10.
2025
Klapitova: „Kann nicht jedes zweite Spiel Derby haben“
Drittes Spiel für die Red Ants in fünf Tagen - drittes Spiel in Folge gegen einen ehemaligen Verein für die Slowakin Katarina Klapitova, die schon in der halben Liga beschäftig war.
Am Samstag schlugen die Red Ants BEO - im Berner Oberland spielte Klapitova die beiden letzten Saisons. Da dort nicht mehr auf sie gesetzt wurde, wechselte die 30-Jährige kurz vor Saisonbeginn nach Winterthur. Am Sonntag setzte es im Cup in Chur eine Niederlage ab, wo die slowakische Internationale vier Saisons beschäftigt war. Heute Mittwoch folgt das Heimspiel gegen die Wizards, die vor zehn Jahren die erste Schweizer Station Klapitovas waren, ehe sie via die Jets ins Bündnerland zog.
Das Heimspiel gegen die Wizards - eine besondere Begegnung für dich?
Katarina Klapitova: Nein. Ich spielte schon bei der Hälfte aller UPL-Vereine und kann nicht jedes zweite Spiel als Derby sehen.
Gegen BEO, das dich nicht mehr wollte, hast du aber viel Tordrang gezeigt und schienst sehr motiviert zu sein.
Ich habe grundsätzlich niemandem etwas zu beweisen. Wenn es nach einem Revanche-Wunsch aussah, ist das okay (lacht). Ich war tatsächlich mehr im Abschluss als üblich.
Kurz vor dem 3:2-Siegtreffer hast du versucht, BEO-Schlussfrau Corinna Bluzet auszutanzen.
Ich bekam einen tollen Pass von Julia Turunen und habe es versucht. Leider vergass ich, dass meine Backhand nicht die beste der Welt ist und dann war auch noch der Pfosten im Weg. Aber der Ball kam dann ja zu Melea Brunner, die das Tor gemacht hat. Der Sieg war wichtig für uns.
Nach der 2:0-Führung suchten die Red Ants den dritten Treffer - wäre mehr Fokus auf die Defensive besser gewesen?
Wenn wir uns nur auf die Verteidigung konzentrieren, ist die Mentaltität weg. Es war richtig, das nächste Tor zu suchen. Wir sagen oft, dass zwei Tore nicht reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Gegen BEO hat sich das bewiesen.
Du wohnst immer noch in Bern?
Ja, und ich arbeite in Zug. So sehr liebe ich Unihockey (lacht). Ich bin also viel mit dem Zug unterwegs. Bei den Auswärtsspielen gegen die Wizards, Skorps und BEO habe ich dafür keinen langen Reiseweg - ich muss nicht in Winterthur einrücken, um in den Bus einzusteigen. Wobei ich gerade die gemeinsamen Fahrten mit dem Team sehr mag. Aber ich bin ja nicht mehr die Jüngste, die Regenerationszeit ist sehr wichtig.
Du wirst im November 31. Ist dies deine letzte Saison? Noch die WM mitnehmen, Saisonendspurt und dann Rücktritt?
Ja. Ich merkte erst neulich, dass ich bei den Red Ants wieder die Nr. 19 trage wie bei meinen Anfängen in der Slowakei. Das hatte ich völlig vergessen und ist ein schöner Abschluss für mich.