04.
10.
2017
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Rossier: „Wollte Rolle wie in Nati“

Im Gegensatz zu Michelle Wiki und Corin Rüttimann kehrte Géraldine Rossier (29) nach ihrem Schweden-Abenteuer nicht zu ihrem Stammverein zurück. Die Bündnerin zog es vor, bei den Red Ants eine Leaderrolle zu übernehmen.

Rossier: „Wollte Rolle wie in Nati“ Géraldine Rossier ist dabei, sich nach fünf Jahren in Schweden in Winterthur einzuleben. (Bild: Damian Keller)

Wir unterhalten uns nach dem 4:7 der Red Ants gegen Piranha Chur. Wie gefällt dir der neue offensive „Hurra-Stil" der Winterthurerinnen als „halbe Schwedin", die viel Defenstaktik gewohnt ist?
Géraldine Rossier: Sehr gut. In der Nati spielen wir zum Teil ja auch so. Ich finde es gut, wenn auch gegen Favoriten Druck gemacht und kein falscher Respekt gezeigt wird. Und hinten reinstehen macht ja sowieso keinen Spass.

Wurde es gegen Piranha bezüglich Corin Rüttimann etwas übertrieben? Ihre vier Treffen legen den Verdacht nahe, dass sie zu viel Platz hatte.
Das mag sein, aber wenn man sie eng markiert, verschafft sie sich ihren Platz auch. Wir müssen es das nächste Mal einfach besser machen.

Gibt es denn derzeit einen Plan B, der die Defensivarbeit mehr im Fokus hat?
Wie viele Partien sind jetzt gespielt - vier, glaube ich? Wir wollen offensiv spielen und Tore erzielen. Im Moment kann man sich - auch wenn der Sieg natürlich immer angestrebt wird - noch das eine oder andere Gegentor leisten. Ab Februar können wir uns dann immer noch stärker dem Gegner anpassen.

Du bist nach fünf Jahren in Schweden nicht zu Stammverein Piranha zurückgekehrt, sondern hast dich den Red Ants angeschlossen. Warum?
Ein Wechsel nach Chur wäre eine „Rückkehr zum Alten" gewesen - dafür war ich noch nicht bereit. Bei den Red Ants, zu denen ich schon länger Kontakt hatte, kann ich eine Rolle wie in der Nati spielen und eine Führungsspielerin sein. Ich bin aber erst einen Monat hier, brauche also noch etwas Zeit.

Wie war das Gefühl, zum ersten Mal in deinem Leben gegen Piranha zu spielen?
Vor dem Spiel überhaupt nicht besonders, auf dem Platz dann aber schon irgendwie speziell. Dass ich fünf Jahre weg war, hat es einfacher gemacht (schmunzelt).

Wie hast du dich in der neuen Heimat eingelebt?
Ich habe eine Wohnung mitten in der Winterthurer Altstadt bezogen...

... wie kommt man als Neuzuzügerin zu so einer Wohnung?
Durch Vitamin B (lacht). Aber sie ist ganz klein. In Schweden wohnte ich bei einer Familie in einem Haus, das war eine andere Situation. Doch es gefällt mir hier, ich erkunde mit dem Velo die Umgebung. Jetzt brauche ich nur noch einen Job im Bereich Büro/Administration.

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