05.
2012
Dietlikon muss ins Exil
Frauen-Vizemeister Dietlikon muss nächste Saison alle Spiele auswärts austragen. Der erfolgreichste Verein Dietlikons wird im Exil aber zumindest vom Gemeinderat finanziell unterstützt.
Wegen dem Neubau einer 1-fach-Halle wird die altehrwürdige Dietlikerhüenerweid in den kommenden Tagen komplett für den Trainings- und Spielbetrieb geschlossen. Später muss die Statik der alten Halle wegen dem Bau der neuen überprüft werden, ebenfalls vorgesehen ist die zeitweilige Schliessung der kleinen Tribüne. Die Arbeiten werden länger andauern, so dass sich die Dietliker Verantwortlichen nach neuen Spiel- und Trainingsstätten umsehen mussten. In Wallisellen, Volketswil und Zürich wurden sie fündig. Auch wurde bereits im April eine engere Zusammenarbeit mit der Unihockey-Sektion der Zürcher Grasshoppers bekannt. Die Mehrkosten von 40'000 Franken unterstützt der Dietliker Gemeinderat grosszügig, wie diese Woche die Tageszeitung „Zürcher Unterländer" mitteilt.
Neubau-Projekte abgeschmettert
Beim UHC Dietlikon freut man sich zwar über die finanzielle Unterstützung, trotzdem ist die aktuelle Situation nicht zufriedenstellend. Die öffentliche Wertschätzung sei gering, sagt Präsident Andi Rebsamen gegenüber dem „Zürcher Unterländer". „Der Gemeinderat und die Schulpflege sind zwar immer sehr kooperativ", räumt er ein. Doch letztlich habe das dem Spitzenunihockey-Verein nichts geholfen, wenn es um eine brauchbare neue Halle ging. Immer wieder scheiterten neue Projekte (zuletzt 2005 und 2009) an den Sparargumenten von SVP und FDP. Beim aktuellen Sanierungsprojekt der bestehenden Halle wurde eine 1-Fachhalle auf die bestehende Anlage gebaut. „Das bringt niemandem wirklich etwas", sagt UHCD-Geschäftsführer Juri Ritter gegenüber dem „Zürcher Unterländer". Ob jemals wieder in Dietlikon ein Titel gefeiert werden kann, steht derzeit in den Sternen