03.
09.
NLA Frauen | Autor: Güngerich Etienne

Wiki: "Man hat hier mehr Zeit"

Michelle Wiki hat bei ihrer Rückkehr im Supercup für Dietlikon gleich drei Tore erzielt. Dies änderte allerdings auch nichts an der 6:8-Niederlage gegen Piranha Chur. Im Interview spricht die Stürmerin über ihr neues Amt als Captain, erzählt, wo sie sich im letzten Jahr verbessert hat und erwähnt die Unterschiede zum Spiel in Schweden.

Wiki: Michelle Wiki (r.) bedrängt Nationalmannschaftskollegin Flurina Marti (l.). (Bild: Fabian Trees)

Michelle Wiki, nach einem Jahr bei KAIS Mora bist Du zum ersten Mal wieder für Dietlikon in einem Ernstkampf aufgelaufen. Was gleich ins Auge stach: Du trägst neu die Captainbinde. War dies ein Entscheid von der Trainerin oder wurdest Du von den Mitspielerinnen gewählt?
Michelle Wiki: Simone Berner hat mich als neue Spielführerin ernannt. Das zeugt von Vertrauen und es ehrt mich, darf ich Captain dieser Mannschaft sein. Es ist eine neue Aufgabe für mich, aber das tut mir gut und fordert mich heraus. Ich versuche nun noch mehr, dem Team auf und neben dem Feld zu helfen.

Ansonsten blieb Deine Rolle aber in etwa die Gleiche wie vor Deinem Abgang: Du bist vor allem für die Tore zuständig und sorgst als Topstürmerin im Slot und in den Ecken für Unruhe.
Diese Rolle wurde mir wohl einfach in die Wiege gelegt (lacht). Ich will aber nicht nur Tore schiessen, sondern meine Mitspielerinnen auch mit Assists bedienen. Das Spiel hier ist nicht so schnell wie in Schweden, man hat mehr Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Ich merke, dass ich jetzt Pässe spielen kann, die ich mir früher vielleicht nicht so oft zugetraut hatte.

Es machte den Eindruck, als hättest Du dich in Schweden auch in physischer und athletischer Hinsicht verbessert - Du wirkst spritziger.
Tatsächlich habe ich im letzten Jahr viel an meiner Schnelligkeit gearbeitet und war fleissig im Kraftraum. In Schweden wird diesbezüglich anders trainiert. Am Morgen gingen wir in den Kraftraum und am Abend stand das Hallentraining an. Zuerst hatte ich Zweifel, ob ich zwei Trainings pro Tag durchalten werde, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Wo siehst Du sonst noch die grössten Unterschiede zwischen dem SSL- und dem NLA-Spiel?
In der Schnelligkeit, der Technik und der Ballkontrolle. Es geht dort oben alles einen Tick schneller als hier, das habe ich schon im Training bemerkt. Der Ball wird auch mal halbhoch weitergespielt. Hier weiss man zu oft nicht, was machen, wenn der einfache flache Pass nicht geht. Ich finde, dass man durchaus auch mal einen Flippass einstreuen kann und ermutige meine Mitspielerinnen auch dazu. Schliesslich sollten wir technisch genug stark sein, um einen Pass auch mal Volley abnehmen zu können.

Hier ist das Spiel eher wild, in Schweden wird mehr auf Ballkontrolle geachtet. Einverstanden?
Das liegt auch daran, weil die Mannschaften dort defensiver ausgerichtet sind und weniger pressen. In Dietlikon sind wir nun aber auch etwas zurückhaltender ausgerichtet, was ich persönlich gut finde. Dadurch sollten wir nicht mehr so anfällig auf Konter sein. Auf der anderen Seite erhält man durch dies mehr eigenen Kontergelegenheiten.

Beim Supercup hat es nicht zum Sieg gereicht. Woran hat es gelegen?
Wir hatten die Sache eigentlich ziemlich lange im Griff. Doch dann schlichen sich unnötige Fehler in unserem Spiel ein. Auch ich leistete mir einen grossen...

...meinst du den Wechselfehler im letzten Drittel?
Ja, das ist mir noch selten passiert. Es hat mich grausam geärgert...

Eigentlich hätte man auch jemanden anderes rausschicken können...
...ja, aber es war ganz klar mein Fehler. Ich fühlte mich so schuldig, dass ich auch die Verantwortung dafür übernehmen wollte. Ich wollte nur noch raus.

Welche Bedeutung hat dieses Spiel für dich?
Es war eine gute Standortbestimmung. Trotz Niederlage können wir sicher viele Schlüsse aus dieser Partie ziehen. Dieses Wochenende war für uns so etwas wie eine Hauptprobe für den Champions Cup. Wir hatten am Freitag schon ein Spiel bestritten und werden dies auch am Sonntag tun. Drei Spiele an einem Wochenende, so können wir den Champions Cup gut simulieren. Bis dort müssen wir aber noch einiges verbessern und die letzten Trainings optimal nützen.

 

hugok 188.155.184.9

20:06:12
03. 09. 2017
Defensiv war Dietlikon sehr schwach, sehr viele Fehler der Neuzuzüge... Hinten fehlt Dietlikon sehr viel. Moni wird sehr viel arbeit haben in dieser Saison.

Kalle 178.197.226.230

13:27:12
03. 09. 2017
"Nicht mehr so anfällig auf Konter sein..." Ähm - Dellagiovanna, Capatt, Capatt. noch Fragen? ;)
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Tabellen

1.SV Wiler-Ersigen86:4729
2.Floorball Köniz89:5726
3.Tigers Langnau79:6024
4.UHC Alligator Malans75:6321
5.Grasshopper Club Zürich93:6518
6.Zug United70:7714
7.HC Rychenberg Winterthur66:8114
8.Waldkirch-St. Gallen66:8614
9.Chur Unihockey54:7813
10.Kloten-Bülach Jets62:7710
11.UHC Uster59:749
12.UHC Thun51:856
1.piranha chur82:1929
2.UHC Dietlikon76:2824
3.Wizards Bern Burgdorf57:4321
4.Skorpion Emmental Zollbrück60:4719
5.R.A. Rychenberg Winterthur57:4316
6.Unihockey Berner Oberland36:4714
7.Aergera Giffers32:4711
8.UH Red Lions Frauenfeld32:797
9.Zug United30:563
10.Waldkirch-St. Gallen21:743
1.Unihockey Basel Regio79:4729
2.Ad Astra Sarnen77:5622
3.Unihockey Langenthal Aarwangen59:4522
4.Floorball Thurgau70:5221
5.Floorball Fribourg57:4520
6.UHC Sarganserland61:6514
7.UHC Grünenmatt48:5811
8.Ticino Unihockey57:7211
9.RD March-Höfe Altendorf50:6710
10.I. M. Davos-Klosters54:698
11.Regazzi Verbano UH Gordola44:628
12.Pfannenstiel Egg36:544
1.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf59:2131
2.UHC Laupen ZH67:2923
3.FB Riders DBR45:3520
4.Unihockey Basel Regio49:4720
5.Mendrisiotto Ligornetto42:5418
6.UH Lejon Zäziwil45:5413
7.Floorball Uri34:606
8.UHC Trimbach32:731

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