09.
2018
NLA Frauen, Vorschau Supercup
Bei den Frauen kommt es am Samstag in der Zürcher Saalsporthalle (Anpfiff: 15:30 Uhr) anlässlich des Supercups wieder einmal zum Duell zwischen - wie könnte es auch anders sein - Piranha Chur und den Kloten-Dietlikon Jets. Bei beiden Teams gab es Veränderungen im Trainerstab.
Weil sich Piranha Chur nach einer titellosen Saison im letzten Jahr eindrücklich zurückgemeldet hat und das Double gewann, kommt es am diesjährigen Supercup erneut nicht zum Aufeinandertreffen zwischen dem Schweizer Meister und dem Cupsieger - der eigentlichen Idee des Eventspiels. Der UHC Dietlikon rückt als Vizemeister sozusagen als «Reserveteam» nach.
Die beiden Teams standen sich schon in den bisherigen drei Austragungen gegenüber. Zweimal gewann Dietlikon den Titel, ehe Chur im letzten Jahr an der Reihe war. Es war das erste Spiel von Schweden-Rückkehrerin Corin Rüttimann, die ihren unschätzbaren Wert sogleich mit drei Treffern unterstrich. Es war auch der Anfang einer Saison, in der Chur alles gewann.
Zwei neue Nati-Spielerinnen
Meistertrainer Mirco Torri hat den Verein nach dem letzten Titel Richtung Bern verlassen. An seine Stelle tritt Daniel Darms, der mehrere Jahre das U21-Team der Piranhas trainierte. Wie praktisch jedes Jahr verloren die Bündnerinnen auch diesmal einige grosse Namen. Priska von Rickenbach und Nadine Handl traten zurück, Silja Eskelinen und Nathalie Spichiger kehrten nach Finnland bzw. ins Emmental zurück. Und die langjährige Stammtorhüterin Lara Heini versucht sich in der SSL bei Pixbo Wallenstam.
Auf den ersten Blick sind dies gewichtige Abgänge, doch Chur hat sich clever verstärkt. Vor allem mit Geraldine Rossier und Mäggi Scheidegger von den Red Ants. Die beiden bringen die Erfahrung von 112 Länderspielen in die Garderobe und werden dafür sorgen, dass die Piranhas hinter dem gesetzten ersten Block um Flurina Marti, Seraina Ulber und Rüttimann auch in der zweiten Reihe gut aufgestellt sein werden.
Wie gut harmoniert das neue Trainerduo?
Bei den Kloten-Dietlikon Jets hat sich nicht nur beim Vereinsnamen, sondern auch im Trainerstab etwas verändert. Mit Radomir Malecek wurde ein Trainer mit einem klaren Plan geholt, der in den letzten Jahren die Wizards Bern Burgdorf stetig weitergebracht hat. Der Tscheche ist aber auch als direkter Typ bekannt, womit nicht immer alle Spielerinnen zurecht kamen. Bei Dietlikon trainiert er nun erstmals einen Meisterschaftskandidaten und muss sich vor allem mit Simone Berner arrangieren.
Es war Berners Wunsch, dass ihre Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird. Die Weltmeisterin hat ebenfalls klare Vorstellungen und eine eigene Spielphilosophie. Passt dies zusammen? Und wie werden sich die beiden die Aufgaben aufteilen? Qualität ist hinter der Jets-Bande auf jeden Fall viel vorhanden. Erste Antworten auf die Fragen gibt es am Samstag, weitere folgen beim Saisonstart eine Woche danach.
NLA-Frauen, Supercup
Samstag, 8. September 2018
Piranha Chur - Koten-Dietlikon Jets
15:30 Uhr - Saalsporthalle, Zürich