter Constantin

Die Jets sind Schweizer Meister!

Die Kloten-Dietlikon Jets holen sich gegen Skorpion Emmental Zollbrück den 8. Titel der Vereinsgeschichte. Die Emmentalerinnen halten bei ihrer ersten Finalteilnahme gut mit, müssen sich aber nach einer kämpferischen Leistung knapp geschlagen geben.

Die Jets sind Schweizer Meister! Die Dietlikerinnen gewannen nach 2017 und 2019 zum dritten Mal einen Superfinal. (Bild: Dieter Meierhans)

Lange hielten die Emmentalerinnen bei ihrer ersten Superfinal-Teilnahme dem Druck der Kloten-Dietlikon Jets stand, erspielten sich im Startdrittel sogar ein leichtes Chancenplus und hätten in der 20. Minute in Führung gehen können. Nur die Latte rettete Jets-Torhüterin Monika Schmid vor dem 1:2. Kurz vor der zweiten Pause geriet das Spiel dann vorübergehend in die erwarteten Bahnen, das 3:1 durch Michelle Wiki - ihr bereits dritter Skorerpunkt in diesem Finalspiel - hätte den Skorps das Genick brechen können, am Ende behielten sie aber bis 15 Sekunden vor Schluss Chancen auf den Sieg gegen den Favoriten und Qualisieger Jets.

Die Zürcherinnen waren eher verhalten in den Superfinal gestartet. Dies, obwohl beide Teams mit nur zwei Linien starteten und das berüchtigte Trio Wiki/Gerig/Suter somit viel „Eiszeit" genoss. In den ersten acht Minuten waren es die Skorps, die die etwas besseren Aktionen hatten, richtig gefährlich wurde es aber auch vor dem Tor von Nationaltorhüterin Monika Schmid nicht. Dann aber brachte Michelle Wiki mit dem ersten gefährlichen Angriff der Jets ihre Farben in Führung. Nun kam etwas mehr Intensität ins Spiel, die Emmentalerinnen standen in der Defensive kompakt und lauerten auf Konter. In der 15. Minute wurden die Bemühungen der Skorps belohnt, Lara Kipf traf mit einem Abpraller zum verdienten Ausgleich. Dieser Treffer gab dem Quali-Zweiten Auftrieb, die Skorps hatten bis zum Ende des Drittels etwas bessere Torchancen und trafen einmal sogar die Latte, doch es bleib beim Zwischenstand von 1:1.

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Mitteldrittel vorentscheidend
Die Fliegerinnen kamen aber gestärkt aus der ersten Pause und drückten dem Spiel nun den Stempel auf. In der 25. Minute scheiterte Rydfjäll noch an der Latte, drei Minuten später machte sie es besser und traf mit einem satten Weitschuss zur erneuten Führung. Helen Bircher und ihre Vorderleute hatten nun deutlich mehr zu tun als noch im ersten Drittel, die Skorps bekundeten aber mit ihrem zweiten Metalltreffer auch etwas Pech. Kurz vor der zweiten Pause war der Widerstand der Skorps dann aber ein weiteres Mal gebrochen, Michelle Wiki erhöhte auf 3:1 für die Favoritinnen.

Würden die Bernerinnen noch einmal reagieren können? Das kräftezehrende Spiel mit nur zwei Linien auf beiden Seiten schien beim Team von Lukas Schüepp etwas mehr Spuren zu hinterlassen zu haben. Doch das Resultat von 1:3 aus Sicht der Skorps hatte bis zur 48. Minute Bestand, als Lena Baumgartner nach einem schönen Zuspiel von Lara Kipf zum 2:3 traf. Monika Schmid liess den Ball zwischen den Beinen passieren, der Anschlusstreffer brachte die Spannung zurück in die Winterthurer Arena. Vor allem die zweiten Linie der Emmentalerinnen mit Lara Kipf erspielte sich einige gute Chancen, während die Paradelinie mit Nathalie Spichiger sich so gut wie es eben ging gegen den Wiki-Block wehrte. In der 55. Minute gab es schliesslich die erste und einzige Strafe des Spiels, Sonia Brechbühl musste für zwei Minuten raus. Doch die Skorps wehrten sich auch mit einer Spielerin weniger gut, sodass sie für die letzten zwei Spielminuten ihre starke Torhüterin Helen Bircher durch eine sechste Feldspielerin ersetzen konnten. Martinakova verpasste die Entscheidung 54 Sekunden vor Schluss mit einem schwach geschossenen Penalty. Erst 15 Sekunden vor Schluss gelang Michelle Wiki das 4:2 ins leere Tor, somit war die Topskorerin an allen vier Jets-Toren beteiligt.

Die Skorps verkauften ihre Haut teuer, mussten am Ende aber eine knappe Niederlage hinnehmen. Für die Jets war es der 8. Titel der Vereinsgeschichte, nach den Superfinals 2017 und 2019 bei sechs Teilnahmen der dritte in einem einzelnen Finalspiel.


 

Skorpion Emmental Zollbrück - Kloten-Dietlikon Jets 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)
Axa Arena, Winterthur. SR Rampoldi/Crivelli.
Tore: 9. Wiki (Gerig) 0:1. 15. Kipf (Sturzenegger) 1:1. 28. Rydfjäll (Wiki) 1:2. 39. Wiki (Suter) 1:3. 48. Baumgartner (Kipf) 2:3. 60. Wiki (Rydfjäll, ins leere Tor) 2:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück.
Skorpion Emmental Zollbrück: Bircher; Thomi, Sturzenegger; Liechti, Pekarkova; Ritter, Berger; Baumgartner, Kipf, Rezacova; Grundbacher, Brechbühl, Spichiger; Marti, Bergmann, Gerber.
Kloten-Dietlikon Jets: Schmid; Rydfjäll, Bühler; Mischler, Stella; Zwissler, Schürpf; Suter, Wiki, Gerig; Hintermann, Martinakova, Metzger; Niederberger, Wieland, Rieder.
Bemerkungen: Lara Kipf und Michelle Wiki als beste Spielerinnen ausgezeichnet. 58. Minute Timeout Skorpion Emmental-Zollbrück.

 

 

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4.SV Wiler-Ersigen96:701.938
5.Zug United100:921.625
6.HC Rychenberg Winterthur82:901.438
1.Kloten-Dietlikon Jets90:372.462
2.Skorpion Emmental Zollbrück70:482.077
3.piranha chur75:541.833
4.Zug United51:521.667
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1.UH Lejon Zäziwil50:202.857
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