01.
2020
„Uns soll niemand freiwillig wählen“
Mit sieben Toren aus zwei Partien ist Carola Kuhn stark ins neue Jahr gestartet. Wir haben uns nach dem überraschenden Sieg der Red Ants gegen Piranha Chur mit der 20-jährigen Thurgauerin unterhalten.
Vier Tore in Zug, drei beim 5:4 gegen Piranha Chur am letzten Sonntag - was haben sie dir über Weihnachten zu essen gegeben?
Carola Kuhn: Nichts (lacht). Ich habe mich gut auf die Spiele vorbereitet und profitiere davon, dass ich nach vielen verletzungsbedingten Pausen in den letzten Jahren erstmals über längere Zeit einen sauberen Aufbau machen konnte. Wobei der Aufbau noch nicht abgeschlossen ist. Ich bin einfach froh, dass er derzeit so gut läuft.
Drei Tore und ein Sieg gegen Piranha - ein schönes Gefühl?
Das fühlt sich natürlich super an. Der Teamzusammenhalt und die Unterstützung von der Bank sowie vom Publikum haben es möglich gemacht - zudem war es für uns wohl auch ein Vorteil, die gegnerische Torhüterin sehr gut zu kennen.
Livia Angehrn ist erst vor wenigen Wochen von den Red Ants zu Piranha gewechselt. Wie ist sie denn am besten zu bezwingen?
Also bei mir gingen sie diesmal überall rein, in der Ecke, unten und in der Mitte (lacht).
Bisher vermochten die Red Ants noch keinen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zu schlagen. Ab wann hast du daran geglaubt, dass es ausgerechnet gegen den Leader tatsächlich zum Sieg reicht?
Ich war mir nie sicher. Mit der Führung im Schlussdrittel konnten wir etwas befreiter aufspielen, aber es hätte auch in der letzten Sekunde noch einer reinfallen können. Gegen einen solchen Gegner denkt man im Spiel auch mal daran, dass schon eine Verlängerung und ein Punkt schön wäre - aber drei Punkte sind natürlich noch besser.
War das gleichzeitig ein Signal an Piranha, euch in den Playoff-Viertelfinals nicht als Gegner zu wählen?
Dieses Signal wollen wir an alle senden. Ziel ist, dass uns niemand freiwillig wählt.