01.
2019
Krausz mit Einstand nach Mass
Die 20-jährige Sina Krausz wechselte im Dezember vom Piranha-Nachwuchs zu den Red Ants und erzielte in ihrem ersten NLA-Einsatz gegen Zug United gleich ihr erstes Tor. Eine erste Belohnung für viel Pendler-Aufwand.
Zu Beginn der Saison wurde das NLA-Kader der Red Ants jeweils mit einem Nachwuchs-Block „gestreckt", damit überhaupt drei komplette Blöcke dem Feld standen. Bis Ende Jahr kamen mit Vivien Kühne (Piranha), Sindy Rüegger (Kloten-Dietlikon Jets) und Esther Jeyabalasingam (Frauenfeld) junge Verstärkungen dazu, zuletzt mit Sina Krausz aus dem Piranha-Nachwuchs noch eine vierte Spielerin. Die 20-Jährige traf gleich im ersten Einsatz und leitete damit den Heimsieg der Winterthurerinnen über Zug ein. Wir haben vor dem heutigen zweiten Einsatz in Frauenfeld nachgefragt.
Erstes NLA-Spiel, erstes Tor - ein Einstand nach Mass? Wobei du ja in der U21 Piranhas schon immer getroffen hast...
Sina Krausz: Ich war vor dem Spiel schon recht nervös. Bei Piranha trainierte ich mit dem NLA-Team mit, kam in der Liga aber nicht zum Einsatz. Und ja, das Skoren gehört zu meinen Stärken, hängt aber natürlich auch immer von den Mitspielerinnen ab.
Sindy Rüegger schnappte sich den Ball deines Premierentors - weisst du schon, wo dieser hinkommt?
Der wird sicher zu Hause irgendwo aufgestellt oder aufgehängt (lacht).
Wie kommt eine junge Bündnerin mitten in der Saison nach Winterthur?
Ich kenne Vivien Kühne seit meiner Kindheit. Sie fragte mich, ob ich nicht mal bei den Red Ants reinschauen möchte, da ich eine neue Herausforderung suchte. Ich wurde in den Probetrainings gut aufgenommen, die Stimmung im jungen Team gefiel mir sofort.
Pendelst du?
Ja, ich arbeite derzeit auch noch im Immobilienbereich im Büro in Chur. Ich pendle einmal per Auto mit Kühne, einmal per Zug und übernachte einmal in Winterthur. So geht es.
Die Unterschiede zwischen dem routinierten Piranha und den jungen Red Ants müssen gewaltig sein.
Natürlich sind da Unterschiede. Aber man kann überall dazu lernen - und ich denke, bei den Red Ants kann mit jungen Spielerinnen über zwei Jahre etwas Gutes aufgebaut werden.
Aber wenn sich bei Piranha nach dem Rücktritt von Routiniers Lücken öffnen sollten...
Ich habe den Schritt nicht gemacht, um bei nächster Gelegenheit gleich wieder zu verschwinden. Ich finde das Team hier wirklich cool. Aber klar, die Begegnung mit Piranha am nächsten Wochenende wird schon speziell für mich.
Anders als im Spiel gegen Zug werden die Red Ants dann wieder krasser Aussenseiter sein.
Ja, gegen Zug machten wir uns wohl etwas zu viel Druck, da es bezüglich Playoff-Qualifikation eine wichtige Partie war. Oft löst das 1:0 dann den Knoten etwas, diesmal leider nicht. Aber grundsätzlich wollen wir ja gegen alle Teams punkten, nicht nur gegen die Tabellennachbarn.