20.
03.
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Abschied mit Anstand

Die Red Ants verlieren das vierte Duell mit den Wizards in Oberseen 3:5 und damit die Viertelfinalserie mit 0:4. Zum Abschluss der Saison gelang eine anständige Leistung.

Die Cafeteria in Oberseen verströmte vor Spielbeginn bezüglich einer möglichen Verlängerung der Serie wenig Zuversicht - warme Speisen wie Hot Dogs waren Fehlanzeige. Dabei ging es doch für die Red Ants um die Wurst, heisst, um einen Heimsieg und ein zumindest fünftes Spiel in der Serie gegen den Qualifikationssieger. Auf dem Platz legten die Red Ants genau so los und gingen in der 6. Minute nach einer schönen Kombination in Führung - Julia Turnen auf Melea Brunner, Querpass auf Zoe Kläy am langen Pfosten, Tor.

Diese Führung hielt, bis Turunen auf der Strafbank sass und die Wizards-Topskorerin Dana Misteli in der 12. Minute im druckvollen Powerplay nicht viel Platz brauchte. Nach einem Härtsch-Weitschuss fast von der Mittellinie ging der Favorit mit einer knappen Führung in die erste Pause. Anna Habersatter auf Damaris Hangartner, Buebetrickli, 2:2. Freischlag Wizards, Lisa von Arx schleicht sich im Rücken Katarina Klapitovas vors Tor, 2:3. Dies die Zusammenfassung eines intensiven und schnellen Mitteldrittels, in dem Mark van Rooden aktiv coachte und vereinzelt frische Kräfte in die Schlacht warf (Ehrensperger, Oertle, Simon), um das Tempo hochzuhalten.

Zu viele Fehler
Ein Tor zurück, 20 Minuten, um das Saisonende abzuwenden - das führte zur immer schwierigen Frage, wann wie viel Risiko genommen werden soll. In der 43. Minute konnte diese Frage auf eine einzige Szene heruntergebrochen werden. Ein Prellball auf höhe Mittellinie, Julia Turunen musste sich entscheiden: Einen Schritt zurück, auf Sicherheit? Oder einen nach vorne, Balleroberung? Nach einem kurzen Zögern entschied sie sich für den Vorwärtsgang, aber Annika Morf war schneller am Ball, zog alleine Richtung Marion Steiger und traf gekonnt zum 2:4. Zwei Minuten später verursachte Anna-Reetta Tölli einen Penalty - 2:5 durch Lisa von Arx.

Nun tickte die Uhr unerbittlich gegen die Red Ants. Als Céline Vaerini in der 53. Minute nach einer schönen Kombination über Zoe Kläy und Melea Brunner zum 3:5 verkürzte, war die Cafeteria schon sauber aufgeräumt. Nur noch zwei letzte Stückchen Kuchen lagen da. In den letzten Minuten vermochten die Red Ants auch mit einer sechsten Feldspielerin nicht mehr viel Druck aufzubauen, hier zeigte sich der spielerische Klassenunterschied zu den Wizards deutlich.

„Es ist enttäuschend, dass die Saison so schnell zu Ende ging. Wir wurden für einen grossen Kampf nicht belohnt. Die Wizards waren gut, aber wir stellten uns auch selber ein Bein und begingen zu viele Fehler, die so nicht passieren dürfen", fasste Zoe Kläy die Begegnung zusammen. Der letzte Auftritt der Saison war anständig und gehörte zu den besseren Darbietungen dieser Spielzeit. Um ein Spitzenteam zu gefährden war es aber doch zu wenig.

 


Red Ants Rychenberg - Wizards Bern Burgdorf 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)
Oberseen, Winterthur. 184 Zuschauer. SR Beck/Martinakova.
Tore: 6. Z. Kläy (M. Brunner) 1:0. 12. D. Misteli (A. Morf); Ausschluss J. Turunen) 1:1. 14. A. Härtsch (A. Morf) 1:2. 22. D. Hangartner (A. Habersatter) 2:2. 27. L. Von Arx (T. Kyburz) 2:3. 43. A. Morf 2:4. 45. L. Von Arx 2:5. 54. C. Vaerini (M. Brunner) 3:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Red Ants. 1mal 2 Minuten gegen Wizards.
Red Ants: Steiger; Tölli, Turunen; Klapitova, Hohl; Odermatt, Baumgartner; Wiedmer; Kläy, Brunner, Vaerini; Habersatter, Hangartner, Fassler; Fritsche, Fleischlin, Güttinger; Simon, Oertle, Ehrensperger.
Wizards: Grundbacher; Härtsch, Cattaneo; Müller, N. Siegenthaler; Schütz, Gross; Misteli, Morf, Wyss; Stoffers, von Arx, Kyburz; A. Siegenthaler, Briggen, Rutschi; Maurer, Gerber.

 

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