02.
2010
"Ich kann und will noch viele Fortschritte erzielen"
Piranha Chur steht in der SML der Frauen momentan punktgleich mit Dietlikon an der Tabellenspitze, am Samstagnachmittag steht das Direktduell auf dem Programm. Für die Bündnerinnen bestreitet Corin Rüttimann ihre zweite Saison in der höchsten Liga. Dabei liegt sie aktuell auf dem zweiten Rang der Skorerliste und hat bereits auf internationaler Ebene Spuren hinterlassen: Rüttimann gewann 2008 mit der U19 den WM-Titel und 2009 mit der A-Nati WM-Silber.
Corin, letztes Wochenende habt ihr zweimal sicher gewonnen. Seid ihr gerüstet für den Spitzenkampf gegen Dietlikon?
Davon bin ich überzeugt, ja.
Was stimmt dich so zuversichtlich, worin liegen die Gründe für Piranhas Resultate im bisherigen Saisonverlauf?
Dank den guten Resultaten und den Siegen stimmt das Selbstvertrauen. Weiter schiessen wir viele Tore, was vor allem in unserer Breite liegt. Ich finde, unser Vorteil ist, dass wir im Vergleich zu den anderen Teams mit drei Linien spielen können, ohne dass die Qualität darunter leidet. Ausserdem haben wir einen super Trainer und hatten mit Mirca auf diese Saison einen Top-Zuzug.
Was war es denn, das der angesprochene Trainer Mark van Rooden und Mirca Anderegg neu in die Mannschaft brachten?
Mark weist, gerade im Frauenunihockey, viel Erfahrung auf. Er ist extrem ehrgeizig, schenkt uns Spielerinnen das nötige Vertrauen und versteht es, uns zu motivieren. Mirka ist zunächst eine Super-Spielerin. Sie bringt die Mannschaft aber auch neben dem Feld weiter. Vor einem Spiel etwa strahlt sie Ruhe und Sicherheit aus, wovon gerade ich als junge Spielerin profitiere. Es gibt einfach ein gutes Gefühl, mit ihr auf dem Feld zu stehen, ich habe volles Vertrauen in ihre Fähigkeiten.
Woran müsst ihr noch arbeiten, wenn ihr „die Grossen", also Dietlikon oder die Red Ants, über eine Playoff-Serie bezwingen und den Titel holen wollt?
Ich bin sicher, dass wir auf einem guten Weg sind. Dies zeigen die Resultate und die angesprochene Breite im Team. Am meisten verbessern müssen wir uns noch im mentalen Bereich. Zum Beispiel, dass wir trotzdem noch an den Sieg glauben, wenn wir einmal im Rückstand liegen. Das kam zwar bisher noch nicht so oft vor.
Du hast gegen Winterthur vier und total bereits 25 Saisontore geschossen. Befindest du dich in Topform?
Überhaupt nicht. Gegen Burgdorf zeigte ich eine schwache Leistung und gegen die Red Ants schoss ich zwar Tore, habe jedoch auch nicht allzu gut gespielt. Dass ich oft treffe, liegt vor allem an meinen Mitspielerinnen, mit Mirka und Bunti (gemeint ist Seraina Ulber, die Red.) etwa ist es einfach spielen und läuft tiptop. Bis zu meinem Topniveau kann ich noch viele Fortschritte erzielen, gerade bei der Kaltblütigkeit vor dem Tor. Bis ich mich auf hohem Niveau konstant durchsetzen kann, ist es nochein langer Weg.