09.
2019
Eggli: „Frauenfeld fuhr uns unter die Haut“
Die Red Ants auf dem Weg nach oben, Frauenfeld für die Playouts gesetzt? In der ersten Runde sah das anders aus. Red-Ants-Coach Lukas Eggli im Interview nach der Auftaktniederlage im Thurgau.
Während Frauenfelds neuer Coach Clemens Strub („was wir an Mentalität auf den Platz brachten, lag weit über meinen Vorstellungen") noch immer die Faust ballte bis die Knöchel weiss wurden und die Thurgauerinnen auf dem Feld jubelten, als hätten sie gerade im Cup einen Oberklassigen ausgeschaltet, war Lukas Eggli in den Katakomben der Frauenfelder Kantonsschule bereits mit der Analyse der 3:4-Niederlage zum Saisonstart beschäftigt.
Was hat nicht geklappt?
Lukas Eggli: Kurz gesagt, Frauenfeld wollte den Sieg mehr und konnte von der Ausgangslage her heute nur gewinnen. Und wenn du deine Chancen nicht verwertest...
Im ersten Drittel hatte der erste Block der Red Ants ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten und machte nichts daraus.
Ja, offenbar brauchten wir den Wake-Up-Call in Form der Frauenfelder Führung, um auch Tore zu erzielen.
Frauenfeld trat voller Emotionen an, wirkte gedanklich und zum Teil auch physisch schneller - dabei wollten doch die Red Ants diese Saison aufs Tempo drücken.
Wenn du nicht in den Flow kommst, wird es schwierig. Ich muss zugeben: Frauenfeld fuhr uns unter die Haut und wir machten dem Gegner zu viele Geschenke.
Mit dem aggressiven Forechecking Frauenfelds hattet ihr grosse Probleme...
... dabei hätten wir die Lösungen dafür gehabt, wir setzten sie nur nicht gut genug um. Frauenfeld spielte so wie erwartet. Aber bei uns stimmte das Mindset nicht. Wir brauchen mehr „Torgeilheit" - dann spielst du auch ein paar der vielen 3-gegen-1-Situationen sauber zu Ende und nicht der einzigen Gegnerin in die Füsse.
Welche Lehren ziehst du aus der Auftaktniederlage, bevor es zu den Heimspielen gegen SUM und Zug kommt?
Dass wir immer Gas geben müssen, egal wer der Gegner ist. Etwas anderes können wir uns nicht erlauben. Ich hoffe, dass das Spiel in Frauenfeld für uns ein Weckruf war.